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Kultur

Landestheater: Drei Nestroy-Chancen

Von Peter Grubmüller 15. Oktober 2019 00:04 Uhr

Landestheater: Drei Nestroy-Chancen
Theresa Palfi und Alexander Julian Meile in "Kasimir und Karoline" (l.). Rechts: Clemens Berndorff, Eva-Maria Aichner, Horst Heiss in "Ernst ist das Leben" (Artner/2)

Regisseurin Andrea Breth wird mit dem Theaterpreis für ihr Lebenswerk ausgezeichnet

"Wenn Matthias Rippert in einigen Jahren mit wichtigen Regiepreisen ausgezeichnet sein wird, mag sich mancher daran erinnern, dass dieser stille Bühnen-Zauberer 2019 in Linz Oscar Wildes beißende Komödie "Ernst ist das Leben (Bunbury)" mit wunderbaren Einfällen zum feinen Spaß inszeniert hat." So eröffneten die OÖN am 4. Februar ihre Kritik von Ripperts feiner Arbeit am Linzer Landestheater. Und die Sache mit den Preisen dürfte noch schneller als erwartet gehen: Gestern wurde der 30-jährige Regisseur mit seiner Linzer Produktion in der Kategorie "Bester Nachwuchs männlich" für den Nestroy-Theaterpreis nominiert. Seine Mitbewerber sind Moritz Beichl mit seiner Inszenierung "Der Tag, an dem mein Großvater ein Held war" im Landestheater Niederösterreich und der Schauspieler Niklas Doddo mit seiner Rolle als Phil in "Die Mitte der Welt" (Theater der Jugend, Wien).

In der Kategorie "Bester Nachwuchs weiblich" darf Anna Rieser für ihre Rolle der Grace in Lars von Triers "Dogville" (Regie: Stephan Suschke) mit dem Nestroy spekulieren. Die 30-jährige Salzburgerin, die das Ensemble des Linzer Landestheaters seit der Spielzeit 2016/17 bereichert, konkurriert um die Auszeichnung mit Regisseurin Pinar Karabulut ("Endstation Sehnsucht", Volkstheater) und Dramatikerin Enis Maci ("Autos", Schauspielhaus Wien). "Diese Nominierung ist auch deshalb unglaublich, weil ich unter den Kandidatinnen die einzige Schauspielerin bin", sagt Rieser im Gespräch mit den OÖN. Die 30-Jährige fühle sich in Linz gefordert wie gefördert – "darüber hinaus ist das Schauspiel-Ensemble im vergangenen Jahr toll zusammengewachsen."

Lietzows "Kasimir und Karoline"

Die dritte Chance auf einen Nestroy ermöglicht dem Landestheater Regisseurin Susanne Lietzow mit ihrer Inszenierung von Ödön von Horváths "Kasimir und Karoline". Die Produktion geht neben "Die Revolution frisst ihre Kinder" (Schauspielhaus Graz) und "Vor Sonnenaufgang" (Stadttheater Klagenfurt) ins Rennen um die beste Bundesländer-Aufführung.

Die Preisverleihung findet am 24. November im Theater an der Wien statt. Bei dieser Gala wird obendrein Regisseurin Andrea Breth für ihr Lebenswerk ausgezeichnet. Zum besten Stück wurde bereits jetzt "Hass-Triptychon – Wege aus der Krise" von Sibylle Berg in der Koproduktion der Wiener Festwochen und des Maxim Gorki Theaters Berlin bestimmt. Als "beste Schauspielerin" stehen Anna Drexler, Steffi Krautz, Caroline Peters, Maja Schöne und Andrea Wenzl zur Wahl, auf einen Nestroy in der Kategorie "bester Schauspieler" hoffen Benny Claessens, Lukas Holzhausen, Jörg Pohl, Steven Scharf und Johannes Silberschneider. Insgesamt werden Nestroys in zwölf Kategorien vergeben.

Für den Nestroy-ORF-III-Publikumspreis stehen fünf Schauspielerinnen und fünf Schauspieler zur Wahl: Ruth Brauer-Kvam, Thomas Frank, Pauline Knof, Johannes Krisch, Lucy McEvil, Birgit Minichmayr, Tobias Moretti, Caroline Peters, Bernhard Schir und Peter Simonischek. Die Abstimmung läuft von 11. bis 23. November auf tv.orf.at

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