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Bis 2030 in Österreich 15 Prozent mehr Krebskranke erwartet als 2022

Von nachrichten.at/apa, 25. Jänner 2024, 13:22 Uhr
Frau mit Reagenzglas Forschung Medizin Krebs Demenz
(Symbolbild)

WIEN. Bis zum Jahr 2030 wird die Zahl der Krebskranken in Österreich voraussichtlich auf 460.000 steigen.

"Das sind um 15 Prozent mehr als 2022", berichtete Statistik Austria-Generaldirektor Tobias Thomas am Donnerstag im Vorfeld des Weltkrebstags am 4. Februar. Bei vielen Arten wie bösartigen Tumoren im Magen, Darm, der Lunge bei Männern, Niere und Blase gehe das Erkrankungsrisiko laufend zurück, anders beim Prostatakrebs sowie beim Lungenkrebs von Frauen.

Prostatakrebs weise eine "massive Zunahme" auf, sagte Monika Hackl von Statistik Austria, Leiterin des Nationalen Krebsregisters, bei der Vorstellung des "Krebsreports 2023" am Donnerstag in Wien. Nach einem langjährigen Rückgang komme es seit 2015 zu einem starken Anstieg. Bei Lungenkrebs unter Frauen ist bereits seit Jahren eine Zunahme der Neuerkrankungen zu sehen.

Alter ein großer Risikofaktor

In Summe nimmt die Zahl der Krebsneuerkrankungen laut Statistik Austria von Jahr zu Jahr zu. Dies liege auch an der Alterung der Bevölkerung, denn Alter ist einer der größten Risikofaktoren. Bis 2030 dürfte die Zahl der Bevölkerung im Alter von 75 plus im Vergleich zu 2020 um 16 Prozent wachsen, bis 2040 um knapp 60 Prozent.

2022 wurde bei 20.683 Frauen und 24.081 Männern Krebs festgestellt. Die häufigsten Diagnosen waren bösartige Tumore der Brust bei Frauen (6.096 Fälle) und bösartige Tumore der Prostata bei Männern (7.000 Fälle), gefolgt von bösartigen Tumoren der Lunge (5.203 Fälle, beide Geschlechter) und bösartigen Tumoren des Dickdarms bzw. Enddarms (4.467 Fälle).

Brust- und Prostatakrebs

Auf Brustkrebs entfielen 2022 rund 30 Prozent der Neuerkrankungsfälle bei Frauen sowie 16 Prozent aller Krebssterbefälle. Damit war Brustkrebs bei Frauen auch die häufigste krebsbedingte Todesursache. Prostatakrebs machte ebenfalls knapp 30 Prozent aller 2022 neu diagnostizierten bösartigen Neubildungen bei Männern aus und war für etwa jeden achten Krebstodesfall (13 Prozent) bei Männern verantwortlich.

Während Brustkrebs bei Frauen im Zeitverlauf ein stabiles Erkrankungsrisiko aufweist und die Zunahme auf das Bevölkerungswachstum zurückzuführen ist, zeigt sich bei Prostatakrebs laut Statistik Austria ein differenzierteres Muster: Auf eine starke Zunahme zwischen 1993 und 2003 folgte ein starker Rückgang bis 2013. Seit 2015 kam es wieder zu einem Anstieg der Erkrankungsraten.

Lungenkrebs zweithäufigste Krebsart

Lungenkrebs stand 2022 mit 2.302 Fällen (elf Prozent) bei Frauen und 2.901 Fällen (zwölf Prozent) bei Männern jeweils an zweiter Stelle der Krebsneuerkrankungen. Mit etwa jedem fünften Krebssterbefall nahm Lungenkrebs bei Männern den ersten Rang unter den krebsbedingten Todesursachen ein (21 Prozent), bei Frauen stand er nun auch (knapp vor Brustkrebs) an erster Stelle (18 bzw. 16 Prozent). Nach einer starken Zunahme sei das Erkrankungsrisiko bei Frauen seit 2016 "relativ stabil", bei Männern ist es "seit Jahren rückläufig".

Die dritthäufigste Lokalisation bei den Neuerkrankungen 2022 war Dickdarmkrebs mit 2.028 Fällen (zehn Prozent) bei Frauen und 2.439 Fällen (zehn Prozent) bei Männern. Er war auch für knapp zehn Prozent der Krebssterbefälle verantwortlich. Das Risiko einer Darmkrebserkrankung ist für Frauen deutlich geringer als für Männer und sank in den vergangenen Jahren für Männer etwas stärker als für Frauen. Derselbe Rückgang sei auch bei den Mortalitätsraten sichtbar.

Lesen Sie mehr: Darmkrebs: Koloskopie kann Leben retten

Immer mehr Menschen leben mit Krebs

Das relative Fünf-Jahres-Überleben liegt in der Diagnoseperiode 2014 bis 2018 im Mittel bei rund 62 Prozent. "Das heißt, der Überlebensnachteil von Personen mit einer Krebserkrankung liegt im Vergleich zur Gesamtbevölkerung bei 38 Prozent", so Statistik Austria. Gute Prognosen haben vor allem Krebserkrankungen an Hoden, Schilddrüse und Prostata. Bösartige Tumore der Lunge, der Speiseröhre, der Leber und der Bauchspeicheldrüse haben hingegen eine schlechte bzw. sehr schlechte Prognose.

Im Zeitraum von 1983 bis 2022 wurden im Österreichischen Krebsregister rund 1,49 Millionen Krebsneuerkrankungen bei rund 1,37 Millionen Personen verzeichnet. Von diesen lebten zum Jahresende 2022 noch 402.805, 209.422 Frauen und 193.383 Männer. Bezogen auf die Gesamtbevölkerung machten an Krebs erkrankte Personen rund vier Prozent aus.

Die Krebsprävalenz, die Anzahl der mit Krebs lebenden Personen an einem bestimmten Stichtag, steigt seit Jahren. 2012 lebten 318.898 Menschen mit einer Krebsdiagnose in Österreich, das waren um etwa 84.000 weniger als 2022. Daraus ergab sich ein Anstieg der Prävalenz von um 26 Prozent (Frauen 25 Prozent und Männer 28 Prozent).

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15  Kommentare
15  Kommentare
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auslandoesterreicher (19 Kommentare)
am 28.01.2024 17:27

Ungluecklicherweise wird das moegliche und alleinig angewandte Behandlungs Spektrum von Pharma- und Medizin-Industrie dominiert, was heisst "cut poison burn", also nur Operationen , Chemotherapien und Bestrahlungen. Jegliche alternative Krebs Therapien werden systematisch unterdrueckt, deren Proponenten mundtot gemacht, die Mediziner Lizenz entzogen, oder besonders im Land der Freien (USA), schlicht und einfach aus dem Weg geraeumt!
www.chrisbeatcancer.com
www.thetruthaboutcancer.com. Das sind nur 2 links von vielen, die alternative Behandlungsmethoden aufzeigen. Schon mal was gehoert vom Wasser-fasten? David Wolfe nennt es Behandlung auf Gottes Operationstisch! www.davidwolfe.com

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Augustin65 (152 Kommentare)
am 25.01.2024 21:33

Die nächsten 20 Jahre werden entscheidend sein....

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betterthantherest (33.452 Kommentare)
am 25.01.2024 14:18

Leben die Menschen seit Corona deutlich ungesünder oder gibts andere Faktoren die Krebserkrankungen geradezu explodieren lassen?

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t.a.edison (2.454 Kommentare)
am 25.01.2024 14:31

Ersteres, andere Faktoren sind - obwohl schon bewiesen - reine Schwurbelei!

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t.a.edison (2.454 Kommentare)
am 25.01.2024 14:32

Ersteres - andere Faktoren sind - obwohl schon bewiesen - reine Schwurbelei - also Aluhutgedanken!

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Perspektivenwechsel (453 Kommentare)
am 25.01.2024 14:34

Wer lesen kann, ist klar im Vorteil. In diesem Artikel geht es nicht darum, wie sich die Zahlen seit Corona verändert haben!

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t.a.edison (2.454 Kommentare)
am 25.01.2024 14:37

Das ist richtig, sondern seit 2022 - klingelts?

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t.a.edison (2.454 Kommentare)
am 25.01.2024 14:39

Aber eine kleine Hilfe, Corona kam 2020, andere Faktoren seit Mitte 2021

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Perspektivenwechsel (453 Kommentare)
am 25.01.2024 19:17

„Seit 2015 kam es wieder zu einem Anstieg der Erkrankungsraten.“
Ohhh! Jetzt sollte es auch edison geschnallt haben!

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t.a.edison (2.454 Kommentare)
am 25.01.2024 19:52

Verstehe, manche lesen den gesamten Beitrag, manche halt nur einen Satz, muss man zur Kenntnis nehmen. Wahrscheinlich besteht bei jedem weiteren Satz Überforderung. Tja, man kann halt nicht alle retten.

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Perspektivenwechsel (453 Kommentare)
am 25.01.2024 21:10

Stimmt! Manche lesen Beiträge, andere interpretieren…

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MaxXI (493 Kommentare)
am 25.01.2024 15:25

Krebs ist teilweise genetisch bedingt, also Vorbelastungen in der Familie oder man hat das Pech das eine Zelle entartet, weiters muss man schon sehr ungesund leben, z.B. extremer Raucher oder Alkoholiker um ev. Krebs zu bekommen, muss aber nicht sein.
Aber es gibt immer wieder jene aus der Verschwörungsecke, die sofort einen Grund für diese Erkrankung parat haben.

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MaxXI (493 Kommentare)
am 25.01.2024 15:47

Faktor Atomkraftwerk

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Natscho (3.654 Kommentare)
am 25.01.2024 17:22

An irgendwas musst du sterben (Alterschwäche gibt es nicht)
Wenn du also Infektionen und Unfälle eleminierst, bleiben irgenwann nur mehr Krebserkrankungen übrig.

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DeaLi86 (1.704 Kommentare)
am 28.01.2024 09:29

Warum sollte es Altersschwäche ned geben? Oder war das Sarkasmus?

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