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"Träume sind ein Antrieb"

Peter Lewys Preston hat viele Talente. Als Rachmaninow beweist der 26-Jährige derzeit in "Préludes" seine großartigen Fertigkeiten am Klavier.

"Träume sind ein Antrieb"

Peter Lewys Preston als Sergej Rachmaninow – derzeit im Stück "Préludes" in der Blackbox des Musiktheaters zu sehen Bild: Weihbold

Nach der gefeierten europäischen Erstaufführung von "Préludes" sind sich Fachleute wie Publikum einig: Das Linzer Musical-Ensemble ist ebenso vielseitig wie talentiert. Eine besondere Rolle nimmt Peter Lewys Preston ein: Der 26-Jährige, seit dieser Spielsaison Ensemblemitglied, spielt Rachmaninow auf der Bühne und am Klavier.

 

Herr Preston – Sie und Linz, wie kam das?

Linz hatte unter meinen Kollegen in Deutschland eine sehr gute Reputation. Viele wollten unbedingt da her. Als ich gerüchteweise gehört habe, dass man hier "Ghost" spielen wird, war für mich klar, dass ich vorsingen muss.

Das Musical-Ensemble im Landestheater hat einen hervorragenden Ruf. Was war Ihr erster Eindruck?

Wahnsinn, was für Kollegen ich hier habe. Die Leute sind nett und vor allem unglaublich talentiert. In meinem ersten Monat war ich eingeschüchtert, weil hier Vollprofis sind, deren Lebenslauf einen ganzen Roman ausfüllen könnte. Es ist toll, mit solchen Leuten zu arbeiten und von ihnen lernen zu können.

Talent ist aber auch Ihnen in mehrfacher Form gegeben. Unter anderem können Sie großartig Klavierspielen.

Ich komme aus dem musikalischen Feld und bin dann durch Zufall ins Schauspiel und Theater hineingeschlittert. Mit Klavier habe ich so mit fünf Jahren angefangen. Das hier ist noch einmal eine ganz andere Geschichte, weil ich mich bei Préludes nicht bloß auf mein Instrument konzentrieren kann, sondern auch als Darsteller auf der Bühne stehe.

Was fasziniert Sie an Rachmaninow?

Zur Vorbereitung habe ich mit verschiedenen Pianisten über Rachmaninow gesprochen. Die meistverbreitete Meinung war, dass seine Musik eine Schärfe und russische Kälte haben muss. Je mehr ich mich mit dem Material auseinandergesetzt habe, desto mehr empfand ich das Gegenteil. Es verbirgt sich viel Zerbrechlichkeit in seiner Musik. Die elegischen Melodien, deren Sehnsüchte eine wahrliche Dringlichkeit ausrufen. Die Musik schafft Welten, die sich jedem eröffnen, der sie hört.

Wohin soll Sie Ihre Karriere führen?

Träume sind ein Antrieb. Ich würde sehr gerne am Westend in London spielen, auch Film und Fernsehen reizt mich sehr. Generell halte ich mir alles offen, das Leben ist so unberechenbar und das ist das Schöne.

 

Peter Lewys Preston 

26 Jahre, seit 2016 Mitglied des Musical-Ensembles im Landestheater. Derzeit zu sehen als Rachmaninow in "Préludes" von Dave Malloy in der Blackbox des Musiktheaters.

Termine: 31. 1.; 3., 4., 7., 10., 11. 2., Karten-Tel.: 0800 218 000

Sehr empfehlenswert ist Peter Lewys Prestons CD "Reaching for Heaven"

Im Netz: peterlewyspreston.com

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Artikel Helmut Atteneder 27. Januar 2017 - 00:04 Uhr
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