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"Ein Schlag ins Gesicht für alle Unterhaus-Klubs, die nachhaltig arbeiten"

Von Raphael Watzinger, 10. Jänner 2024, 10:45 Uhr
"Ein Schlag ins Gesicht für alle Klubs, die nachhaltig arbeiten"
Die Verbandsspielerregelung im Unterhaus wird ab sofort ausgesetzt. (Hörm.) Bild: Marion Hörmandinger

LINZ. OÖ. Fußballverband musste Verbandsspieler-Regelung kippen. Ab sofort kann jeder Unterhausklub ohne Limit ausländische Spieler einsetzen.

Werden mit dieser Entscheidung Tür und Tor für ein Wettrüsten im Amateurbereich geöffnet? Wie bereits der niederösterreichische Fußballverband setzt jetzt auch jener in Oberösterreich die Verbandsspielerregelung ab der Frühjahrssaison aus. Sprich: Ab sofort gibt es keine Limitierung mehr für Spieler, die aus dem Ausland nach Österreich kommen.

Vorangegangen war dieser Entscheidung ein Beschluss des Rechtsmittelsenats des ÖFB, der einer Beschwerde des SKN St. Pölten Folge gegeben und einen Beschluss des Protestkomitees des NÖFV ersatzlos aufgehoben hatte. Da die Verbandsspielerregelung in Oberösterreich ident ist, musste man auf die Entscheidung des ÖFB-Rechtsmittelsenats reagieren. Bisher durften maximal zwei Nicht-Verbandsspieler eingesetzt werden. Bei einem Verstoß gab es eine 0:3-Niederlage am grünen Tisch. Als Verbandsspieler gelten jene Kicker, die mindestens vier Jahre durchgehend bei Vereinen des ÖFB gemeldet sind oder ihren gemeldeten Hauptwohnsitz seit mindestens zwei Jahren in Österreich haben. Ebenso zählten Nachwuchsspieler ab der Erstanmeldung in Österreich als Verbandsspieler.

"Ein Aufrechterhalten der Bestimmung wäre nicht zielführend gewesen, da jede Sanktion, die gegen einen Verstoß ausgesprochen werden würde, spätestens vom ÖFB-Rechtsmittelsenat aufgehoben worden wäre. Dennoch appellieren wir an alle Vereine, weiterhin auf die eigenen Talente zu setzen, anstatt auswärtige Spieler anzuwerben", sagt OÖFV-Direktor Raphael Koch.

"Für jeden Verein, dem der Nachwuchs wichtig ist, ist das Aufheben dieser Regelung ein Schlag ins Gesicht", bringt es Werner Sickinger, Sportchef von Bezirksligist Hohenzell, auf den Punkt. Sein Klub gehört zu den Musterschülern in Oberösterreich, tritt auch in der Bezirksliga praktisch nur mit Kickern aus den eigenen Reihen an: "Jetzt ist wieder Tür und Tor für jene geöffnet, die nur den sportlichen Erfolg um jeden Preis sehen. Nachhaltig ist das nicht. Wir werden unseren Weg trotzdem nicht verlassen."

Reiter: Belohnung statt Strafe

Die Kommission Spielbetrieb des OÖFV wurde nun damit beauftragt, Alternativlösungen für die Zukunft zu erarbeiten. Stefan Reiter, Gruppenobmann der OÖ-Liga, könne sich ein Belohnungssystem gut vorstellen: "Ich war immer schon gegen Reglementierungen. Ich sehe es eher umgekehrt: Jene Klubs, die gute und nachhaltige Nachwuchsarbeit betreiben, gehören belohnt." Dass das Wettrüsten in der Winter-Übertrittszeit durch das Wegfallen der Verbandsspielerregelung zusätzlich befeuert wird, glaubt er nicht: "Das gibt es leider sowieso. Ich wüsste nicht, wie es dadurch noch mehr werden sollte." Immerhin: Die Eigenbauspielerregelung bleibt weiter bestehen, sodass pro Verein mindestens sechs Spieler mit Eigenbauspielerstatus (Anm.: Kicker, die mindestens drei Jahre beim Verein spielen) auf dem Spielbericht nominiert werden müssen.

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Autor
Raphael Watzinger
Redakteur Sport
Raphael Watzinger

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1  Kommentar
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11a (157 Kommentare)
am 10.01.2024 18:47

Habe mir nach diesem Bericht Aufstellungen diverser Vereine in der Vorsaison in meinem Bezirk angesehen.....gab es da wirklich eine Legionärsbeschränkung???

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