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Gesundheit

Die Pollensaison 2016 wird turbulent

11. März 2016 00:04 Uhr

Allergikern steht dieses Jahr ein regelrechtes "Auf und Ab" bevor, denn die Pollenbelastung schwankt durch das wechselhafte Wetter und die unbeständigen Temperaturen massiv.

Sprunghaft präsentiert sich heuer die Belastungslage für Allergiker, denn der Pollenflug schwankt durch die unbeständigen Temperaturen. "Der milde Winter hat die Saison früh eingeläutet, das wechselhafte Wetter bremste den Pollenflug wieder. Vertraut man den Wetterprognosen, dürften diese Schwankungen das ganze Jahr prägen. Das ist für Allergiker schwer zu verkraften", sagt Katharina Bastl vom Österreichischen Pollenwarndienst.

Die Pollenbelastung ergibt laut der Expertin im Jahr 2016 keine "schöne Kurve" mit einem langsamen Anstieg und einer konstanten Belastungszeit, stattdessen werde es intensive Spitzen geben, die sich mit weniger belastenden Pollenzeiten abwechseln. "Das Immunsystem kann sich auf diese Belastung schlechter einstellen." Spätestens Mitte März sollten Allergiker die Hausapotheke mit Nasenspray, Tabletten und Augentropfen aufgerüstet haben, denn um diese Zeit beginnt heuer die Esche zu blühen, rät die Expertin. Ihre Blüte wird allerdings weniger intensiv ausfallen als jene der Birke, die Allergikern ab Ende März das Leben schwer machen wird. Ende April tragen die Gräser dann ebenfalls ihren Beitrag zum Pollenflug bei. Ab Juli blühen Beifuß und Ragweed, letzterer sogar bis Oktober. "Die Zeit ohne Pollen in der Luft ist ohnehin nur mehr sehr kurz", sagte Bastl bei einem Pressegespräch in Wien.

Wann sollte man zum Arzt?

Oft schleppen sich Leute mit einer Allergie jahrelang herum, ehe sie einen Arzt aufsuchen und eine echte Diagnose erhalten. "Wenn ein Schnupfen länger dauert als eine Woche, dann ist es eine Allergie", stellte Reinhart Jarisch, Stellvertretender Leiter des Floridsdorfer Allergiezentrums (FAZ), klar und forderte Betroffene auf, bei ersten Symptomen einen Allergietest zu machen.

Laut Erika Jensen-Jarolim vom Institut für Pathophysiologie und Allergieforschung der Medizinischen Universität Wien werden die Diagnosemethoden immer besser. Vor allem die Neuheit der molekularen Allergiediagnose sei "beim Patienten angekommen" und habe eine "hohe Treffsicherheit". Jarisch empfahl Betroffenen neben Pollenfiltern außerdem Vermeidung durch "zu Hause bleiben" oder "nicht im Grünen" joggen" zu gehen.

In zweiter Instanz würden Antihistamin-Tabletten oder Cortisonsprays aus der Apotheke helfen. Zudem pries der Arzt die Allergie-Impfung an. Die Immunisierung dauere zwar lange, sei aber effizient. Und behandelt werden sollte eine Allergie auf jeden Fall, sonst könnte sie im schlimmsten Fall in einer Asthma-Erkrankung enden.

Uwe Berger, Leiter des Österreichischen Pollenwarndienstes, legte allen Allergikern außerdem die sogenannte Pollen-App nahe. Für die Nutzer gebe es sowohl einen Fragebogen, um festzustellen, ob man überhaupt Allergiker ist, sowie Pollenwarnungen und Berechnungen zur Tagesbelastung am persönlichen Standort. Zudem könne man mit der App nach geeigneten Ärzten suchen.

Mehr Informationen finden Betroffene online im Internet auf den Seiten www.pollenwarndienst.at und www.allergenvermeidung.org

 

Grafik: Pollenkalender

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