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Burn-Out: Rudi Anschober nimmt Auszeit

LINZ. Voraussichtlich drei Monate lang wird Landesrat Rudi Anschober im Krankenstand sein. Dem Chef der oberösterreichischen Grünen wurde Burn-Out diagnostiziert.

Anschober

Rudi Anschober. Bild: Wakolbinger

Anschober wird daher in den nächsten drei Monaten in der Landesregierung - natürlich in enger Abstimmung mit seinem Büro-Team und dem Leitungsteam der oberösterreichischen Grünen - von einem anderen Regierungsmitglied des Koalitionspartners vertreten.

Anschober: "Schon in den vergangenen Monaten hatte ich deutliche Symptome, die sich auch durch eine bewusste Reduktion des Arbeitspensums während der letzten Wochen nicht besserten. Mein Erschöpfungszustand ist so massiv, dass die einzig zielführende Therapie eine absolute Schonung nötig macht. Nur so kann ich wieder ganz gesund werden und ab Jahresbeginn 2013 wieder mit voller Kraft und Einsatz für unser Land da sein."

Seit fast genau neun Jahren arbeitet Anschober, der die Grünen in Oberösterreich in den Landtag und in die Landesregierung geführt hat, als einziges grünes Regierungsmitglied und Teil einer schwarz-grünen Koalition in Oberösterreichs Landesregierung und nimmt damit eine Pionierrolle ein.

An der Spitze grüner Politik im Land OÖ wird in dieser Zeit ein erfahrenes Team stehen: die beiden Stellvertretern des Landessprechers, Ulrike Schwarz und Maria Wimmer, die Landesgeschäftsführerin der Grünen OÖ, Michaela Heinisch sowie der grüne Klubobmann Gottfried Hirz. Gemeinsam mit den Abgeordneten, Funktionären und Mitarbeitern der Grünen OÖ, des Grünen Klubs im OÖ. Landtag und des Landesrat-Büros werden sie die Kontinuität in grüner Arbeit und Politik sicherstellen.

 

 

Reaktion des Landeshauptmanns

"Mit großem Bedauern" reagiert Landeshauptmann Josef Pühringer (V) auf die Burnout-Erkrankung von Landesrat Rudolf Anschober: "Ich wünsche ihm rasche und vor allem vollständige Genesung, damit er nach der jetzt notwendigen Auszeit wieder seine Beiträge zur Weiterentwicklung unseres Landes leisten kann. Ich kenne Rudolf Anschober als eine Persönlichkeit, die mit ganzer Kraft und großem Einsatz in seinen Ressorts für unser Land arbeitet. Die Burnout-Diagnose erfordert aber jetzt, dass er seine Gesundheit in den Vordergrund stellt, um nach erfolgter Genesung wieder mit voller Kraft für unser Land arbeiten zu können. Rudolf Anschober hat in den neun Jahren, in denen er der Landesregierung angehört, vieles für unser Land geleistet. Der Bogen spannt sich dabei von einer zukunftsorientierten Energiepolitik über Gentechnikfreiheit und Klimaschutz bis hin zum Hochwasserschutz.

 

Reaktion des Landeshauptmann-Stv. Josef Ackerl

Der Sozialreferent in der oberösterreichischen Landesregierung, LH-Stv. Josef Ackerl (S) , zollt seinem in die kurzfristige Polit-Auszeit ausscheidenden Kollegen Rudi Anschober höchsten Respekt: "Es gehört viel Mut dazu, sich zu Burn-Out zu bekennen!" so Ackerl. "Das gilt gerade in der Spitzenpolitik, die manche Menschen mehr als unser Hobby denn als harten Brotberuf betrachten, und gilt vor allem in wirtschaftlich schwierigen Zeiten wie diesen, in denen der Druck auf alle Beschäftigten stetig zunimmt und sie zunehmend krank macht, aber Burn-Out immer noch von manchen Menschen verharmlost oder als Hirngespinst abgetan wird!"

 

Statement auf der Website von Rudi Anschober.

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Artikel nachrichten.at 20. September 2012 - 12:41 Uhr
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