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Triple A! Österreichs Eishockeyteam schafft in souveräner Manier den Klassenerhalt

Von Alexander Zambarloukos, 19. Mai 2024, 18:32 Uhr
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Torschützen unter sich: Dominic Zwerger (li.) und Peter Schneider Bild: gepa

PRAG. Nach dem von rund 1000 rot-weiß-roten Schlachtenbummlern umjubelten 4:1-Sieg über Norwegen lebt sogar die Chance auf das WM-Viertelfinale.

Um 18.32 Uhr war es amtlich. Österreichs Eishockey-Nationalteam, das bei der WM in Prag so beherzt und erfrischend aufspielt, hat schon vor dem abschließenden Gruppenmatch gegen Großbritannien am Dienstag (12.20 Uhr, ORF 1) zum dritten Mal in Serie den Klassenerhalt geschafft und damit die Mission Triple A in eindrucksvoller Manier erfüllt. Die Schützlinge von Roger Bader behielten gegen Norwegen mit 4:1 (0:0, 3:0, 1:1) die Oberhand. Mit sieben Punkten auf dem Konto war vor Turnierbeginn nicht zu rechnen gewesen. Auf dem Papier lebt jetzt sogar die Chance auf das WM-Viertelfinale. Dafür braucht es aber noch einen Sieg und Schützenhilfe der Schweizer, die die Finnen schlagen müssten. Kein Ding der Unmöglichkeit.

Auch am Pfingstsonntag war die Kulisse in der O2-Arena atemberaubend - mit deutlichen Vorteilen für Österreich. Rund 1000 Schlachtenbummler hatten den Weg in die tschechische Hauptstadt gefunden und ihren Teil dazu beigetragen, dass diese Titelkämpfe auf einen Zuschauerrekord zusteuern. Bereits vor den Samstagabend-Matches wurden 500.000 Besucher gezählt, die Begeisterung kennt hier keine Grenzen.

"Es ist richtig cool"

"Es ist richtig cool, hier zu spielen. Die Stimmung ist großartig", sagte Stürmer Manuel Ganahl, der die rot-weiß-rote Equipe als Kapitän auf das Eis führte. Der Grund: Thomas Raffl laboriert an einer Rückenblessur und musste das Norwegen-Match auslassen. Speziell war die Partie auch für Goalie David Kickert. Der ehemalige Black-Wings-Akteur absolvierte seinen 100. Einsatz im Teamtrikot. Dabei hinterließ er einen sehr sicheren Eindruck.

Österreich war stark in das Kräftemessen mit den Norwegern, die die jüngsten vier WM-Duelle für sich entschieden hatten, gegangen. Man konnte also schon von einem Angstgegner sprechen. Doch die guten Partien gegen die Schweiz (5:6), Kanada (6:7 n. V.), Finnland (3:2) und über weite Strecken auch Tschechien (0:4) verliehen jenes Selbstvertrauen, das es braucht, um die Skandinavier zu ärgern. Raffl-Ersatz Lucas Thaler (3.) und Benjamin Nissner (11.) hatten die Führung vor dem Schläger, es ging aber torlos in die erste Pause. Das war leistungsgerecht, aber noch nicht hochkarätig.

Doppelschlag binnen 40 Sekunden

Es sollte besser werden. Das dritte rot-weiß-rote Powerplay wurde zur Beute von Salzburg-Torjäger Peter Schneider, der den Puck mit 146,6 km/h unhaltbar in das linke Eck nagelte. Es war das wichtige 1:0 nach 28:14 Minuten. Doch damit nicht genug. Österreich schaffte den umjubelten Doppelschlag. Nur 40 Sekunden später war Ambri-Legionär Dominic Zwerger zur Stelle, seine Mischung aus Pass und Schuss vor das Tor fand den Weg über einen gegnerischen Schläger ins Netz - 2:0 (29.). 

Bei beiden Goals hatte NHL-Ass Marco Rossi seinen Stock im Spiel. Beim dritten übrigens auch. Der Center der Minnesota Wild bediente wieder Schneider, dem im Moment alles aufzugehen scheint. Der 33-Jährige zog nach geschickter Scheibenkontrolle bei 6:5-Überlegenheit (eine Strafe war angezeigt) neuerlich ansatzlos ab und jagte den Puck in die Maschen - 3:0 (34.). Wow! Es war Schneiders bereits vierter Treffer bei dieser WM.

Österreich hatte alles im Griff und auch das nötige Glück, um eine 3:5-Unterlegenheit (für 56 Sekunden) zu überstehen. Wenn‘s laft, dann laft‘s. Um ein Haar wäre Mario Huber im 1-0 das 4:0 gelungen (41.), Norwegen hatte an diesem Tag nicht die Qualität und vielleicht - ob des angespannten Verhältnisses zur Verbandsspitze - nicht den Biss, um hier dagegenzuhalten. Steven Strong traf nur das Torgestänge (49.).

Spät, aber doch kam ein Lebenszeichen der Skandinavier: Sander Engebraten verkürzte auf 1:3 (54.). Im Finish riskierte Norwegen alles, 2:56 Minuten vor Schluss räumte der Torhüter seinen Platz für einen Feldspieler. Ohne Erfolg. Mario Huber traf ins leere Tor - 4:1 (58.). Alles erledigt.

Übrigens: Die A-WM 2025 geht von 9. bis 25. Mai in Stockholm (Schweden) und Herning (Dänemark) über die Bühne. Österreich ist dabei.

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Autor
Alexander Zambarloukos
Redakteur Sport
Alexander Zambarloukos
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7  Kommentare
7  Kommentare
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Schuno (6.650 Kommentare)
am 20.05.2024 14:30

Super Teamleistung, Klassenerhalt gesichert und jetzt ist sogar mehr möglich wenn die Österreicher morgen gegen GB gewinnen und uns die Schweizer Schützenhilfe leisten
Freue mich dass ich morgen live beim Spiel sein kann

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westham18 (4.693 Kommentare)
am 20.05.2024 08:49

Tolle Leistung dieser Truppe, die durch unseren ausgezeichneten Coach sehr, sehr gut harmoniert! 👍👏

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gamwol (1.257 Kommentare)
am 20.05.2024 06:22

Ein Fußball-Fan gratuliert herzlich- Tolle Leistung

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sergio_eristoff (1.615 Kommentare)
am 19.05.2024 21:16

Morgen könnte man sogar ins Halbfinale kommen, wenn man gewinnt

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Peter2012 (6.415 Kommentare)
am 20.05.2024 06:34

Ich denke es wäre erst das Viertelfinale!!!

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susisorgenvoll (16.822 Kommentare)
am 19.05.2024 20:15

Eine Zitterpartie nach der anderen, aber wenn es darauf ankommt, dann wächst unser Team über sich hinaus! Toll!

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neptun (4.158 Kommentare)
am 19.05.2024 20:29

Was ist bei einer 3:0 Führung eine Zitterpartie?

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