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Cupra: Gebremst wird nur beim Preis

Von Christoph Zöpfl, 02. Mai 2024, 21:34 Uhr
Cupra: Gebremst wird nur beim Preis
Wie wichtig der Formentor (re.) und der Leon für Cupra sind, zeigt die Überschrift der pompösen Präsentation der Modellpflege: "Weltpremiere" Bild: OÖN/Cupra

Mit dem "Remix" des Formentor und Leon geht die VW-Tochter in die Offensive

Die Licht- und Ton-Show dieser Präsentation hätte wohl auch zum kommenden Song Contest gepasst. Aber nicht in Malmö, sondern in Madrid präsentierte Cupra diese Woche zwei neu aufgelegte Hits aus einer inzwischen breit gefächerten Playlist. Das "Remix" von Formentor und Leon eröffnet eine Modelloffensive, mit der die spanische VW-Tochter in diesem Jahr in den Verkaufs-Charts weiter nach oben klettern will.

Design oder nicht sein – diese Frage stellte Cupra-Chef Wayne Griffiths zu Beginn der bombastischen Präsentation vor rund 500 Augen- und Ohrenzeugen in den spektakulären Innenhof des Palacio Cibeles. "Wir kopieren niemanden, wir wollen es nicht jedem recht machen. Wir dürfen alles, nur nicht langweilig sein", sagte der Engländer, der bei der VW-Tochter, nicht nur was das Design betrifft, eine neue (Formen-) Sprache vorangetrieben hat.

Cupra: Gebremst wird nur beim Preis
Schnellboot für die Firmen-Flotte: Cupra Leon Kombi Bild: OÖN/Cupra

Auch das konzernintern praktizierte Du-Wort oder der Sneaker-Jean-T-Shirt-Look der Cupra-Crew ist so ein Markenzeichen der Spanier, die nicht zufällig besonders bei der jüngeren Kundschaft gut in Fahrt gekommen ist. Das Durchschnittsalter der Cupra-Besitzer und -Besitzerinnen liegt bei rund 40 Jahren, da schauen die meisten Mitbewerber vergleichsweise recht alt aus.

Formentor und Leon kommen nach der Modellpflege folgerichtig recht jung und frech daher. Die Frontpartie beider Modelle wirkt mit der neuen Haifisch-Schnauze (im Cupra-Englisch: Shark-Nose) dynamischer, der Leuchtbalken am Heck mit dem Cupra-Logo in der Mitte ist ein bisschen "Bling-Bling", aber originell.

Bei der Motorenpalette zeigen sich die Spanier pragmatisch und servieren nach dem Motto "Sie wünschen, wir spielen" alles vom 150-PS-Diesel über Plug-in-Varianten mit rund 100 elektrischen Kilometern in der Batterie bis hin zum 333-PS-Kraftpaket. Die Spitzensportler in der Modellfamilie machen zwar Eindruck, aber kein Volumen. In Österreich wird "dank" NoVA-Malus für PS-starke Autos der Anteil der stärksten Varianten keine fünf Prozent erreichen.

Cupra: Gebremst wird nur beim Preis
Freche Formentor-Schnauze, im Cupra-Englisch: Shark-Nose Bild: OÖN/Cupra

Händler nur noch Vermittler

Apropos Österreich: Cupra hat in der Alpenrepublik im Vorjahr 7223 Autos verkauft, das entspricht einem Marktanteil von drei Prozent, den man heuer halten will. Nach Formentor und Leon nehmen im Herbst noch die neuen Modelle Tavascan und Terramar Fahrt auf.

Gebremst wird bei Cupra nur beim Preis. Aufgrund der Umstellung auf das Agentur-Modell (die Händler sind nur noch Vermittler, der Hersteller bestimmt als Verkäufer den Preis) sinken die Preise im Schnitt um elf bis 13 Prozent.

Den neuen Formentor gibt es ab 36.900 Euro, beim Leon ist man schon ab 34.300 Euro dabei. Die Kombiversion des Leon soll vor allem im Flottenverkauf Wellen schlagen.

Sowohl die Diesel- als auch die Hybrid-Version haben sich mit einem Fiskal-Bonus (1,5 statt zwei Prozent Sachbezug) hübsch gemacht.

"Die Leute haben das Feilschen satt"

Ab 7. Mai können der neue Cupra Formentor (ab 36.900 Euro) beziehungsweise der Leon (ab 34.300 Euro) bestellt werden, die Markteinführung ist Ende Juni geplant. Im Vorjahr wurden in Österreich 1796 Formentor neu zugelassen, die Leon-Baureihe (Kombi und Hatchback) brachte es auf 2075 Neuzulassungen. Die Umstellung des Vertriebs auf das Agenturmodell, das den Händler vom Verkäufer zum Vermittler macht, soll laut Porsche-Austria-Geschäftsführer Wolfgang Wurm – verantwortlich für Cupra, Seat und Skoda – eine Win-win-Situation sein: „Die Leute haben das Feilschen satt, die Kunden bekommen, egal wo sie in Österreich einen Cupra kaufen, denselben Preis.“ Dieser soll aufgrund des Umstieges des Vertriebssystems im Schnitt um mehr als zehn Prozent sinken.

Der Formentor startet in Österreich mit drei Motor-Varianten (150 PS Benzin, 272 PS Hybrid, 333 PS Benzin/Allrad), beim Leon kommen ein 150 PS Diesel und ein 300 PS starker Benziner dazu. Die Plug-in-Hybride (19,7 kWh-Batterie) haben eine elektrische Reichweite von etwas mehr als 100 Kilometern.

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Autor
Christoph Zöpfl
Leiter Sportredaktion
Christoph Zöpfl
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2  Kommentare
2  Kommentare
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Peter1983 (2.304 Kommentare)
am 03.05.2024 10:19

Ich finde speziell den Formentor sehr gelungen, wenngleich mir die alte "Schnauze" deutlich besser gefallen hat.

In 2-3 Jahren wird das ein sehr interessanter Gebrauchtwagen sein - zumal das Angebot riesig sein wird (gefühlt steht an jeder Ecke ein Formentor).

Hatte den Wagen vor kurzem als Leihauto von der Werkstatt - cooles Ding, wenngleich der Verbrauch (204 PS Hybrid) trotz moderater Fahrweise und einigen E-Kilometern doch sehr hoch war (8,4 Liter auf 100km).

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magicroy (2.788 Kommentare)
am 03.05.2024 08:15

Lässt sich der Plug-in-Hybrid mit dem größeren Akku noch an einer herkömmlichen Haushaltssteckdose laden? Beim (noch) aktuellen Modell ist das möglich.

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