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Innviertler lieferte beste Doktorarbeit an JKU ab

BRAUNAU/LINZ. Derzeit bereitet sich Gerold Hölzl an der Universität Passau auf seine Habilitation vor.

33-jähriger Innviertler lieferte beste Doktorarbeit an Linzer Universität ab

Hölzl arbeitet nun als akademischer Rat an der Universität Passau. Bild: privat

Ein 33-jähriger Braunauer hat gute Chancen auf die bedeutendste Auszeichnung innerhalb der deutschsprachigen Informatik. Die Doktorarbeit des Braunauers Gerold Hölzl wurde als Beitrag der Universität Linz beim Dissertationspreis der Gesellschaft für Informatik eingereicht – ein deutlicher Hinweis auf die hervorragende Qualität der Arbeit des ehemaligen Schülers der HTL Braunau.

Der Einfluss von Hölzls Dissertation zeige sich auch in der Veröffentlichung von Fachartikeln in hochkarätigen wissenschaftlichen Fachzeitschriften sowie in der breiten Akzeptanz seiner Beiträge bei Konferenzen und Workshops.

Hochkomplexes Netzwerk

Die Freude bei Gerold Hölzl ist natürlich groß. Immerhin haben die entsprechenden Gremien der Johannes Kepler Universität seine Dissertation zur besten Doktorarbeit des Jahres 2015 im Bereich der Linzer Informatik bestimmt. Hölzl promovierte im Vorjahr mit Auszeichnung zum Thema "Zielorientierte Aktivitäts- und Kontexterkennung mit dynamisch variierenden Sensorensembles".

"Die Integration einer Vielzahl von Sensoren und intelligenten Geräten in ein kooperatives Netzwerk wird in Zukunft immer wichtiger. Es kann sich dabei entweder um am Körper zu tragende Systeme wie Smartphones und Smartwatches oder in der Umgebung angebrachte Systeme wie Beacons handeln." Die Vision sei, ein hochkomplexes intelligentes Netzwerk aus Milliarden von vernetzten Sensoren zu verwirklichen.

"Mit Hilfe der gewonnenen Informationen können dann technische Systeme lernen, menschliche Aktivitäten und ihre Bedeutung auf unterschiedlichster Ebene zu verstehen", so Hölzl, der erfolgreich in grundlagenorientierten und angewandten Projekten auf europäischer und nationaler Ebene forscht.

Liebhaber guten Essens

Die Schwerpunkte des Wissenschafters liegen auf den Themengebieten Eingebettete Intelligenz & Pervasive Computing, Aktivitäts- und Kontexterkennungssysteme, Maschinelles Lernen & Mustererkennung, Sensor-Netzwerke und Mobile Computing.

Seit August vergangenen Jahres arbeitet der 33-jährige Innviertler als akademischer Rat bei Univ.-Prof. Matthias Kranz an der Universität Passau, wo sich der Braunauer auch auf seine Habilitation vorbereitet.

Abseits der Forschungs- und Lehrtätigkeit ist Gerold Hölzl begeisterter Hobbyläufer und Biker, und er interessiert sich sehr für Wirtschaft und Politik sowie für die Natur, für Design, gutes Essen, Kochen und Wein. (ho)

 

Dissertationspreis ist mit 5000 Euro dotiert

In ihrem Schreiben an den Nominierungsausschuss für den Dissertationspreis streicht die Technisch-Naturwissenschaftliche Fakultät der Johannes-Kepler-Universität Linz die Besonderheiten von Dipl.-Ing. Dr. Gerold Hölzls Dissertation mit dem Titel „Goal Oriented Sensing in Pervasive Computing“ hervor. Sie zeichne sich durch einen neuen methodischen Ansatz im Gebiet der Kontext- und Aktivitätserkennung, basierend auf den mathematischen Methoden der Mustererkennung (Machine Learning) aus, und darüber hinaus mit erstmals in dieser Form erreichten, kontext-sensitiven Erkennungsraten.

5000 Euro: Der mit 5000 Euro dotierte Dissertationspreis ist einer der bedeutendsten Auszeichnungen. Getragen wird er von internationalen Fachgesellschaften. Jede Hochschule mit Promotionsrecht darf einen Vorschlag einreichen.

 

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Artikel 27. Juni 2016 - 00:04 Uhr
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