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Razzia bei Sellner: Polizei soll zwölf Minuten vor der Tür gewartet haben

Von nachrichten.at/az, 17. Mai 2019, 12:03 Uhr
DÖW: "Identitäre sind der Platzhirsch der rechten Szene"
Martin Sellner Bild: APA

WIEN. Die Polizisten bei der Hausdurchsuchung beim Chef der rechtsextremen Identitären, Martin Sellner, sollen zwölf Minuten vor der geschlossenen Tür gewartet haben.

Die Klingel schien „ohne Funktion zu sein“, zitieren der „Standard“ und die „Kleine Zeitung“ aus einem Aktenvermerk. Es wurde „mehrmals an die Wohnungstür geklopft“. Obwohl zu diesem Zeitpunkt „vermeintliche Geräusche aus dem Wohnungsinneren vernommen werden“ konnten, ergriffen die Polizisten keine Maßnahmen. Die Beamten hätten zwölf Minuten gewartet, bevor ihnen „nach beharrlichem Klopfen und dem verbalen Ersuchen um Öffnung der Wohnungstür“ diese von Sellner geöffnet wurde.

Der „Standard“ zitiert einen Experten mit den Worten, dass das Vorgehen bzw. die Wartezeit „gegen jegliche taktische Gebote“ verstoßen habe. Besonders auch, da Sellner für das Bundesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (BVT) als mutmaßlicher „Teil eines international agierenden rechtsextremen Netzwerks“ gelte, der Geld von einem Terroristen erhalten habe.

Am Dienstag war bekannt geworden, dass Sellner nicht einmal eine Stunde vor der Hausdurchsuchung am 23. März E-Mails zwischen ihm und dem Christchurch-Attentäter gelöscht hatte. 

Gegen Sellner laufen Ermittlungen. Der rechtsextreme Attentäter von Christchurch und Sellner könnten mehr Kontakt gehabt haben als bisher angenommen. Wie berichtet, haben sie mehr als nur eine E-Mail ausgetauscht, und Sellner hatte dem Mann, der später in zwei Moscheen 50 Menschen getötet hatte, angeboten, sich auf einen Kaffee oder ein Bier zu treffen, wenn er in Wien sei.

Der Australier hatte Sellner im Jahr 2018 über 1500 Euro gespendet. Nach dem Anschlag im März 2019 führte das BVT eine Hausdurchsuchung bei Sellner durch und leitete ein Verfahren wegen des Verdachts der Beteiligung an einer terroristischen Vereinigung ein.

Sellner räumte ein, vom Attentäter eine Spende erhalten und sich per E-Mail dafür bedankt zu haben. Er habe aber keinen direkten Kontakt zu dem 28-jährigen Attentäter gehabt und ihn auch nie getroffen. Er hätte sich aber mit dem Mann auf einen Kaffee getroffen, wenn dieser ihn angeschrieben hätte, als er in Österreich war, sagte Sellner nach Bekanntwerden der Spende.

Das wird in der nun publik gewordenen E-Mail bestätigt. Darin schrieb Sellner laut ZIB dem Australier: „Wir sollten auf einen Kaffee oder Bier gehen, wenn du in Wien bist.“

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31  Kommentare
31  Kommentare
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( Kommentare)
am 19.05.2019 13:10

Es ging ja nur um eine hausdurchsuchung. Und es wurde der Polizei ja aufgemacht. Vielleicht war sellner gerade duschen und hat die Glocke nicht gehoert. Oder hat die Polizei einen Termin genannt wann genau er aufmachen soll?

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Orlando2312 (22.161 Kommentare)
am 18.05.2019 07:48

"Hallo Herr Sellner, hier die Polizei, wir fahren jetzt weg zu Ihnen wegen einer Hausdurchsuchung. Wenn'S fertig sind mit dem Beseitigen von verdächtigem Material, machen'S uns bitte dann die Tür auf. Is aber eh net eilig."

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( Kommentare)
am 17.05.2019 19:50

Vielleicht musste er noch seine Katze füttern?

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herst (12.733 Kommentare)
am 17.05.2019 18:49

In immer mehr Ländern der Welt werden Regierungen von dubiosen, zwielichtigen, hinterhältigen Typen unterwandert, oder sind sogar in Minister und anderen wichtigen Staatsämtern tätig. Siehe USA,Türkei, Ungarn,Polen, Italien usw. usf.

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x-files (483 Kommentare)
am 17.05.2019 18:41

Kein Ende der Besorgnis erregenden Vorgänge in dieser Republik.
Man glaubt immer wieder, schlimmer kann es nicht mehr kommen.
Leider wird man beinahe täglich eines Besseren belehrt.

Sehr fragwürdige zeitliche Zusammenhänge mit gelöschten E-Mails und einer Hausdurchsuchung.
Höchste Funktionäre der Regierung möglicherweise am Gängelband der Rechtsradikalen.
Anzeige von Staatsanwälten gegen den obersten Beamten im Justizressort.
...und das sind nur die aktuellsten Eigenartigkeiten in diesem Land.

Ein furchtbares Sittenbild!

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gutmensch (16.280 Kommentare)
am 17.05.2019 17:06

Kein Grund zur Eile. Sellner war ja eh schon vorgewarnt.

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Willsmith (78 Kommentare)
am 17.05.2019 16:54

Die Abläufe sind besorgniserregend. 12 min warten . Mail löschen obwohl klar sein sollte dass die wiederhergestellt werden können. Ständige Einschränkung von Minderheiten. Hervorheben der braven Fleissigen. Waldhäusl Strache an der Leine von Küssel und und und. Ich habe mit meinen 60 Jahren noch nie eine Zeit erlebt wo ich vor soviel Rückschrittlichkeit Angst bekomme. Es ist vieles was die Akteure dieser Regierung machen so unangenehm und ich sorge mich um die friedliche Zukunft. Man hat tatsächlich fast das Gefühl als ob von innen heraus der Vulkan schon brodelt. Mir gung es emotional vor dieser Regierung noch besser.

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netmitmir (12.398 Kommentare)
am 17.05.2019 18:38

https://diepresse.com/home/innenpolitik/5107257/Strache_Mittelfristig-ist-Buergerkrieg-nicht-unwahrscheinlich

Dieses " SIE WERDEN SiCH NOCH WUNDERN WAS ALLES MÖGLCH IST " wurde genau in jener Zeit vom euphorisierten Hofer platziert als Kurz mit der FP den Sturz der alten Regierung ausgehandelt hat. Monate vor der Wahl was schon klar was kommen wird. nicht einmal Scheinverhandlungen mit anderen Parteien wurden geführt. Daher auch die raschen Regierungsverhandlungen. Kurz kann aus diese Geschichte nicht mehr raus, weil sonst alles von der FP aufgedeckt wird. Jetzt treibt die FP den nationalistischen antidemokratischen Kurs voran weil sie drauf zählen kann , dass der erpressbare Kurz keine Neuwahlen vom Zaun bricht.

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( Kommentare)
am 17.05.2019 15:49

12 Minuten bei diesem dem Sauwetter auf der Straße befohlenes warten, bis der Sellner alle Spuren beseitigt hat. (Wenn, man unsere Absichten erkennen soll, tun wir halt so, als wäre es Zufall.)

War es zeitmäßig (zu knapper Zeitraum zwischen telefonischer Warnung und an der Tür klopft es) nicht mehr möglich den üblichen Schmäh „ alles zerstört durch einen „del*** Virus“ anzuwenden. Schade, gelöschte Mails, sowie alle anderen gelöschten Daten können, sofern der Rechner, die Festplatte (womit nicht zu rechnen ist) mitgenommen wurde, von Techniker wieder hergestellt werden.

Ungeachtet dessen: ist doch schon spannend, was so alles aus „Zufall“ in letzter Zeit in Österreich passiert.

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netmitmir (12.398 Kommentare)
am 17.05.2019 18:16

Die Festplatte wird halt leider verloren gehen. Da sind wahrscheinlich jede Menge Fotos mit den Biertrinken mit Strache drauf.

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kmal (1.002 Kommentare)
am 17.05.2019 14:56

Tja wer jetzt noch glaubt dass in Österreich Dinge nach Rechtsstaatlichkeit funktionieren wird eines Besseren belehrt, natürlich werden Kickl, Strache, Kurz und Co vermeiden dass da genauer hingeschaut wird, wer weiß was alles zu finden gewesen wäre. Aber ist sicher nur ein Einzelfall.

Täglich grüßt das Murmeltier, heute gleich zweimal: Fall Sellner und dann noch der Küssel.

Gute Nacht Österreich

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NeujahrsUNgluecksschweinchen (25.574 Kommentare)
am 17.05.2019 17:24

Das war echte rechts-rechte "Rechts"staatlichkeit.

Man kommt aus dem Wundern nicht mehr raus.

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mcgyver (347 Kommentare)
am 17.05.2019 14:23

Da war sicher alles Supersauber

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brainpain (1.725 Kommentare)
am 17.05.2019 13:52

12 Minuten?, na ja bis man sich die Stöckelschuhe ausgezogen und vom Negligee rauskommt und dann in die Jean, das geht nicht schneller! grinsen.

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EinsameSocke (2.186 Kommentare)
am 17.05.2019 13:50

Da fällt mir Ostbahn Kurti ein;
i her di klopfn, aba i mach ned auf.

Tür eintreten ging ja nicht, war keine Gefahr in Verzug.

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Grantlhuber.Nikolaus (294 Kommentare)
am 17.05.2019 13:34

Wer im April 2018 diesen Polizeieinsatz am Taubenmarkt verfolgt hat, wundert sich über gar nichts mehr:
https://diepresse.com/home/innenpolitik/5412964/Gewaltbereite-Chaoten_Kontroverse-um-Einsatz-bei-IdentitaerenDemo

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netmitmir (12.398 Kommentare)
am 17.05.2019 18:25

Dank Unterwanderung durch antidemokrtische Elemente ist der Polzei der Schutz der Rechten Staatsfeinde bereits wichiger, als der Schutz der Bürger vor diesen Gruppen.

Weit haben wir es gebracht. Die drei Kernministerien für den Schutz der Republik befinden sich in der Hand von Rechtextremen. War das der Preis für die Mithilfe der FP beim Putsch gegen Mitterlehner ?

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Grantlhuber.Nikolaus (294 Kommentare)
am 17.05.2019 13:26

Es ist unfassbar, wie schnell der Rechtsstaat von dieser Regierung abgewickelt wird - und das unter der Führung eines Bundeskanzlers der traditionsreichen Österreichischen Volkspartei. Wirklich ein erbärmlicher Niedergang der Republik Österreich unter Sebastian Kurz. Und kaum jemand aus der ÖVP stört sich daran.

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( Kommentare)
am 17.05.2019 12:59

Kann man da noch immer von "Einzelfällen" reden?
Es ist an der Zeit, dass die Reißleine gezogen wird, denn wir sind bereits mitten in der Wiederbetätigung des Völkerhasses.

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handycaps (2.072 Kommentare)
am 17.05.2019 12:56

Wen wundert das wirklich bei einem Innenminister Kickl und einem Vizekanzler Strache, der sich zwar in aller Öffentlichkeit von den Identitären distanziert, aber mit diesen am gemeinsamen Wirtshaustisch sitzt und den selben Bevölkerungsaustausch-Schwachsinn verbreitet!

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netmitmir (12.398 Kommentare)
am 17.05.2019 18:14

Ich frag mich ja immer , hätte Sellner diesen Strache zu dem Biertrinken mit dem Aussinazi auch mitgebracht , oder wäre er allein gegangen.

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mechatroniker (59 Kommentare)
am 17.05.2019 12:56

Solange man solchen Figuren eine Bedeutung gibt, sind sie auch präsent.
Würde sich niemand für ihn interessieren, wäre er ohne Bedeutung.

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Juni2013 (9.414 Kommentare)
am 17.05.2019 13:02

Sellner keine Bedeutung geben: Aber dann hätten die Medien keine auflagen- oder einschaltquotensteigernden Schlagzeilen mehr.

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Harbachoed-Kater (4.909 Kommentare)
am 17.05.2019 13:24

gerade typen wie du geben ihm eine Bedeutung

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spacer (1.511 Kommentare)
am 17.05.2019 12:43

Ach bitte, er war eben noch nicht soweit 😁
Vielleicht war er ja nur am Klo 😁

Ironie off

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gutmensch (16.280 Kommentare)
am 17.05.2019 12:43

Kein Grund zur Eile. Sellner war ja eh schon vorgewarnt.

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Harbachoed-Kater (4.909 Kommentare)
am 17.05.2019 13:25

dachte ich auch. Wie lange? wie lange hätte er gebraucht? mit wem telefonierten die Blumen?

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SRV (14.567 Kommentare)
am 17.05.2019 12:20

Im Gegensatz zum BVT war ja die akute Gefahr der Fernlöschung nicht gegeben, da kann man schon einmal ein paar Minuten warten...

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LinzerWorte (1.093 Kommentare)
am 17.05.2019 12:14

Natürlich hat die Polizei Angst und Respekt vor ihm. Immerhin ist er, zumindest nach der Berichterstattung, ein weltweit führender Top Terrorist.

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Harbachoed-Kater (4.909 Kommentare)
am 17.05.2019 13:26

leider hat er Waffenverbot

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tatwaffe (883 Kommentare)
am 17.05.2019 12:11

Einfach unglaublich.

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