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Im Tagerfeld beim Pichlinger See soll die neue Arena des Traditionsklubs entstehen. Bild: Weihbold

Enthüllt: Hier soll das neue LASK-Stadion entstehen

LINZ. Der LASK kehrt zu seinen Wurzeln zurück: Das neue Stadion soll auf Linzer Stadtgebiet gebaut werden. Laut OÖN-Informationen wird es beim Pichlinger See im sogenannten "Tagerfeld" entstehen.

Von Günther Mayrhofer, 14. März 2018 - 00:04 Uhr

Im Programm der Landesregierung für die laufende Legislaturperiode ist ein Standort für das neue Stadion im oberösterreichischen Zentralraum verankert. Die Klubführung des LASK machte aber nie ein Hehl daraus, dass Linz nach dem aktuellen Gastspiel in Pasching wieder die Heimat des Fußball-Bundesligisten werden soll. "Der LASK ist zwar der Verein der Oberösterreicher, dennoch ist eine sehr klare und starke Verbindung zu Linz da", sagte Vizepräsident Wolfgang Resch vor einem Jahr. "Das ist sicher eines der wichtigsten Beurteilungskriterien: Ist es im Stadtgebiet machbar oder außerhalb?" Jetzt soll die Entscheidung für das Wunsch-Grundstück gefallen sein – im Tagerfeld.

(Reaktionen: LASK-Stadionstandort lässt die Wogen hochgehen)

Gerüchte zu Flächen innerhalb und außerhalb der Linzer Stadtgrenzen gab es in den vergangenen Monaten einige, darunter auch über einen Standort in Pichling weiter westlich. Vom LASK selbst gab es seit der Ankündigung, ein Stadion-Projekt zu starten, keine Kommentare – nur die Aussage, dass man mit den Planungen auf Kurs sei und die neue Arena bis 2022 stehen werde. Dann muss der LASK laut Pachtvertrag mit der Gemeinde Pasching mit der Profi-Mannschaft aus der "TGW-Arena" ausziehen, das Waldstadion dient danach als Trainingszentrum.

Der LASK evaluierte in den vergangenen Monaten die verschiedenen Möglichkeiten und hat sich, wie Insider bestätigen, für das Tagerfeld als Top-Standort entschieden – die Fläche zwischen dem Pichlinger See, dem Tagerbach (gleichzeitig die Linzer Stadtgrenze) und der Bundesstraße 1. Dort stehen auf Linzer Stadtgebiet mehr als 30 Hektar zur Verfügung, die aktuell landwirtschaftlich genutzt werden. Die als eines der Vorbilder für das neue LASK-Stadion geltende Continental-Arena des deutschen Zweitligisten Regensburg erstreckt sich über eine Gesamtfläche von etwas mehr als 20 Hektar, samt aller Gebäude und Parkplätze.

Ein wichtiges Kriterium für den Standort war auch die Verkehrsanbindung – ein Chaos wie früher im Linzer Stadion wollte der LASK seinen Fans nicht mehr zumuten. Dem internationalen Trend folgend kamen also praktisch nur Flächen am Stadtrand in Frage. Das Tagerfeld erfüllt die Anforderungen: B1, Westautobahn und Westbahnstrecke verlaufen in unmittelbarer Nähe. Trotzdem gibt es bei diesem Thema auch Bedenken, es werden Kompromisse geschlossen werden müssen.

Eines ist klar: Die aktuellen Grundstücksbesitzer werden ein gutes Geschäft machen. Der LASK arbeitet an der Finanzierung des Stadionprojekts. Insider berichten, dass das Projekt 45 Millionen Euro kosten soll. 14 Millionen hat der Bundesligist schon aufgestellt, zehn sollen vom Land Oberösterreich und der Stadt Linz dazukommen.

LASK-Präsident Siegmund Gruber sprach erst Anfang Februar von einem Spatenstich bis spätestens Ende Juni 2020. Wie bei Rapids neuem Allianz-Stadion ist eine Bauzeit von eineinhalb Jahren realistisch. Trotzdem drängt die Zeit: Eine Umweltverträglichkeitsprüfung kann zwei, drei Jahre dauern. Die Wartezeit im Paschinger Ausweichquartier "TGW-Arena" wird den LASK-Fans aber nun deutlich leichter fallen. Sie wird zur Vorfreude – weil der LASK nach Linz zurückkehrt.

Lesen Sie auch: Der lange Weg des LASK zum eigenen Stadion

LASK kehrt nach Linz zurück: Stadion in Pichling

Die bisherigen Heimstätten des LASK

  • Ab 1908: Krankenhausstraße; Unionstraße („Stahlradklub“); Grünauerstraße neben dem Isabellen-Kinderspital (heute Kepler Universitätsklinikum Linz)
  • Ab 1919: „Kleines Exerzierfeld“ zwischen Semmelweisstraße und Prinz-Eugen-Straße; 24./25. September 1921: Eröffnung der adaptierten Sportstätte an der Paul-Hahn-Straße (Multifunktionsanlage für Fußball, Trabrennen, Leichtathletik, Schlagball, Rad- und Motorrad-Rennen); ab 1947: „LASK-Stadion“
  • 15. Juli 1966: „Ersatzlose Räumung“ des Areals in der Paul-Hahn-Straße per Gerichtsurteil wegen der beschlossenen Errichtung einer HTL
  • 1966 bis 2012: dauerhafter Untermieter im Linzer Stadion auf der Gugl (zuvor sporadisch zu Gast, zum Beispiel am
  • 31. März 1963 vor 33.000 Zuschauern beim 3:3 gegen den Sportclub)
  • 1973: Sportanlage am Flötzerweg in der Neuen Heimat (nicht für Pflichtspiele geeignet)
  • seit 2016: TGW-Arena Pasching
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Kommentare

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„Zuerst soll mal die Leistung stimmen, (mind.ein Titel,Cupsieg oder so was her)oder die TGW Arena ...“ heli02 Zuerst soll mal die Leistung stimmen, (m...
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