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Lopatka: "FPÖ-Wahlplakat ist der Wahnsinn"

Von nachrichten.at/apa, 17. Mai 2024, 06:27 Uhr
ÖVP-Spitzenkandidat Reinhold Lopatka
ÖVP-Spitzenkandidat Reinhold Lopatka Bild: (APA/EVA MANHART)

WIEN. Eine europäische Armee wäre nach Ansicht des ÖVP-Spitzenkandidaten für die Europawahl, Reinhold Lopatka, "eine Schwächung" Europas.

Lopatka plädierte am Donnerstagabend in einem Gespräch mit der "Vereinigung der Europajournalisten und Europajournalistinnen" (AEJ) und dem Verband der Auslandspresse in Wien stattdessen für eine enge Zusammenarbeit der neutralen Staaten mit der NATO.

Die NATO sei "viel stärker als die Europäische Union" und das Fundament der kollektiven Sicherheit für 23 EU-Staaten. Die Allianz habe es geschafft, Länder wie Norwegen, Albanien, Montenegro, Nordmazedonien aufzunehmen, während die EU Großbritannien als zweite Atommacht verloren habe und keine weiteren Beitritte bewerkstelligt habe.

Österreich sei seit 1995 in der NATO-Partnerschaft für Frieden, dies hätten FPÖ und SPÖ offenbar vergessen, kritisierte Lopatka. Österreich tue viel, etwa am Westbalkan, um sich nicht dem Vorwurf des Trittbrettfahrers auszusetzen. "Ich bin froh, wenn auch in Zukunft die transatlantische Achse funktioniert, das wird bitter notwendig sein", so Lopatka.

"FPÖ-Plakat ist Wahnsinn"

Dass die FPÖ auf ihrem EU-Wahlplakat "den EU-Wahnsinn stoppen" wolle und der EU in Hinblick auf die Ukraine Kriegstreiberei vorwerfe sei "eine völlige Verkehrung der Tatsachen", sagte Lopatka. "Das Plakat per se ist der Wahnsinn."

Dennoch sei nach allen Umfragen zu erwarten, dass die Rechtsparteien gestärkt aus der EU-Wahl hervorgehen. Dass FPÖ-Chef Herbert Kickl nach der Nationalratswahl Karl Nehammer (ÖVP) wieder zum Kanzler mache, schloss Lopatka "absolut" aus. "Wir wollen ein verlässlicher Partner in der EU sein", betonte der ÖVP-Spitzenkandidat. "Selbstverständlich kommt für die ÖVP nur eine Zukunft Österreichs in der Europäischen Union in Frage. Mit unserem Wohlstand und unserer Sicherheit spielt man nicht russisches Roulette." Es sei gefährlich, dass die FPÖ mit der Idee eines EU-Austritts ("Öxit") spiele.

Eine Zusammenarbeit im Europaparlament mit der nationalkonservativen, EU-kritischen EKR-Fraktion, der etwa die rechte Regierungspartei "Fratelli d'Italia" von Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni angehört, schloss Lopatka nicht aus. Es gehe um Mehrheiten für Sachfragen. "Ich brauche keine Koalition mit Meloni", so der ÖVP-Politiker, "aber warum sollte ich von vornherein nein sagen?" Mit FPÖ und AfD sei eine solche Zusammenarbeit hingegen "unmöglich". Beide Parteien hätten "null Interesse, die EU weiterzuentwickeln", sondern sähen die Zukunft bei den Nationalstaaten.

Um gegen die schlechte EU-Stimmung in Österreich anzukämpfen, sollten Europaabgeordnete noch greifbarer für die Menschen sein, sagte Lopatka, der sich wünscht, dass die EU-Parlamentarier gemeinsam mehr mit den Europa-Gemeinderäten zusammenarbeiten. "Wir müssen direkt beim Wähler sein", so der aus der Oststeiermark stammende ÖVP-Politiker.

Lopatka über Winzig-Slogan 

Dass die derzeitige ÖVP-Delegationsleiterin Angelika Winzig bei der Europawahl mit dem Slogan "In Brüssel zählt für mich nur eines: Oberösterreich" wirbt, nimmt Lopatka mit einem Augenzwinkern zur Kenntnis. "Solche Plakate passieren", sagte er. Winzig habe in Oberösterreich viele Vorzugsstimmen bekommen. "Sie kennen Österreich, wir sind halt so. Das sollte uns nicht so sehr aufregen."

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14  Kommentare
14  Kommentare
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zeroana (1.513 Kommentare)
am 31.05.2024 18:40

EU Gelder in die Ukraine, ein Fass ohne Boden, zu verschieben, ist aber schon Wahnsinn.

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tim29tim (3.326 Kommentare)
am 17.05.2024 19:29

Angesichts Russischer Spionage und nachgewiesener Geldströme von Putin zu rechtsextremen Bewegungen in Europa, stellt sich schon die Frage nach dem Status des Freundschaftsvertrages der Putin Partei mit der FPÖ.

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azways (5.892 Kommentare)
am 17.05.2024 08:02

Rechts bleibt rechts - egal ob ÖVP, FPÖ oder GRÜNE draufsteht.

Und schließlich hat uns ja Kurz Putin in die derzeitige Lage gebracht - also darf sich die ÖVP wegen Putin-Freundschaften überhaupt nicht aufregen.

Aber die Wahrheit ist bei Politiker:innen halt immer alternativ.

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TheWhiteShark (14 Kommentare)
am 17.05.2024 11:43

Rechts ist keineswegs per se gleich böse,
wie es die ideenlosen Linken ständig darzustellen versuchen.

Aus Mangel an Argumenten wird pauschal gehetzt.
Untergriffe pflastern ihren Weg.

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azways (5.892 Kommentare)
am 17.05.2024 12:10

Alles aber weitem nicht so schlimm, aggressiv und gehässig wie "die Rechten".

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tim29tim (3.326 Kommentare)
am 17.05.2024 07:50

Ist schon in Ordnung, wenn sich Angelika Winzig für die OÖ Betriebe und Arbeitsplätze in Europa einsetzt

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Augustin65 (1.131 Kommentare)
am 17.05.2024 07:20

Als Wahnsinn würde ich eher bezeichnen, was die Schwarzen die letzten fünf Jahre aufgeführt haben!

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tradiwaberl (15.677 Kommentare)
am 17.05.2024 07:25

na dann zählen sie mal auf, was genau das denn war

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teja (5.938 Kommentare)
am 17.05.2024 13:32

Kreisky Schuldenkanzler 17% Staatsverschuldung - jahrzehnte övp Finanzminister 70 - 80% Staatsverschuldung.

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azways (5.892 Kommentare)
am 17.05.2024 08:04

Die Schwarzen gibt es seit Kurz nicht mehr, nur mehr die noch viel schlimmeren TÜRKISEN.

- Zwangsimpfung
- Corona Milliarden an die Wirtschaft
- 700 Millionen an ein deutsches Flugunternehmen
- Milliarden an die Signa-Investoren
- .......

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MaxXI (963 Kommentare)
am 17.05.2024 10:16

....sie haben vergessen zu erwähnen, wie viel Geld vernichtet wurde als die FPÖ regierungsbeteiligt war....

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sergio_eristoff (1.499 Kommentare)
am 17.05.2024 13:16

Whataboutismus wieder mal pur um wieder mal zu Hetzen....

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tradiwaberl (15.677 Kommentare)
am 17.05.2024 06:45

Die FPÖ will ja gar keinen Öxit mehr.
Der neueste Spin der rechten Russenparteien in Europa ist ja, in der EU zu bleiben und die EU von innen heraus zu "reformieren", also zu zerstören bzw. so umzubauen wie es der Kreml will.

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Analphabet (15.513 Kommentare)
am 17.05.2024 11:21

Sie sollten die Wände in ihrer Wohnung entfernen, Sie scheinen zu oft dagegen gerannt zu sein.

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