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OÖN-Filmkritik

„Der Kinoleinwandgeher“: Mit viel Augenzwinkern

20. März 2010 00:04 Uhr

Mit viel Augenzwinkern
Josef Winkler

„Der Kinoleinwandgeher“: (Ö 2009; 85 Min.); Regie: Michael Pfeifenberger (Moviemento)

OÖN Bewertung:

Es ist ein cineastisches Kleinod, dieses von Michael Pfeifenberger behutsam gestaltete Porträt über den Kärntner Autor Josef Winkler. Der steigt anfangs aus der Kinoleinwand, wo gerade Winnetou in den Armen von Old Shatterhand stirbt – beobachtet von seinem eigenen Sohn, der den Vater als Buben spielt.

Eine Montage aus Gedanken, Büchern, Zitaten von Winkler – vorgetragen mit der sonoren Stimme von Peter Patzak. Die Schauplätze werden verwoben: das heimatliche Drautal, Mexiko, Indien. Dabei entstehen auch beeindruckende Länder-Impressionen, wobei es immer um die Themen Kirche, Sterben, Tod und Homosexualität geht – Augenzwinkern inklusive. Am Ende spielt eine Mariachi-Band eine Hommage an den „Freund Josef Winkler“: wunderbar!

„Wenn mich im Kärntner Drautal nicht so viele Menschen verachten und hassen würden, hätte ich mir längst schon den Garaus gemacht, aber denen den Gefallen tun?“ Na eben! (sin)

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