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"So viel Schnee kriegt man aus der Stadt nicht hinaus"

Von nachrichten.at/rgr/jp, 04. Dezember 2023, 13:25 Uhr
Auch in Linz stehen die Winterdienst-Mitarbeiter im Dauereinsatz. Bild: Volker Weihbold

LINZ. Sie stehen seit Freitag im Dauereinsatz und kämpfen trotz 120 Menschen im Einsatz damit, dass im Stadtgebiet von Linz die Schneemassen nicht spürbar kleiner werden. Das hat gute Gründe.

2250 Einsatzstunden haben die Mitarbeiter des Winterdienst-Teams der Stadt Linz seit Freitag geleistet, unter anderem 450 Tonnen Salz auf Straßen, Rad- und Gehwegen aufgebracht und dennoch schaut es im Stadtgebiet nicht so aus, als wären die Spuren des extremen Wintereinbruchs nicht mehr zu erkennen.

"So viel Schnee kriegt man aus der Stadt nicht mehr hinaus", sagt Martin Stiedl, stellvertretender Leiter der für den Winterdienst zuständigen Magistratsabteilung im OÖN-Gespräch. Man sei zwar natürlich vorgewarnt gewesen, aber der extreme Schneefall zu so einem frühen Zeitpunkt der Saison sucht in Stiedls Berufserfahrung seinesgleichen. "Dass so viel Schnee in so kurzer Zeit in Linz gefallen ist, daran kann ich mich nicht erinnern."

Entspannung nicht in Sicht

Das Problem, das sich für Städte generell ergibt: Die Schneemassen könnten nicht einfach auf die Seite oder in die Donau geschoben werden. Letzteres ist aus ökologischen Gründen schon lange verboten, denn der Schnee ist mit Salz und Streusplitt belastet. Also heißt es Abwarten, bis der Schnee schmilzt. Danach schaut es in den nächsten Tagen nicht aus.

"Die Lage wird sich nicht so schnell entspannen", sagt Stiedl mit Blick auf die Wettervorhersage. Für Dienstag stehen schon wieder Niederschläge an, zudem bleibt es zumindest bis Freitag eisig kalt. Kein Tauwetter ist zu erwarten, was die Schneelast auf den Bäumen noch weiter erhöhen wird. Ein Gefahrenrisiko, das derzeit durch Einsätze in Abstimmung mit der Feuerwehr minimiert werden soll.

Für Linz gibt es auch eine klare Prioritätenliste, welche Straßen in welcher Reihenfolge vom Schnee geräumt werden müssen. Die zuständige Stadträtin Eva Schobesberger (Grüne) richtet auch einen Appell an die Bevölkerung, derzeit nicht in Wälder und Parks zu gehen. Die Gefahr durch umstürzende Bäume sei derzeit einfach zu groß, so Schobesberger.

So bleiben in Linz im Moment auch noch der Bauernbergpark und der Botanische Garten (mit Ausnahme der Glashäuser) gesperrt. Auch die Friedhöfe Urnenhain Kleinmünchen,  Stadtfriedhof St. Martin und seit kurzem auch der Urnenhain Urfahr sind aus diesem Grund derzeit nicht zugänglich. 

Stromversorgung seit Sonntag wieder hergestellt

Entwarnung gibt es hingegen beim Strom: Seit gestern, Sonntag, gibt es im gesamten Linz AG-Versorgungsnetz wieder eine Vollversorgung, teilt das Unternehmen heute mit. Am Samstag erreichten die Störungen mit 9000 betroffenen Haushalten ihren Höhepunkt.

Hubschrauber als 'Schneeverweher' im Einsatz
Seit gestern, Sonntag, ist ein Hubschrauber als "Schneeweher" im Einsatz. Bild: TEAM FOTOKERSCHI / KERSCHBAUMMAYR (TEAM FOTOKERSCHI / KERSCHBAUMMAYR)

Um weiteren möglichen Störungen, verursacht durch Äste und Bäume, die dem Schneedruck nicht standhalten, entgegenzuwirken hat die Linz AG seit gestern einen Hubschrauber im Einsatz. Dieser sorgt bei seinen Flügen für ein kontrolliertes Herunterwehen des Schnees, wodurch die Bäume und Leitungen entlastet werden. Mit Blick auf den öffentlichen Verkehr lasse sich festhalten, dass derzeit die Fahrer auf allen Linien wie geplant im Einsatz seien. Punktuelle Verspätungen und einzelne Behinderungen könnten vor allem im Busbereich aufgrund der anhaltend winterlichen Situation auf manchen Straßen(abschnitten) aber noch auftreten. 

Dauereinsätze und Beschwerden

Auch außerhalb der Landeshauptstadt  verlangt der Schnee den städtischen Winterdiensten und Einsatzkräften einiges ab. Der Winterdienst der Stadt Leonding ist  beispielsweise seit der Nacht von Donnerstag auf Freitag durchgehend unterwegs und räumt rund 160 Kilometer an Straßen und rund 45 an Kilometer Geh- und Radwege plus eine Vielzahl an Bushaltestellen. Unterstützt wird dieser von den Freiwilligen Feuerwehren Rufling, Leonding und Hart, diese waren am Wochenende 60 Mal im Einsatz.

Bürgermeisterin Sabine Naderer-Jelinek (SP) spricht den städtischen Mitarbeitern und den Feuerwehren einen großen Dank für ihr "unermüdliches Engagement" aus, sie würden für die größtmögliche Sicherheit auf den Straßen sorgen. Zur Kritik von Anrainern, die sich beklagen, dass ihre privaten Einfahrten von Schnee, der von Schneepflügen dort zusammengeschoben wurde, blockiert werden, hält sie fest, dass es natürlich vorkomme, dass durch die Räumarbeiten Schneehaufen entstehen, da der Schneepflug den Schnee zur Seite schieben müsse. "Ich ersuche alle um Verständnis und bedanke mich auch bei jenen Menschen, die hier mitgeholfen haben."

Voll Lob und Dank für "sein" Winterdienst-Team und Feuerwehr ist auch der Trauner Bürgermeister Karl-Heinz Koll (VP).  Beschwerden, wie jene in Leonding, sind auch hier ein Thema. "Die Menge an Schnee ist einfach unglaublich", wirbt Koll um Verständnis und Geduld. Gleichzeitig übt er Kritik am Vorgehen mancher Bürger, die ihrem Unmut ungehalten Luft machen: "Es ist eine Frechheit, wenn die Mitarbeiter des Wirtschaftshofes und der Feuerwehr bei Einsätzen behindert oder angepöbelt werden. "

Letzteres kann Stiedl für Linz nicht ganz bestätigen. „Das Verständnis der Bevölkerung, dass wir nicht überall sein können, ist grundsätzlich da. Und wir haben in den vergangenen Tagen viel Lob von den Menschen bekommen.“

Bildergalerie: Die Schneefotos der OÖN-Leser

Die Schneefotos der OÖN-Leser
(Foto: Günther Aistleitner) Bild 1/105
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26  Kommentare
26  Kommentare
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betterthantherest (33.384 Kommentare)
am 05.12.2023 08:29

Hatte nicht die Ikone der österreichischen Klimaforscherin - Fr. Kromp-Kolb - Anfang der Nullerjahre nicht behauptet, dass Schifahren bis 1500 m Seehöhe schon ab 2020 nicht mehr möglich sein wird - weil dort kein Schnee mehr liegen bleibt.

Schon erstaunlich, dass nun im Jahr 2023 die Stadt Linz im Schnee versinkt - auf einer Seehöhe von nicht einmal 270 m.

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herst (12.740 Kommentare)
am 05.12.2023 09:47

Betterl, stell dir vor, in Österreich liegt zur Zeit nicht mal auf 4270m Seehöhe Schnee.

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hepra66 (3.792 Kommentare)
am 05.12.2023 18:08

Er ist beides.

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felixh (4.859 Kommentare)
am 05.12.2023 06:45

Was vor 15 Jahren funktioniert hat, funktioniert auch jetzt!!! Bitte keine Ausreden

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robertma (106 Kommentare)
am 04.12.2023 21:02

Schon komisch, wenn man sich freuen muss, dass man mal ein Lob bekommt, statt dass man beschimpft wird.

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herst (12.740 Kommentare)
am 04.12.2023 20:11

Den vielen Schnee einfriarn, im nächsten Hitzesommer samma froh für a bisschen Erfrischung.

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Natscho (3.582 Kommentare)
am 04.12.2023 19:48

Wichtig wäre, zumindest die Schneewände vor Zebrastreifen und Radüberfahrten zu entfernen.
An manchen Stellen brauchst eine Kletterausrüstung, um auf und über die Straße zu kommen

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camouflage (1.242 Kommentare)
am 05.12.2023 12:21

Bei dem Wetter fährt man eh nicht mit dem Fahrrad.
Außer man leidet unter zunehmenden Realitätsverlust.

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Natscho (3.582 Kommentare)
am 06.12.2023 09:00

Natürlich fahre ich mit dem Rad. Ich muss ja in die Arbeit.

In Finnland funktioniert das reibungslos

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Natscho (3.582 Kommentare)
am 06.12.2023 09:01

Außerdem gibt es Fußgänger und Menschen mit Beeinträchtigung auch. die sind aktuell eingesperrt

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observer (22.072 Kommentare)
am 04.12.2023 17:43

Ich verstehe, dass das nicht eine leichte Aufgabe ist. Aber es ist z.B. keine Lösung, wenn an Haltestellen der Öffis - insbesonders bei Bussen - der Schnee von der Fahrbahn wo aufgetürmt wird, dass man die Busse kaum betreten oder verlassen kann, ohne sich in grösste Sturzgefahr zu begeben, was besonders für ältere oder in der Bewegung eingeschränkte Menschen zutrifft. Oft können sie die das nicht aussuchen, einfach zu Hause zu bleiben, weil sie einen Termin beim Arzt oder im Krankenhaus haben. Bei der Haltestelle Turmstrasse der Linie 103 - der Endstation derselben, wo viele ein- oder aussteigen, war dies z.B. heute der Fall. Ähnlich war die Situation bei der Haltestelle der Linie 45 am Paula Scherleitner Weg, wo viele aussteigen, die einen Termin im Krankenhaus haben. Es ist wohl zu befürchten, dass diese Haufen weiter dort liegen bleiben, weil man an zuständiger Stelle glaubt, dass eh alle dort erledigt sei, was nicht der Fall ist. Ist aber nicht so, da gehört nachgearebeitet.

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transalp (9.848 Kommentare)
am 04.12.2023 15:31

Und wieder gibt es Personen die sich beschweren.
Haben die kein Hirn? Oder weigern die sich, es zu verwenden? Oder sind die nur egoistisch- nur "Ich, Ich Ich"??
.
Es muss doch klar sein, dass:
1.
Der Räumdienst nicht überall gleichzeitig sein kann.
2. Der Pflug den Schnee zur Seite schieben muss (wohin- bitte- den sonst) und es da kann es sein, dass private Ausfahrten Schnee abbekommen. Na und? Zur Schaufel greifen und weg ist der Schnee vor der Ausfahrt ..
.
Aber- wie gesagt, Jammerer und Beschwerden gibt es -leider- immer.
Den Einsatzkräften sei ein DANK ausgesprochen! 👍

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NeujahrsUNgluecksschweinchen (25.589 Kommentare)
am 04.12.2023 14:46

Ein ungleicher Kampf: Die städtischen Schneepflüge rauschen irgendwann mal tagsüber durch und räumen die rechtzeitig zuvor mit privater Anrainerverpflichtung geräumten Gehsteige wieder voll.
Zurückräumen in den Straßenraum ist verboten, Stadt streut Salz, der Private muss sich mit Kies und Sand begnügen.

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transalp (9.848 Kommentare)
am 04.12.2023 15:38

Na und, Schweinchen?
Haben Sie einen konstruktiven Vorschlag?
Oder wieder nur jammern??
WO soll der Schnee anders hin als zur Seite? Es muss ja schnell gehen.
Also: Selber zur Schaufel greifen und weg damit. Wenns sein muss auch zweimal.
Ich machte dies auch an diesem Wochenende. Mindestens 3x.. Bisschen schwitzen, na und? Nun ist die Strasse sowie die eigene Ausfahrt frei.

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Orlando2312 (22.165 Kommentare)
am 04.12.2023 20:53

"Selber zur Schaufel greifen und weg damit. "

Aber wohin? Vieles ist leicht gesagt aber schwer getan.

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robertma (106 Kommentare)
am 04.12.2023 21:01

Genau, bisschen schwitzen!!!
Andere müssen fürs Fitnessstudio bezahlen, das schaufeln ist sogar gratis!!! Ich mag die "Arbeit"!

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transalp (9.848 Kommentare)
am 05.12.2023 07:46

... und da dies als eine Ausbahmesituation gilt, müssen die Gehsteige entlang der Strasse derzeit nicht in voller Breite geräumt werden- ein schmaler Pfad genügt. Somit bleibt in der Regel noch genug Platz, in Abständen mehrere Haufen Schnee aufzutürmen. Wie bei uns.
Also es geht- wenn man es richtig macht.
Jammern bringt da nix.

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reibungslos (14.276 Kommentare)
am 04.12.2023 17:40

Auswandern dorthin, wo es nie schneit.

Dort gibt es vielleicht öfters Überschwemmungen. Aber Wasser braucht man nicht wegräumen.

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Orlando2312 (22.165 Kommentare)
am 04.12.2023 21:08

Da ist mir der Schneefall aber sogar noch lieber wie eine Überschwemmung.....

😁😁😁

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Automobil (2.076 Kommentare)
am 04.12.2023 14:19

Mei, die armen Stadinger.
Kaum schneit es mal ein paar cm mehr, geht gleich die Welt unter...

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Gugelbua (31.641 Kommentare)
am 04.12.2023 14:13

zu meiner Zeit hat man den Schnee einfach in die Donau gekippt😉

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Natscho (3.582 Kommentare)
am 04.12.2023 19:49

Da war die Umwelt halt auch noch wurscht

Im Mühlviertel gab es zb auch viele wilde Deponien, wo leute ihren Hausmüll oder sogar Sperrmüll entsorgt und dann zugeschüttet haben

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nixnutz (3.908 Kommentare)
am 04.12.2023 20:31

...und heutezutage schweineteuer ausgegraben und sonderentsorgt werden muss.

Weit übers Müvi hinaus.

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Franzlinger08 (5 Kommentare)
am 04.12.2023 21:23

Die Zeiten ändern sich!!
Denn seit vielen Jahren, müssen wir den Müll penibel (für einen Linzer nicht vorstellbar) trennen und im ASZ (Altstoffsammelzentrum) unter Aufsicht entsorgen! Dass heißt, die Mülltonne wird bei unserem 4 Personen Haushalt maximal 2 mal pro Jahr und dies kostenpflichtig geleert.

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Gugelbua (31.641 Kommentare)
am 05.12.2023 14:16

reiner Schnee❗ wo ist das Umweltproblem❓

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Natscho (3.582 Kommentare)
am 06.12.2023 09:02

Salz und Split, siehe Artikel

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