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Die"Kreativhöhle" von Conny Wolf

HAIDERSHOFEN. Die Oups-Erfinderin genießt die hellen, großzügigen Räume, wo Ideen fließen können

Die"Kreativhöhle" von Conny Wolf

In der obersten Etage des dreistöckigen Mietshauses hat sich die Künstlerin ihr Atelier eingerichtet. Bild: Alexander Schwarzl

Der Weg zu Conny Wolf war gar nicht so leicht zu finden. Etwas versteckt, am Ende einer Sackgasse, hoch über Haidershofen, unweit der Grenze zu Oberösterreich und Steyr, hat die gebürtige Münchnerin gemeinsam mit ihrem Ehemann Lutz ein großzügiges Haus gemietet.

Auf drei Stockwerken und rund 230 Quadratmetern Wohnfläche genießen die beiden Selbstständigen den Luxus, Arbeit und Freizeit unter einem Dach zu vereinen. Vor etwas mehr als drei Jahren hat das Ehepaar Connys 70 Quadratmeter großes Atelier, die Praxis für komplementäre Methoden von Lutz und den Haushalt des damaligen Domizils in Ried im Innkreis inklusive zweier Autos und zweier Motorräder nach Haidershofen übersiedelt.

"Hier hat es für uns perfekt gepasst. Das Haus war fast komplett eingerichtet, sodass wir wirklich nur unsere Sachen packen und hierher kommen mussten", sagt die freischaffende Illustratorin. "Vieles ist vom Besitzer bestens durchdacht. Ich liebe die Annehmlichkeiten wie das Saugsystem und den Wäscheschacht für das ganze Haus, die große Vorratskammer und den praktischen Abstellraum direkt neben der Küche. Der Garten hat eine praktische, pflegeleichte Größe, das erleichtert die Arbeit", sagt die 55-Jährige. In den großzügig angelegten, lichtdurchfluteten Räumen des Zuhauses haben die Künstlerin und ihr Ehemann ein wahres Paradies gefunden.

Das dreistöckige Mietshaus thront oberhalb des idyllischen niederösterreichischen Örtchens und bietet freie Sicht auf das umliegende Land. "Die Haidershofener Sonnenuntergänge sind die allerschönsten", sagt die Hausherrin.

Erleuchtetes Atelier

Schon beim Betreten des Untergeschoßes spürt man förmlich die Luft zum Atmen und eine ganz eigene Energie, die das Haus durchströmt. Oups-Puppen, bunte Bilder sowie unzählige Engelsfiguren, die das Heim liebevoll schmücken, vermitteln ein behagliches Gefühl.

"Viele der Skulpturen sind Geschenke oder finden sonst irgendwie den Weg zu mir", sagt Conny Wolf. In ihrem Buch "Engel haben immer Zeit" beschreibt die Zeichnerin ihre ganz eigene Beziehung zu den Lichtwesen, die sich hier beinahe wirklich vermuten lassen.

Herzstück des Hauses ist der Schaffensraum der Zeichnerin in der obersten Etage. Zwei große Dachfenster erleuchten geradewegs das Atelier der Künstlerin. Hier herrscht ein buntes, kreatives Chaos. Neben Arbeitsblättern und den Skizzen zu ihrer Comic-Figur "Stineliese" zieren unterschiedliche farbenfrohe Accessoires den lebendigen Arbeitsraum.

Eine besonders bunte Uhr am Fensterbrett sticht ins Auge. Diese ist ein persönliches Lieblingsstück, erzählt Conny Wolf: "Das ist das Hochzeitsgeschenk eines lieben Mädchens, das ich als Dreijährige kennengelernt habe. Wir waren in Ried Nachbarn, und ihrer Neugierde und Hartnäckigkeit ist es zu verdanken, dass wir nach dem Tod meiner Mutter im Jahr 2003 Freundinnen wurden. Als sich Lutz und ich zwei Jahre später das Ja-Wort gaben, habe ich sie und ihre Familie zur Hochzeit eingeladen. Die bunte Uhr war Esras Geschenk an uns."

Österreichische Gemütlichkeit

Einen Stock unter dem Atelier liegt das lichtdurchflutete Wohn-Esszimmer, welches an die moderne maßgeschneiderte Küche grenzt. Während im Essbereich ein großer gemütlicher Holztisch, von dem man einen schönen Blick auf den gepflegten Garten hat, dominiert, ist es die große "Lümmelecke" im Wohnbereich, die sofort auffällt.

"Ich liebe unser riesiges Sofa. Ich genieße es sehr, beim Musikhören oder Fernsehen liegen und knotzen zu können. Diese herrliche Gemütlichkeit habe ich von den Österreichern gelernt", sagt die gebürtige Deutsche.

 

Zur Person

Geboren und aufgewachsen ist Conny Wolf in Bayern.

Seit 1993 lebt und arbeitet sie als freischaffende Künstlerin in Österreich.

Neben „Stineliese“ und farbenfrohen Engelwesen ist sie die Urheberin des Cartoons „Oups“, auf dessen Rechte sie nach dem Aus des einst gegründeten Verlags 2011 verzichtete.

 

Nachgefragt

Wo ist Ihr Lieblingsplatz? Unter dem Dachliegefenster im Atelier. Wenn ich male, geht es mir einfach gut.

Immer im Kühlschrank? Dunkles Bier! Ich bin leidenschaftliche Biertrinkerin.

Derzeit am Nachtkasterl? Das Buch „Der Rosie-Effekt“ von Graeme Simsion. Ein echter Knaller!

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Artikel Daniela Ullrich 20. August 2016 - 00:04 Uhr
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