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OÖN-Filmkritik

"Das perfekte Geheimnis": Elyas M’Bareks Lügen enthüllt

02. November 2019 00:04 Uhr

Elyas M’Bareks Lügen enthüllt
Wenn die Liebste mitlesen kann.

Das perfekte Geheimnis: Amüsante Tragikomödie über digitale Zeiten.

Alle Handys auf den Tisch. Chatnachrichten, E-Mails, Telefonanrufe, alles ist ab sofort öffentlich. Für die meisten vermutlich eine Horrorvorstellung. Um diesen Albtraum geht es in der aktuellen Tragikomödie "Das perfekte Geheimnis". Mit dabei sind prominente Schauspieler wie Elyas M’Barek, Jella Haase, Karoline Herfurth oder Florian David Fitz. Regie führte Bora Dagtekin, der schon in "Türkisch für Anfänger" und der "Fack ju Göhte"-Trilogie ein Händchen für Vergnügliches bewies.

Los geht es im vorigen Jahrtausend, zu weitgehend analogen Zeiten. Buben im Vorschulalter haben die "perfetti gang" gegründet, die perfekte Bande. Eine Freundschaft mit Blutsbruderschaft, die nach mehr als 20 Jahren noch hält. Rocco (Wotan Wilke Möhring) und Eva (Jessica Schwarz) haben alle zum Abendessen eingeladen. Da sitzen sie nun, in den Dreißigern, samt Freundin oder Ehefrau.

Ein Abend mit Wein, mehr oder weniger gelungenem Essen und viel Spaß – bis einer ein Spiel vorschlägt. Schnell heißt es: Handys auf den Tisch, jede Nachricht wird vorgelesen, jeder Anruf auf laut gestellt. Trotz mancher Klischees ist "Das perfekte Geheimnis" ein ordentlicher Film mit überraschenden Wendungen. Schnell hat man das Gefühl, selbst am Tisch zu sitzen. Die Dialoge fliegen hin und her, peinliche Geschichten werden erzählt, dreckige Witze gerissen.

Dagtekins Drehbuch punktet mit Wortwitz und viel Situationskomik. Die Schauspieler haben sichtlich Spaß. Nur die Figur von Jessica Schwarz hätte mehr Konturen vertragen. Am Ende bleibt die Frage, ob es das perfekte Geheimnis überhaupt gibt. Und ob es nicht doch besser wäre, manche Dinge für sich zu behalten. (apa)

"Das perfekte Geheimnis": D 2019 118 Min., Regie: Bora Dagtekin

OÖN Bewertung:

 

Der Trailer zum Film:

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