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Die Öffnung des Sports trotz Corona: "Bitte keine Schanigarten-Regelung"

06. März 2021 00:04 Uhr

Die Öffnung des Sports trotz Corona: "Bitte keine Schanigarten-Regelung"
Das Podium (v. l.): Baumgartner, Fellinger, Prammer, Windtner, Christoph Zöpfl (OÖN); Trimmel war per Video dabei

LINZ. OÖN-Diskussion: Neben den Profis sollen auch die Amateure endlich sporteln dürfen.

Sollten die Fußballer des LASK beim heutigen Bundesligaspiel in Altach (17 Uhr) auch nur annähernd so angriffig agieren wie ihr Generalsekretär Gernot Fellinger bei der Podiumsdiskussion der OÖN und der FH Steyr zum Thema "Corona und die Folgen" – dann kann in Vorarlberg nichts schiefgehen. "Wir brauchen keine Schanigarten-Lösung für den Fußball. Es gibt Präventionskonzepte, es sind kreative, flexible und praxisgerechte Lösungen gefragt. Man muss uns aber auch lassen."

Alle Teilnehmer waren sich einig darüber, dass die aktuelle Aussicht, den Nachwuchssport auf Vereinsbasis teilweise zu öffnen, zu wenig ist. ÖFB-Präsident Leo Windtner: "Ich habe gestern in einem Brief an den Gesundheits- und Sportminister bereits darauf hingewiesen, dass die inoffiziell kolportierten Meldungen zu den aktuellen Öffnungsplänen keine Verbesserung zum Ist-Stand darstellen. Der nachhaltige Schaden durch das Flachwalzen des Sports wird größer sein als der Direktschaden durch Covid-19."

Agnes Sirkka Prammer, Sportsprecherin der Grünen, ist um die richtige Balance bemüht. "Das Öffnen des organisierten Sports im Erwachsenenbereich wäre schon deshalb gut, um auch Gruppen in Testungen zu bekommen, die sich sonst nicht melden würden. Es wäre wichtig, einen klaren Rahmenplan zu haben, unter welchen Voraussetzungen wie viel möglich wäre." Lob gab es von allen Seiten für den Sportligenfonds, für dessen rasche und unkomplizierte Auszahlung Ex-Tennisprofi Clemens Trimmel als Geschäftsführer der Bundessport GmbH zuständig ist: "Es ist nicht leicht, aktuell Entscheidungsträger in unserem Land zu sein. Es gibt aber Kinder, die seit einem Jahr keinen Turnsaal mehr von innen gesehen haben", sagte der Wiener.

Auch Black-Wings-Manager Gregor Baumgartner bezeichnet die Zahlungen als "überlebenswichtig". Corona habe auch den Transfermarkt verändert. "Spieler, die durch die Liga-Abbrüche in anderen Ländern übrig geblieben sind, sind für uns leistbar geworden, weil es eine ganz andere Wertschätzung dafür gibt, den Sport überhaupt ausüben zu können." Die Verluste sind überall groß. Dem LASK sind allein beim Geisterspiel gegen Manchester United 628.000 Euro Einnahmen entgangen. Fellinger: "Wir haben jetzt ein dreizeiliges Ablehnungsschreiben erhalten. Die Politik macht es sich schon zu leicht, zu sagen: ,Wir sperren euch einen Tag vor dem Spiel das Stadion, aber eine Entschädigung gibt es nicht.‘" (haba)

Der Livestream zum Nachschauen:

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