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Dürr versucht, sein Doping-Vergehen zu erklären: „Kampf mit mir selbst verloren“

Von OÖN-Sport/APA, 07. März 2019, 17:00 Uhr

WIEN. Johannes Dürr hat in einem weiteren ARD-Interview Erklärungsversuche für seine erneuten Doping-Vergehen abgegeben.

"2014 bin ich durch den positiven Dopingtest kurz vor meiner Blütezeit aus dem Leistungssport herausgerissen worden, damit konnte ich nicht umgehen. Nach meiner Sperre wollte ich noch mal zeigen, was in mir steckt, deshalb habe ich mir nach 2014 wieder Blut abnehmen lassen", so Dürr. 

(Lesen Sie auch: Vater Dürr hält zu seinem Sohn)

Es sei ein ständiges Ringen mit sich selbst gewesen. "Da kämpft der Mensch Johannes gegen den Leistungssportler, die kämpfen die ganze Zeit. Der eine sagt, das ist nicht richtig, der andere sagt, das muss aber so sein. Es ist ein ständiges Reißen und Kämpfen darum, das Richtige zu tun. Leider habe ich den Kampf verloren", sagte der österreichische Langläufer im Beisein seines Anwalts am Mittwochabend zur ARD.

Dürr hatte nach seinem EPO-Dopingvergehen bei Olympia 2014 bis zuletzt während eines Comebackversuchs inklusive Buch- und ARD-Dokumentationsprojekten über seinen angeblich sauberen Weges zurück weiter Blutdoping betrieben, wie er gegenüber der im Seefelder Skandal ermittelnden Behörden am Dienstag zugegeben hatte. Er sei überfordert gewesen, so der Niederösterreicher. "Ich dachte, das kann einfach nicht wahr sein. Ich konnte es nicht glauben. Ich habe versucht, es einzuordnen, aber ich habe es nicht einordnen können", sagte Dürr. "Ich habe das nicht verarbeiten können, bis heute nicht. Dann ist noch dazugekommen, dass ich ja noch eine Leiche im Keller habe, und ich wusste nicht: Kommt es jetzt, oder kommt es nicht?"

Ein Warnschuss verpuffte

Dürr gibt an, dass er bereits während seiner zweijährigen EPO-Dopingsperre von 2014 bis 2016 an der Fortführung seine Betruges gearbeitet habe. 2015 habe er neue Blutkonserven in Erfurt deponiert. Als der als mutmaßlicher Haupttäter des Dopingnetzwerk geltende deutsche Arzt Mark S. überlegt habe, mit den Blutdopingpraktiken aufzuhören, habe er sogar daran gedacht dessen Geschäfte zu übernehmen. "Ich war davon überzeugt, dass es ohne Doping nicht geht. Und wenn Mark es jetzt nicht an mich, sondern an jemand anderen übergibt, habe ich keinen Zugang mehr. Das ging so weit, dass Mark S. sich zurückziehen wollte und ich mit ihm diskutiert habe, es selbst weiterzumachen, den Kühlschrank zu besorgen, der dann aber in Erfurt gelandet ist."

Durch den Dopingfall seines Freundes Harald Wurm 2016 habe zumindest für einige Zeit ein Umdenken eingesetzt. "Da ist es mir wie Schuppen von den Augen gefallen, dass es so nicht weitergehen kann und weitergehen darf. Ich war ja in einer Phase, in der ich versucht habe, mein Leben neu aufzubauen. Dieser Knall war da einfach zu groß, da habe ich gesagt, so kann es nicht weitergehen", sagte Dürr über sein "Lügenkonstrukt".

Im Sommer 2018 sei schließlich S. an ihn herangetreten, das in Erfurt lagernde Blut wieder zurückzuführen, ohne dafür Geld zu verlangen, behauptet Dürr. "Plötzlich, Mitte Juni, kommt ein Anruf, deutsche Nummer, da war es der Mark. Er sagte, 'Geld kann ich dir keines geben, aber ich unterstütze dich bei deinem Projekt auf meine Art und Weise'", so Dürr. Nach kurzem Zögern habe er zugestimmt. "Ich hatte geglaubt, ich bin schon fast draußen aus dem Sumpf. Aber ich steckte noch bis zu den Knöcheln drin. Bei seinem nächsten Anruf, wo er mich noch mal daran erinnert hat, da bin ich schwach geworden."

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24  Kommentare
24  Kommentare
Neueste zuerst Älteste zuerst Beste Bewertung
sauwaldler (1.080 Kommentare)
am 07.03.2019 23:17

Ein reumütiges Geständnis wirkt strafmildernd. Warum ist wohl der Anwalt dabei gewesen?
Ob der Richter diese Nummer glauben wird??

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Liberandum (128 Kommentare)
am 07.03.2019 23:11

Er ist ja noch jung und....
Hat niemanden umgebracht.
Die Reinheit beim Spitzensport gibt es sowieso nicht !!!!!

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Istehwurst (13.376 Kommentare)
am 07.03.2019 22:52

Total Versager ...... Schleich dich!!!!!

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Juni2013 (9.424 Kommentare)
am 07.03.2019 19:53

Warum geben die Medien diesem Dauerdoper Dürr immer noch eine Plattform um sich darzustellen? Schluss jetzt, Dürr zu und fertig! Das Geschwafel dieses Lügners interessiert niemanden mehr.

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deskaisersneuekleider (4.150 Kommentare)
am 07.03.2019 19:47

Hat der keine Umfeld, das ihm sagt, dass es jetzt Zeit ist die Klappe zu halten? Die Nummer ist echt durch, Verständnis ist wirklich zu viel verlangt.

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betterthantherest (33.367 Kommentare)
am 07.03.2019 19:46

Einer der armseligsten Zeitgenossen, der in AUT lebt.

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Orlando2312 (22.162 Kommentare)
am 07.03.2019 19:36

Seine Krokodilstränen kann er sich einrexen. Er ist der schlimmste Pharisäer des österreichen Sports.

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( Kommentare)
am 07.03.2019 19:59

Orlando ,hier sollten nur Leute posten die mit dem Spitzensport vertraut sind.

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betterthantherest (33.367 Kommentare)
am 07.03.2019 20:05

direkt, das Geld hat der Herr Dürr gerne auch von Nicht Spitzensportlern genommen.

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meisteral (11.425 Kommentare)
am 07.03.2019 22:18

In diesem Zsh das dümmste Posting des Jahres, es vermittelt den Eindruck, sie wären selbst Teilhaber des Sysrtems.

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FakeNewsLeser (2.157 Kommentare)
am 07.03.2019 19:32

wann bringen die oön auf nachrichten.at endlich livestreams von reissäcken und rädern die in china umfallen?

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strandhuepfer (6.206 Kommentare)
am 07.03.2019 18:42

Herr Dürr braucht nichts mehr erklären.

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( Kommentare)
am 07.03.2019 20:02

Man kann vieles erklären, verstehen ist was anderes.

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gscheidle (4.080 Kommentare)
am 07.03.2019 17:49

Auch nur ein Spiegelbild unserer Gesellschaft.
Hier Doping, dort Korruption oder Vitamin B bei Postenschacher usw..
11. Gebot: Du sollst dich nicht erwischen lassen!

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alpe (3.479 Kommentare)
am 07.03.2019 20:43

Steuerhinterziehung! Sehr beliebt.
Und schon Kleinkinder in der Schule mit diversen Mittelchen aufputschen.

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fanatiker (6.114 Kommentare)
am 07.03.2019 17:38

Es gibt immer mehr "Neugscheite", die immer und zu allem Scheiß dann Erklärungen haben.

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HerrVOLVO (2.330 Kommentare)
am 07.03.2019 17:35

Man sollte jedem eine zweite Chance geben. Aber der Dürr gehört auf das härteste bestraft.
Dopen, erwischt werden, Besserung versprechen, weiterhin betrügen - trotz "Warnschuss" immer weiter, andere mit hineinziehen, den Geläuterten vorgeben, die anderen denunzieren, selbst wieder erwischt werden...
Tiefer geht's nimmer. Eine Drecks** wie aus einem schlechten Film.

Alles was er durch den Betrug erwirtschaftet hat zurückzahlen inkl. Ausgaben des ÖSV.
Freiheits- und Geldstrafe
Lebenslanges Sportverbot
Berufsverbot im öffentlichen Dienst

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Noergerich (40 Kommentare)
am 07.03.2019 19:15

Die Wut sollte gegen Vergewaltiger, Pädophile und Gewalttäter gerichtet werden.
Diese Doping-Würstl haben sich nur ihr eigenes Leben versaut. Von denen kann eh keiner mehr durch die Öffentlichkeit gehen, ohne das mit die Finger auf sie gezeigt wird.

Diese großangelegte Medienhetze wär mal was für z.B. einen Alkolenker, der ein Leben auf dem Gewissen hat. Wenn er dann in halb Europa in den Medien vertreten ist und er nirgendwo hingehen kann, weil die faulen Eier auf ihn fliegen. - das würd somanchen Straftäter richtig reuig werden lassen....

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HerrVOLVO (2.330 Kommentare)
am 07.03.2019 23:30

Aber wenn der Besoffene vom Rieder Aschermittwoch oder vom Urfahraner Markt nach der Witzewanzlershow heimfährt ist das ein Milderungsgrund.
Gewalttäter? Meinst den Wimmer? Der wird jetzt eh Anwalt.

Übrigens, in allen Kulturen gibt es für Dinge die es in ihrer Kultur gibt einen Namen.
Positives Beispiel:
Die Ureinwohner der Polynesischen Inseln kennen kein "mein" und "dein", da sie alles teilen.
Denkanstoß: Warum gibt's bei uns für jedes erdenkliche Verbrechen schon seit Urzeiten einen Namen?

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Betroffener127 (3.704 Kommentare)
am 07.03.2019 17:32

Insgesamt eine ziemlich ambivalente Geschichte.

Ich verstehe nicht, wie jemand als TV-Gast über Betrugspraktiken auspacken kann, in denen er ja selbst verstrickt ist und damit erst die Ermittlungen auslöst.

Oder war der Neid auf die startenden "Kollegen" so groß, dass er sie ans Messer liefern wollte, auch auf die Gefahr hin,selbst wieder aufzufliegen ?

Ein interessanter Fall für Justiz UND Psychiatrie.

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Hans1958 (3.147 Kommentare)
am 07.03.2019 17:29

Dieses Netzwerk um Mark Schmidt muss jetzt unbedingt aufgedeckt werden….die neuerlichen Aussagen von Joe Dürr klingen nicht wahrheitsgemäß, eher wie eine Ausrede.

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Hamdidampti (150 Kommentare)
am 07.03.2019 17:29

Einfach nur ein A.......

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eulenspiegel (723 Kommentare)
am 07.03.2019 17:08

Macht er es jetzt mit der Mitleitsmasche?

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meisteral (11.425 Kommentare)
am 07.03.2019 17:08

Traurig, diesen Verbrechern auch noch eine öffentliche Bühne zu bieten.

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