Lade Inhalte...

Gesundheit

Zwei Kinder starben nach Gentherapie-Behandlung

13. August 2022 00:05 Uhr

Zwei Kinder sind nach einer Behandlung mit dem Gentherapie-Medikament Zolgensma von Novartis an akutem Leberversagen gestorben.

Das bestätigte der Pharmakonzern gestern in einer Stellungnahme. "Nach zwei Todesfällen in jüngster Zeit und in Übereinstimmung mit den Gesundheitsbehörden werden wir die Kennzeichnung aktualisieren, um darauf hinzuweisen, dass über tödliches akutes Leberversagen berichtet wurde", hieß es seitens des Konzerns.

Zolgensma ist zur Behandlung der spinalen Muskelatrophie zugelassen, einer seltenen Erbkrankheit, die in ihrer schwersten Form oft im Alter von zwei Jahren tödlich endet. Mit einem Preis von etwa zwei Millionen US-Dollar (1,93 Mio. Euro) ist Zolgensma auch die teuerste einmalige Therapie weltweit.

Wie es in der Mitteilung weiter heißt, "glauben wir fest an das insgesamt günstige Nutzen-Risiko-Profil von Zolgensma, mit dem bis heute weltweit mehr als 2.300 Patienten in klinischen Studien behandelt wurden". Akutes Leberversagen sei eine bekannte Nebenwirkung, über die nach der Behandlung mit Zolgensma berichtet wurde. Sie werde bereits in der Produktkennzeichnung hervorgehoben.

Die Todesfälle ereigneten sich in Russland und Kasachstan. Beide Patienten waren einige Wochen nach der Zolgensma-Therapie mit Steroiden behandelt worden, die zur Beherrschung von Sicherheitsrisiken eingesetzt werden. Es sind laut Novartis die ersten tödlichen Fälle von akutem Leberversagen im Rahmen der Therapie.

Zolgensma wurde im Mai 2019 in den USA zugelassen und ist damit erst die zweite Gentherapie für eine Erbkrankheit, die von der US-Arzneimittelbehörde FDA genehmigt wurde.

0  Kommentare 0  Kommentare