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Oberösterreich

Asylwerber bedrohte Sachbearbeiterin

06. August 2016 00:04 Uhr

Asylwerber bedrohte Sachbearbeiterin
Aufgang zum LDZ

LINZ/LANGENSTEIN/GOSAU. Amtsgebäude bekommt neues Sicherheitskonzept.

Schlägereien, Sachbeschädigung, Ruhestörungen und unerlaubte Abwesenheit: Ein 21-jähriger Asylwerber aus Afghanistan machte den Betreuern der Asylunterkunft in Langenstein (Bezirk Perg) das Leben schwer. Nachdem auch mehrere Gespräche mit dem jungen Flüchtling sein Verhalten nicht änderten, sollte er von Langenstein in eine andere Asylunterkunft nach Gosau (Bezirk Gmunden) verlegt werden.

Mit dieser Entscheidung der Behörden war der Afghane nicht glücklich. Wenige Tage später suchte er die Abteilung Grundversorgung im Landesdienstleistungszentrum (LDZ) im Linzer Bahnhofsviertel auf. Bei einer Sachbearbeiterin machte er seinem Ärger Luft. "Er hat gesagt, wenn wir seinem Wunsch, in Langenstein zu bleiben, nicht nachkommen, dann wird in Gosau etwas passieren", sagt Thomas Brandstetter, Sprecher von LDZ-Hausherr LH-Stv. Thomas Stelzer (VP). Auch die Sachbearbeiterin soll der Afghane direkt bedroht haben. Die Mitarbeiterin rief die Polizei. Die Streifenbeamten nahmen den jungen Mann kurzzeitig fest und verwiesen ihn des Amtsgebäudes. Einen bleibenden Eindruck hinterließen die Polizisten bei dem Flüchtling aber offenbar nicht. Nur einen Tag später saß er wieder im LDZ – neuerlich musste die Polizei anrücken.

Offenheit und Sicherheit

Diesen Vorfall nahm Stelzer nun zum Anlass, um ein neues Sicherheitskonzept für das LDZ erarbeiten zu lassen: "Wir werden gemeinsam mit der Landespolizeidirektion und dem Landesamt für Verfassungsschutz die notwendigen Schritte setzen, damit es nicht mehr zu gefährlichen Situationen für Landesbedienstete kommen wird", sagt Stelzer. Als ersten Schritt sollen nun alle behördlichen Anlaufstellen im Bereich der Grundversorgung räumlich zusammengefasst werden. Bisher waren diese Büros über mehrere Stockwerke in dem weitläufigen Gebäudekomplex verteilt.

Das neue Sicherheitskonzept wird ein Balanceakt, weiß Stelzer. Schließlich soll das LDZ den Bürgern auch weiterhin offenstehen: "Das LDZ wird weiterhin ein offenes Haus bleiben, aber der Schutz der Mitarbeiter hat oberste Priorität." (hip)

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