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Zu ungeduldig zum Warten auf Antworten von Verlagen

Linzerin Jessica Winter ist für den Selbstverleger-Preis nominiert.

Zu ungeduldig zum Warten auf Antworten von Verlagen

Die 26-Jährige verkauft ihr Romandebüt über Amazon. Bild: Weihbold

Mit ihrem im August erschienenen Romandebüt "Bis du wieder atmen kannst" über Freundschaft und Vertrauen im Teenager-Alter macht die in Niederösterreich aufgewachsene Linzerin Jessica Winter Furore. Unter 1000 Einreichungen schaffte es die 26-Jährige, die als Sonderpädagogin arbeitet, bei dem mit 30.000 Euro dotierten Selbstverleger-Preis auf die Shortlist der besten fünf. Die Auszeichnung wird am 15. Oktober im Rahmen der Frankfurter Buchmesse vergeben.

 

OÖNachrichten: Warum haben Sie Ihren Roman selbst verlegt?

Jessica Winter: Ich habe den Text in fünf Monaten niedergeschrieben und ihn meine Eltern, meine Schwiegereltern und einige Blogger lesen lassen – alle haben mich darin bestärkt, dass ich ihn veröffentlichen soll. Ich war zu ungeduldig, um monatelang auf Antworten von Verlagen zu warten – vielleicht hätte ich gar keine Antwort bekommen. Ich hab’ mich dann fürs "self publishing" bei Amazon entschieden. Vielleicht hätte ich nach zwei, drei Ablehnungen bei Verlagen auch nicht mehr den Mut zur Veröffentlichung gehabt.

Wo kann man das Buch kaufen, und in welcher Auflage ist es erschienen?

Man kann es als E-Book downloaden – und die Stückzahl richtet sich bei der Plattform "createspace" nach den Käufern. Wer es bestellt, für den wird es gedruckt. Das Gute ist, dass ich sowohl beim Lektorat – bei mir hat das die Wienerin Antonia Barboric gemacht – als auch bei der Cover-Gestaltung alles selbst entscheiden kann.

Ihre Mutter ist US-Amerikanerin, Sie sind in Österreich geboren und zweisprachig aufgewachsen – in welcher Sprache denken Sie?

Meine gesprochene Muttersprache ist Englisch, in dieser Sprache denke ich auch. Meine geschriebene Muttersprache ist Deutsch.

Gibt es einen Autor, an dem Sie sich stilistisch orientieren?

Ich lese ausschließlich englische Bücher, insofern ist das sprachlich schwierig. Mir imponiert allerdings Colleen Hoover (ihr als Weihnachtsgeschenk für ihre Mutter geschriebenes Buch "Weil ich Layken liebe" wurde ein E-Book-Welterfolg, Anm.). Sie hat als No-Name begonnen, dann ein Buch nach dem anderen veröffentlicht und jetzt unterstützt mit ihrem damit verdienten Geld viele karitative Einrichtungen. Sie ist menschlich ein großes Vorbild.

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Artikel Peter Grubmüller 03. Oktober 2015 - 00:04 Uhr
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