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Oberösterreich

200 Feuerwehrleute löschten Großbrand bei Müllentsorger

Von nachrichten.at   16. Juli 2019 14:24 Uhr

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Bild 1/20 Bildergalerie: Großbrand bei Müllentsorger im Innviertel

METTMACH. Stundenlang standen 19 Feuerwehren bei einem Großbrand in Mettmach (Bezirk Ried im Innkreis) im Einsatz. In der Lagerhalle eines Müllentsorgungsunternehmens war in der Nacht Feuer ausgebrochen. 

Gegen 3:30 Uhr ging der Alarm bei den umliegenden Feuerwehren ein. In der Halle, in der Altpapier-, Plastik- und Altstoffabfälle gelagert sind, war aus ein Brand ausgebrochen. Grund dafür dürfte Selbstentzündung des dort gelagerten Mülls gewesen sein. 19 Feuerwehren rückten an, es wurde Alarmstufe 3 ausgerufen. Stundenlang kämpften die Einsatzkräfte, rund 200 an der Zahl, gegen die meterhoch aus dem Gebäude lodernden Flammen. Am Vormittag konnte der Brand schließlich unter Kontrolle gebracht werden, die Nachlöscharbeiten dauerten am frühen Nachmittag noch an. Verletzt wurde niemand. 

"Die Halle brannte völlig nieder", sagte Ferdinand Holzner, Einsatzleiter von der Freiwilligen Feuerwehr Mettmach den OÖNachrichten. "Den Bürotrakt, der vor der Halle liegt, konnten wir retten". Er ging davon aus, in den Mittagsstunden mit den Aufräumarbeiten beginnen zu können. "Vermutlich werden wir noch bis zum Abend beschäftigt sein". 

Videoaufnahmen zeigen, wie schwer die Halle in Mitleidenschaft gezogen wurde: 

Auch der Kommandant der Stadtfeuerwehr Ried im Innkreis, Josef Leherbauer, war mit seiner Mannschaft im Einsatz. "Betroffen ist eine Halle mit einer Länge von rund 50 und einer Breite von rund 30 bis 40 Metern. Wir konnten nur noch von außen löschen. Die Halle ist zerstört", sagte er den OÖN am Vormittag. In der Halle waren Altstoffe wie Plastik gelagert, aber kein Gefahrengut. 

Für die Brandbekämpfung wurden die gesamten Löschwasservorräte der Firma – 800 Kubikmeter, aufgeteilt auf mehrere Behälter am Firmenareal – aufgebraucht. Zusätzlich wurden Leitungen zur Mettmacher Ache und zum Neundlinger Bach gelegt. "Wir haben rechtzeitig reagiert und waren nie ohne Wasser", so Einsatzleiter Holzner. Am frühen Nachmittag waren fünf Bauern mit Traktoren und Güllefässern im Einsatz, um die Container am Firmenareal wieder mit Wasser zu befüllen.

Müll dürfte sich selbst entzündet haben

Wie hoch der entstandene Sachschaden genau ist, ließ sich am Nachmittag noch nicht beziffern. Die Ermittlungen zur Brandursache laufen, so die Polizei. Die Ermittlung gingen davon aus, dass der Brand in der Mülllagerhalle seinen Ausgang genommen hat, so die Polizei am Nachmittag. Als Brandursache wird derzeit Selbstentzündung des abgelagerten Mülls angenommen. Es gab keine Hinweise auf Brandstiftung. 

Video: Einsatzleiter Florian Holzner im Interview

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