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Gesundheit

Vermehrtes Reisen macht Grippeviren wieder gefährlich

Von OÖN   25. Januar 2022 00:04 Uhr

Vermehrtes Reisen macht Grippeviren wieder gefährlich
Monika Redlberger-Fritz, Virologin, MedUni Wien

"Wir haben in Oberösterreich und in Wien wiederholte Influenza-Fälle", sagte Maria Paulke-Korinek vom Gesundheitsministerium bei der Vorstellung des neuesten österreichischen Impfplans. Die Grippeimpfung sei für alle empfohlen. Es stehe noch ausreichend Impfstoff zur Verfügung.

Was sich derzeit in Europa abspielt, haben die Experten des Zentrums für Virologie der MedUni Wien so zusammengefasst: "Albanien, Weißrussland, Georgien, Israel, Luxemburg, Norwegen, Nordmazedonien, Moldawien, Russland und Schweden melden Influenzavirus-Aktivität." Bei derzeit wieder weitgehend freiem Reiseverkehr habe die Influenza wieder leichteres Spiel.

Erkrankungswelle befürchtet

Die Virologin Monika Redlberger-Fritz (MedUni Wien) sagte dazu bereits im Herbst: "Die Influenza steht und fällt mit den Reiseaktivitäten. Sie ist ein ,reisendes Virus’. Alle Maßnahmen, welche Reisen einschränken, schränken auch die Verbreitung der Influenza ein." Das habe man auch bei den extrem harten Lockdowns in Ländern wie Australien gesehen.

Die vergangene Influenza-Saison (2020/2021) fiel wegen der Corona-Maßnahmen faktisch aus. Doch viele führende Experten in Europa warnen vor einer Erkrankungswelle, die sich heuer neben Covid-19 aufbauen könnte. Noch sei Zeit, sich dagegen mit einer Impfung schützen zu lassen.

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