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Eishockey-Teamchef Roger Bader: "Jetzt können wir ein bisschen träumen"

Von Alexander Zambarloukos, 19. Mai 2024, 20:16 Uhr
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Mit vereinten Kräften zum Klassenerhalt: Österreichs Team hat viel Freude bereitet. Bild: gepa

Österreichs Nationalmannschaft definiert nach dem geschafften Klassenerhalt ein neues Ziel: zehn Punkte, die mit Schützenhilfe in das WM-Viertelfinale führen könnten

Nichts ist unmöglich. Wer hätte gedacht, dass Österreichs Eishockey-Nationalteam schon vor dem abschließenden WM-Gruppenspiel am Dienstag (12.20 Uhr, ORF 1) in Prag gegen Großbritannien schon sieben Punkte auf dem Konto haben würde? Nach der ernüchternden 1:5-Auftaktpleite gegen Dänemark wohl niemand.

Aber jetzt geht plötzlich mehr. Das erste Etappenziel, der Klassenerhalt, ist mit einem 4:1-Sieg über Norwegen in souveräner Manier erreicht worden. Doch dabei soll es nicht bleiben: Die Freude über das Geschaffte ist riesig, der Fokus geht deswegen nicht verloren.

Es ist sonnenklar: Die Schützlinge von Roger Bader wollen jetzt eine zweistellige Ausbeute (10 Zähler) und mit Schweizer Schützenhilfe gegen Finnland sogar das Viertelfinale, das übrigens am Donnerstag (20.20 Uhr) über die Bühne gehen würde, erreichen. Dann voraussichtlich gegen Schweden in Ostrau. Aber das ist alles noch Zukunftsmusik.

Step by step lautet das Motto. "Das ganze Turnier ist bis auf das erste Spiel sehr positiv. Wir haben viel Selbstvertrauen", sagte Verteidiger Dominique Heinrich: "Schön, wenn man eine super WM spielt und träumen kann. Schauen, wir was passiert. Wir genießen einmal den Klassenerhalt."

Goalie David Kickert, der in seinem 100. Ländermatch eine bärenstarke Vorstellung zeigte, wirkt wie in Trance: "Ich kann es mir auch kaum erklären, aber es läuft gut. Wir wissen, dass wir nicht so wie in der Liga spielen können - alles simpel. Wir haben im Laufe der Weltmeisterschaften dazugelernt. Wir haben uns nach dem Dänemark-Match immer gesteigert. Ich habe Spaß", sagte der ehemalige Black-Wings-Akteur. "Großbritannien wird kein Angstspiel, es geht trotzdem noch um viel für uns."

"Ich bin grad so glücklich"

Übersee-Export Thimo Nickl fühlt sich im Nationalteam pudelwohl: "Wir sind mit der richtigen Mentalität reingegangen. Jetzt spielen wir um das Viertelfinale, es liegt nicht alles in unserer Hand. Wir versuchen, das zu kontrollieren, was wir kontrollieren können", betonte der Verteidiger.

Ähnlich sieht es Benjamin Baumgartner: "Ich bin grad so glücklich. In den vergangenen Jahren war es immer eine Achterbahnfahrt im letzten Turnierspiel, ob wir oben bleiben. Darauf haben wir es diesmal nicht ankommen lassen. Wir haben uns gut zugesprochen, uns motiviert, uns den Druck genommen. Wir sind stark geblieben. Wir haben für jeden Puck gekämpft", sagte der Schweiz-Stürmer: "Jetzt geht es um was, wir können ein bisschen locker aufspielen. Wir wollen unbedingt gegen Großbritannien gewinnen." 

"Was für ein Sieg, was für eine Mannschaft!"

Dominic Zwerger, der Schütze des 2:0 gegen Norwegen, stand die Begeisterung ins Gesicht geschrieben: "Unglaublich, voller Emotionen. Was für ein Sieg, was für eine Mannschaft! Ich bin sehr froh, Teil dieser Mannschaft zu sein", sagte der Ambri-Legionär: "Vielleicht helfen uns jetzt die Nachbarn aus der Schweiz. Vorher müssen wir unseren Job erledigen." Die Moral im Team ist großartig, das bewies die Reaktion nach dem Fehlstart in das Turnier: "Wir wussten, dass die Leistung gegen Dänemark inakzeptabel war. Dann haben wir uns zusammengesetzt und ein Zeichen gesetzt", erläuterte Zwerger.

Peter Schneider war gegen die Skandinavier mit zwei Volltreffern und einem Assist der Man of the Match. Klar, dass die Erleichterung groß war: "Unsere Tormänner waren einzigartig, die haben uns oft den Arsch gerettet. Ich bin überglücklich, dass wir das dritte Jahr hintereinander oben bleiben", sagte der amtierende Meister in Diensten von Red Bull Salzburg. Schneider zeigte sich wie auch Coach Roger Bader von der Atmosphäre in der O2-Arena begeistert. 16.500 Fans hatten sich eingefunden. "Wahnsinn, so viele Österreich-Fans. Es ist fein anzuschauen, dass wir so eine Euphorie im Land ausgelöst haben. Das ist super für unseren Sport."

"Es ist eine große Ehre"

Was bedeutet der Klassenerhalt? "Es ist eine große Ehre, unter den besten 16 Mannschaften der Welt zu sein. Aber es ist noch nicht vorbei", sagte Schneider.

Teamchef Roger Bader erwartet ebenfalls einen würdigen Turnierabschluss: "Die Stärke von Österreich ist das Kollektiv. Ich habe dieses Triple A als Motto ausgegeben, das ist ein Gütesiegel, das ist etwas Besonderes", erläuterte der Schweizer: "Ich habe immer geschaut, den Ball flach zu halten. Es wäre nicht gescheit gewesen zu prahlen. Intern haben wir gesagt, dass Triple A auch etwas anderes bedeuten kann. Zum Beispiel drei Siege, zwei haben wir schon, den dritten wollen wir."

Und wenn Großbritannien geschlagen wird, darf man sich tatsächlich mit dem Viertelfinale beschäftigen. "Wir werden nicht auf einem Bein gegen die Briten gewinnen. Aber wenn es passiert, hätten wir zehn Punkte und dann schauen wir, was die Schweizer gegen Finnland machen. Die Schweizer wollen sicher die Gruppe gewinnen." Die Eidgenossen wohnen im selben Hotel wie die Österreicher, man erntet durch die Bank viel Lob.

Darf jetzt gefeiert werden? "Sie sollen es auskosten, sie sollen sich freuen, vielleicht auch ein Bier trinken. Aber die zwei Zauberworte sind: Recovery (Erholung, Anm.) und Refocus (Konzentration auf Großbritannien, Anm.)", betonte Bader: "Jetzt können wir ein bisschen träumen. Damit Träume in Erfüllung gehen, müssen wir selbst einmal unsere Hausaufgabe machen und nach 60 Minuten gewinnen. Das ist nicht so einfach."

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Autor
Alexander Zambarloukos
Redakteur Sport
Alexander Zambarloukos
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1  Kommentar
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westham18 (4.684 Kommentare)
am 20.05.2024 08:56

Gratulation!!! 👏👏👏

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