Archiv | ePaper | Digital
 |  A A A
Mittwoch, 20. März 2019, 06:39 Uhr

Linz: 2°C Ort wählen »
 
Mittwoch, 20. März 2019, 06:39 Uhr mehr Wetter »
Startseite  > Kultur

Ein Mann, ein Hirn, tausend Pointen

Klaus Eckel feiert mit "Ich werde das Gefühl nicht los..." Premiere in Linz.

Ein Mann, ein Hirn, tausend Pointen

Pointenschleuder Eckel Bild: (Weihbold)

"Die g’scheiten Männer", so sagte Klaus Eckel am Ende der Oberösterreich-Premiere seines neuen Solo-Programms "Ich werde das Gefühl nicht los..." am Mittwochabend im Linzer Posthof, die würden ihre Frauen zu ihm ins Programm schicken. Denn wenn die sich dann wieder einmal beschweren, dass ihre Gatten nichts reden, könnten sie sagen: "Schau, und das wär’ die Alternative."

Denn aus Eckel sprudelt es nur so raus, er quasselt und philosophiert im Stakkato, mehr als einmal "überholt die Papp’n das Hirn", wie er sagt, doch die Zuhörer wollen bei dieser wunderbar lustigen Reise durch die Gefühlswelten unbedingt dabei sein, wenn sie nicht gerade japsen, weil Kopf und Körper des Herrn auf der Bühne gerade wieder einmal so wunderbar treffend die Absurditäten und Auswüchse unseres Lebens offenlegen. Halt das, was im Verschwommenen außerhalb des Displays passiert.

Die großen Gefühle, die Eckel so analysiert, drehen sich um dicke Autos und die Phänomene im Leben des modernen Menschen – einen Weber-Grill um 5000 Euro mit Lidl-Würstl um 1,20 Euro drauf, zum Beispiel.

Trump, Kickl und Gabalier finden genauso ihren Weg ins Programm wie die zahlreichen Freuden der Elternschaft – denn "Hunde riechen Angst, aber Kinder riechen es, wenn man’s eilig hat."

Was Eckel in seinem neuen Programm auf die Bühne knallt, das ist pfiffig, politisch, aktuell und vor allem lustig von der ersten bis zur letzten Sekunde.

Wenn der Wiener darüber sinniert, wie schade es sei, dass Menschen beim Essen keinen Orgasmus bekommen – "denn dann wüsste man, wann man fertig ist" –, dann sind das genau die Momente, in denen man sich wünscht, es würde noch ewig so weitergehen.

Fazit: Nach einem Abend mit Klaus Eckel wird man das Gefühl nicht los – dieses grinsende, gut amüsierte nach einem gelungenen Kabarettabend. Anschauen und mitlachen!

OÖ-Termine: 16. 3. Braunau, 27. 3. Marchtrenk, 28. 3. Steyr, 10.4. Freistadt, 11. 4. Traun, 12. 4. Aigen-Schlägl, 10. 5. Steyrermühl, 11. 5. Steyrermühl, 5. 6. Kürnberghalle, 24. 10. Pregarten

Kommentare anzeigen »
Artikel Julia Evers 15. März 2019 - 00:04 Uhr
Mehr Kultur

"Wenn ich Oberösterreicher höre, das bringt mich zu meinen Wurzeln zurück"

Der Song-Contest-Dritte will seinen musikalischen Erfolg mit einer neuen Single fortsetzen.

Die neue TVthek des ORF ist regionaler und persönlicher

ORF: Online-Chef Thomas Prantner erklärt das neue Angebot und welche Änderungen er im ORF-Gesetz erwartet.

Wenn Propheten nicht gehört werden wollen

Brucknerhaus: Konzert mit dem Orchestra della Toscana unter Daniele Rustioni.

Grazer Diagonale eröffnete mit Preis für Minichmayr

Mit der Verleihung des Großen Schauspielpreises an Birgit Minichmayr ist gestern das Filmfestival ...

theaternyx lädt zum Spaziergang durch Linz 2050

Wie lässt sich ein nachhaltiges und gerechtes Leben in der Stadt vorstellen? Wie wollen wir miteinander leben?
Meistgelesen   mehr »
Weitere Meldungen
OÖNachrichten auf Facebook OÖNachrichten auf Twitter OÖNachrichten auf Google+ OÖNachrichten RSS