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Mutig, modern, sieben Tage die Woche offen

Das Ehepaar Schöllbauer erfand den Donauhof in Mauthausen neu

Bild:

Dieser "Paarlauf" hat nicht nur kulinarische Konsequenzen. Denn den seit Juli 2018 offenen, "neuen" Donauhof in Mauthausen zu übersehen, ist in jeder Hinsicht unmöglich. Das Gastro-Ehepaar Alexandra und Heimo Schöllbauer hat sich in dritter Generation getraut, das seit 1898 bestehende Traditions-Gasthaus auf ultramodern zu bürsten. Die neuen Hotelzimmer erfreuen mit bodentiefen Fenstern und umwerfendem Donaublick.

Die kulinarische Gesamtwetterlage blieb bewährt gleich. Das gilt auch für die rustikal geprägten, ebenerdigen Gasträume, damit sich Stammgäste weiter heimisch fühlen. Im ersten Stock im neuen Speisesaal geht’s hingegen trendiger zu.

In der Küche führt Alexandra Schöllbauer das Regiment. Es gibt eine Speisekarte, die nicht von der Stange ist. Das heißt wechselnde Tagesgerichte, viel Regionales und sehr wenig aus der Tiefkühltruhe. Offen halten sie, auch dem Hotel und dem Neubau sei Dank, sieben Tage die Woche. "Wir probieren das ein Jahr lang", sagt gut gelaunt Heimo Schöllbauer, der trotz ziemlich großer Investition ziemlich gelassen scheint.

Die Kürbiscremesuppe (4,20 Euro) besteht feinsämig und nicht zu oberslastig mit Bravour.
Optisch gefällig wird sie in einer großen Tasse serviert. Dazu passt ein wohltemperiertes Achtel Welschriesling von Sabathi aus der Steiermark (3 Euro), das "natürlich" mit einem Glas
Leitungswasser serviert wird.

Dann mussten es die Donauhof-Hitspeisen sein. Meistbestellt ist der Donauhofsalat (10,50 Euro). Das Standardgericht Salatplatte mit gegrillten Puten- und Hühnerstreifen wird in einer Backteig-Schüssel serviert. Die opulente Optik hält mit dem Gaumenspiel mit. Fünf frische, selbst gemachte Salate (Erdäpfel, Rettich, Tomaten, Gurken, Eisberg) kommen hübsch dekoriert daher. Der eine oder andere könnte sich vielleicht etwas mehr Dressing wünschen...

Dass das griechische Cordon bleu (13,90 Euro), gefüllt mit Feta und Schinken und von selbst gemachtem Pesto gekrönt, der zweite "Hit" im Donauhof ist, wird beim ersten Bissen klar.
Standardmäßig sind Pommes dabei, was man ja ändern kann.

Die Frau Chef hat "ganz frisch" Somlauer Nockerl (6,90 Euro) gemacht. Diese Verführung aus Biskuit, Nüssen, ein wenig "Geist", Schlagobers und Schokosauce sticht jedes Tiramisu aus.

Fazit: Hier im Donauhof sind keine Schalterbeamten des Genusses tätig, sondern Gastronomen mit Herz, Hirn, einem Schuss Kreativität und vielen guten Rezepten.

*****

OÖN-Bewertung: fünf von sechs Kochlöffeln
Anmerkung: Hier kann auch geschlafen werden. Denn der Donauhof ist auch ein Hotel mit 30 (neuen) Zimmern.

Infos zum Lokal

Donauhof
Promenade 30, 4310 Mauthausen
Tel. 07238/2183
Kein Ruhetag!

 

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Artikel Karin Haas 14. September 2018 - 00:04 Uhr
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