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Was heißt schon sicher

Von Von Peter Grubmüller, 24. April 2010, 00:04 Uhr
Was heißt schon sicher
Der KUPF-Innovationstopf kürt zwölf Projekte zum Thema Sicherheit. Bild: KUPF

Der Innovationstopf der Kulturplattform Oberösterreich (KUPF) investiert seit 1995 in kreative Projekte zu akuten Problemstellungen. Heuer wurden 90.000 Euro für die ausgezeichneten Beteiligungen am Thema „Mit Sicherheit?“ ausgeschüttet.

Sicherheit ist nichts Konkretes. In den Reden von Wahlkämpfern steigert sich der vage Gesellschaftsbegriff trotzdem zur Zauberformel, die imstande ist, auch bisher unbekannte Ängste aufzuwecken. Der KUPF-Innovationstopf lud dazu ein, die Notwendigkeit neuer Sicherheitssysteme zu beleuchten.

Einreichschluss war am 8. Februar, danach beriet die fünfköpfige Jury (Juliane Alton, Caroline Asen, Belinda Kazeem, Erich Möchel, Thomas Rammerstorfer) öffentlich und transparent, weil sich die KUPF stets bemüht, eigene Forderungen selbst einzulösen. Zwölf Projekte (von 30 insgesamt) wurden nun prämiert, sie tragen Namen, wie „CamCatWalk“, „Watchdogwatcher“, „Terrorist Tamagotchi“, „Garstner HochUnsicherheitsmatch“ oder „Die Betriebiclowns: Denn vor dem Spaß ist niemand sicher“.

Ihre gemeinsame Botschaft ist, dass die aufgebrummte „Sicherheit“ längst hinter jeder Ecke lauert – etwa personifiziert durch die Stadtwachen in Linz und Wels, deren Auswirkungen auf die Bevölkerung „Watchdogwatcher“ (Kritische Plattform Stadtwache Linz) hinterfragt und diskutiert.

„Terrorist Tamagotchi“ (servus.at) spürt Bedrohungen und Sicherheitsbedürfnisse anhand eines Facebookspiels auf. Es geht darum, Punkte zu sammeln, um am Ende dem Innenministerium (Spieler mit dieser Rolle) zu einer besseren Überwachungstechnologie zu verhelfen.

Der „CamCatWalk“ (Kollektiv Helletzgruber) erinnert an die Linzer Demonstration vom 1. Mai 2009, bei der es zu Raufereien zwischen Polizei und Aktivisten kam. Mit einem Laufsteg am diesjährigen 1. Mai im Linzer Volksgarten (ab 9.30 Uhr), auf dem Menschen mit datenschutzrelevanten Modekreationen und Verkleidungen promenieren (jeder ist willkommen), werden Vermummungsverbot und Gewalteskalation kritisiert.

Das außergewöhnliche Fußballspiel beim „Garstner HochUnsicherheitsmatch“ behandelt Gerüchte, Vermutungen oder Restrisikos – auf einem Fußballfeld mit fünf Sicherheitszonen. Interaktionen des Publikums dirigieren das Spiel. Niemand weiß, welche Aktionen gesetzt werden, Unsicherheit grassiert.

Alle anderen Projekte, Termine und Infos unter: www.kupf.at

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4  Kommentare
4  Kommentare
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thehypercritics (892 Kommentare)
am 28.04.2010 00:21

Es war keine Rauferei zwischen zwei Streitparteien, sondern ein Überfall von zuschlagenden Polizisten auf sich nicht wehrende Demonstranten!

http://www.youtube.com/watch?v=tSGQwAmAgM0

Oder war das letzens in Baden auch eine Rauferei zwischen einem älteren Ehepaar und einem geistig verwirrten Schläger?????????

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stoeffoe (10.776 Kommentare)
am 28.04.2010 08:39

... auf sich nicht wehrende Demonstranten."

Huch!
Nicht mal gewehrt haben sie sich!
Da haben die Prügelbullen wohl so heftig dreingeschlagen, dass sie auch den einen und anderen Kameraden erwischt haben...

Ob sich aber nicht vielleicht die Demonstranten zuerst 'gewehrt' haben?
Es liegt natürlich im Auge des Betrachters, was 'wehren' ist.
Und es haben ja immer die anderen angefangen.
Da wird's in der von maßlosen Übertreibungen und einseitiger Darstellung geprägten öffentlichen Diskussion nie einen gemeinsamen Nenner geben.

Der Umstand, dass die Polizei sich vorgenommen hat, diesmal früher mit dem Filmen anzufangen (oho!), deutet jedenfalls darauf hin, dass auch schon vor diesem (den allumfassenden Beweis liefernden?) Video "was war".

Hoffentlich haben die Demonstranten sich nicht vorgenommen, sich heuer noch früher zu 'wehren' ...

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thehypercritics (892 Kommentare)
am 28.04.2010 12:09

was macht dich eigentlich zu so einem hassverzerrter hetzer gegen bürgerrechte?

die polizei hat am 1.mai 2009 mist gebaut. warum kannst du dass nicht verstehen? und warum spielst du dich zum verteidiger brutaler polizeiwillkür auf?

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stoeffoe (10.776 Kommentare)
am 28.04.2010 13:57

Hasserfüllter Hetzer?

Hättest du mich nicht mit Namen angesprochen, ich hätte mich nicht angesprochen gefühlt.

Ich glaub du verwechselst mich!
Geh klär mich doch bitte auf, was in meinen Aussagen du als hasserfüllt empfindest!
Und was als Hetze.
Ein bisserl Ironieverständnis kann übrigens helfen...

Und solange du Ausdrücke wie "brutale Polizeiwillkür" gebrauchst kannst du mir mit Verlaub den Buckel runterrutschen von wegen 'hasserfüllter Hetzer' ...

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