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Energieversorger fordern mehr Tempo bei der Energiewende

Von OÖN, 11. Juli 2024, 05:15 Uhr
Energieversorger fordern mehr Tempo bei der Energiewende
Michael Strugl, Verbund-Chef und Präsident von Oesterreichs Energie Bild: VOLKER WEIHBOLD

WIEN. "Zukunftspakt für Österreich": Branchenvertreter werben für Unterstützung durch Politik, Verwaltung und Bevölkerung

Ein klares Bekenntnis zur Energiewende und mehr Tempo bei den dafür notwendigen Entscheidungen: Das fordert die heimische Energiewirtschaft von der nächsten Regierung. Dazu nötig sei ein parteiübergreifender Schulterschluss, sagte Verbund-Chef Michael Strugl am Mittwoch. Strugl ist auch Präsident des Verbandes Oesterreichs Energie.

Das Ziel, Österreich energiepolitisch neu und unabhängiger aufzustellen, müsse außer Streit stehen. Die durch den Ukraine-Krieg stark gestiegenen Energiepreise hätten gezeigt, dass Österreichs Energieversorgung nicht nur aus Gründen des Klimaschutzes und der Versorgungssicherheit, sondern auch aus wirtschaftlichen Gründen auf eigene Beine gestellt werden müsse.

OÖNplus Wirtschaft

Wirtschafts-Kommentar: Was wir wollen

Alexander Zens

Energieprojekte nicht weiter verzögern

von Alexander Zens

Wenn Österreich seine Klima- und Energieziele erreichen wolle, müsse zudem alles elektrifiziert werden, was elektrifiziert werden könne. Dies erfordere eine Verdoppelung der Stromerzeugung und eine Verdreifachung der Leistung bis 2040, sagte Barbara Schmidt, die Generalsekretärin von Oesterreichs Energie. Die E-Wirtschaft schürte ein "Zukunftspaket für Österreich", das einige Forderungen enthält und mit dem die Branchenvertreter für eine Unterstützung durch Politik, Verwaltung und Bevölkerung werben. Von der nächsten Regierung wünschen sich die Branchenvertreter eine Bündelung der Zuständigkeiten in einem "Transformationsministerium". Weiters drängt die Branche auf ein Erneuerbaren-Ausbau-Beschleunigungsgesetz sowie weitere regulatorische Rahmenbedingungen wie die Umsetzung des EU-Gasmarktpakets. Zudem verlangen die Branchenvertreter Rechtssicherheit bei Preisanpassungen in Stromlieferverträgen. Darüber hinaus fordert die E-Wirtschaft klare Vorgaben für die Ausweisung von geeigneten Flächen und Zonen in den einzelnen Bundesländern, eine klare Strategie für die zukünftige Nutzung von Wasserstoff, Anreize für den Netzausbau, mehr Tempo bei Genehmigungen und Verfahren sowie einen langfristigen Plan, um die Sicherheit der Systeme aufrechtzuerhalten.

"Wir werden weiter investieren"

Auch die E-Wirtschaft will ihren Beitrag leisten: "Wir werden weiter investieren, wir werden weiter bauen, wir werden Anlagen bauen, wir werden Leitungen bauen, wir werden weiter an innovativen Projekten arbeiten", so Strugl.

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9  Kommentare
9  Kommentare
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Zuagroasta (13 Kommentare)
am 11.07.2024 15:41

Habe eher erlebt dass die Energieversorger am Bremsen sind.

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analysis (3.778 Kommentare)
am 11.07.2024 11:38

Ein fähiger und verantwortungsvoller Bundeskanzler hätte dem Verbund-CEO (nach Wien entsorgter Ex-ÖVP-LR) in einem vertraulichen Gespräch mitgeteilt, dass in Österreich die Strompreise nicht von der Leipziger Spekulations-Börse bestimmt werden, sondern entsprechend den Erzeugungskosten bedeutend darunter liegen.
Strugl hat das umzusetzen, oder wird ersetzt.
Statt dessen hat der PR-geile Leutnant karli in einer Pressekonferenz gedroht und nichts (außer ein 30%-Kurseinbruch bei der Verbund-Aktie)ist geschehen.
Wenn nun dieser entsorgte Ex-LR den "erforderlichen Gewinn" mit Investitionen in den Leitungsbau begründet ist das eine Lüge, da Leitungsinvestitionen über die von der e-control regulierten Netzgebühr finanziert werde.
Dieser Regierung fehlt jegliche Kompetenz und man muss schon ruchlos unverantwortlich sein um so zu agieren!
Dass die Strompreise staatlich zu regulieren sind und wie es (ohne EU-Zwangsjacke) geht, zeigt uns die Schweiz

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Papillon_2 (512 Kommentare)
am 11.07.2024 11:12

Wie interpretiert man z.B. die Aussage eins Erdäpfelhändlers, der fordert, es sollten doppelt so viele Erdäpfel gekauft werden?
Richtig: Das ist nackte Gier und reines Eigeninteresse !

Und wie muss man die Aussagen von VERBUNG General Strugl interpretieren?

Zitate vom VERBUND General:
Wenn Österreich seine Klima- und Energieziele erreichen wolle, müsse zudem alles elektrifiziert werden, was elektrifiziert werden könne.
Dies erfordere eine Verdoppelung der Stromerzeugung und eine Verdreifachung der Leistung bis 2040.

Der VERBUND machte 2023 einen Gewinn von rund 2,27 Milliarden Euro!
Strugl will in wenigen Jahren aber doppelt soviel Gewinn machen, daher will er doppelt so viel Strom um teures Geld den Kunden verkaufen.

Immer mehr Bürger in Österreich haben Wohlstandsverluste wegen der massiven Teuerung.
Die politische Ziel-Vorgabe an den teilverstaatlichten VERBUND müsste daher sein, den Strompreis zu halbieren, nicht die Produktion und die Gewinne zu verdoppeln!

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Kukilein (552 Kommentare)
am 11.07.2024 09:38

Der Inlandsstromverbrauch aus dem öffentlichen Netz ist in den Jahren 2022 und 2023 schon eklatant gesunken laut E Control Statistik. Auch in den ersten Monaten des Jahres 2024 ist der Inlandsstromverbrauch wieder gesunken. Daher: Die Netzdaten sollten transparent für die Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden ("real time Netzatlas") um die Notwenidigkeit eines Ausbaus zu rechfertigen. Ein milliardenteuerer Netzausbau schlägt sich auf die Strompreise (Netzgebühten) und kann die Wettbewerbsfähigkeit Österreichs weiter vermindern. Die E- Wirtschaft hat es immer noch nicht geschafft, dass der Strom in Österreich im öffentlichen Netz zu 100 % aus erneuerbaren Energien kommt. Das wäre ein sinnvoller Arbeitsauftrag der nächsten Regierung an die E-Wirtschaft wenn man sich unbedingt von bestimmten fossilen Energieträgern lösen möchte. Erst dann wenn diese Transformation gelungen ist und die Strompreise international wieder konkurrenzfähig sind, sollte man weiter elektrifizieren.

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hasta (2.864 Kommentare)
am 11.07.2024 09:26

Wenn sich die Politiker nicht so blöd anstellen würden wären wir mit der Energiewende wesentlich weiter.

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Kukilein (552 Kommentare)
am 11.07.2024 09:52

Mich wundert dass die Politik Vertretern der teilverstaatlichten E- Wirtschaft erlaubt immer neue Forderungen zu stellen. Viele Leser werden zum Schluss kommen, dass die bisherige Regierung säumig ist und eventuell sogar inkompetent. Wählen viele dann wegen solchen Artikeln die Opposition? Eigentlich ist eine eindeutige Klarstellung der Regierung noch vor der Wahl erforderlich: Ein Austausch der Führung der teilverstaatlichten Konzerne der E- Wirtschaft, die es nicht geschafft hat unter den geltenden Gesetzen eine zukunftsfähige Strominfrastruktur sicherzustellen und klare Arbeitsanweisungen an diese Versorgungsbetriebe (wenn die Regierung der Ansicht ist dass sie nicht die Verantwortung für die Misere trägt). Oder halt die Regierung sollte sich vor der Wahl bei den Bürgern für das Versagen der Regierung entschuldigen, wenn die Regierung der Ansicht ist dass sie wirklich die Verantwortung für die Zustände in der E-Wirtschaft trägt so wie von Vertretern der E- Wirtschaft behauptet wird

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Zeitungstudierer (5.958 Kommentare)
am 11.07.2024 09:25

Also auf gut deutsch!
Wir fahren über die Bevölkerung einfach drüber, dafür braucht die monopolistische Stromwirtschaft, quasi den Freibrief der Politik.
Wenn die Preise für den „grünen“ Strom nicht derartig überhöht wären, wie die letzten Jahre beim Verbund wäre das Verständnis der Menschen sicher auch größer.
Die Stromerzeuger ( Wasserkraftwerke, usw.) machen und machten es wie Erzeuger von Holzpellets , ein billiges Produkt im Einkauf zu weit überhöhten Preisen an die Kunden verkaufen.
So etwas kann nur eine Monopol Industrie machen und das werden sich die Kunden auf Dauer von den Stromanbietern und auch von den zuständigen Politikern nicht auf Dauer gefallen lassen.

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koarl (304 Kommentare)
am 11.07.2024 09:57

Die Stromwirtschaft ist doch eher ein oligopolistisches Konstrukt. Monopolistisch war sie vor der Privatisierung.

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Tailtwister (508 Kommentare)
am 11.07.2024 07:55

Da sollte man bei den EVUs anfangen. Servicequalität: Wie lange wartet man an der Telefon Hotline ? Funktioniert der automatische Zuordnungsmechanismus der Telefonanlage ? Werden Fragen kompetent beantwortet ? Wieviele Leute kümmern sich um Service Anfragen?

Preisbildung möglichst nahe am Marktpreis gem. Para. 41 Ökostromgesetz 2012 (aktuell 8,9 ct pro kWh

Wieviel Overhead (Versorgungsposten) ?

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