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Innenpolitik

Gudenus tritt aus der FPÖ aus

Von OÖN   19. Mai 2019 21:11 Uhr

Anschober klagt Gudenus wegen Verleumdung
FP-Klubobmann Johann Gudenus

WIEN. Nach neuen Vorwürfen – Gudenus soll auch nach dem Ibiza-Treffen mit der vermeintlichen Oligarchen-Tochter in Kontakt geblieben sein – tritt Klubobmann Johann Gudenus aus der FPÖ aus.

Die wichtigsten Entwicklungen vom Sonntag im Überblick:

  • Norbert Hofer ist in der Sitzung des FPÖ-Bundesparteipräsidiums am Sonntag einstimmig zum neuen Parteichef der FPÖ designiert worden
  • Bundespräsident Alexander Van der Bellen sprach sich nach einem Treffen mit Kanzler Kurz für Neuwahlen Anfang September aus. Auch im Burgenland gibt es vorgezogene Neuwahlen.
  • Das Ibizia-Video dürfte Folgen für die Linzer Stadtpolitik haben: Bürgermeister Klaus Luger will am Montag vor die Presse treten, zuvor trifft er seinen blauen Vize Markus Hein zu einem Gespräch.

Der am Samstag zurückgetretene FPÖ-Klubobmann Johann Gudenus hat am Sonntagabend "mit sofortiger Wirkung" seinen Austritt aus der Freiheitlichen Partei bekannt gegeben. Ebenso werde er sein Nationalratsmandat zurücklegen, erklärte die FPÖ in einer Aussendung. Bereits am Vortag hatte er erklärt, all seine Funktionen zurückzulegen.

Auch er ist auf dem Ibiza-Video zu sehen, und er soll es auch gewesen sein, der den Kontakt zu der angeblichen Oligarchen-Nichte herstellte. Denn Gudenus kannte die Dame bereits ein halbes Jahr vor dem Treffen in der Villa – und auch danach soll man in Kontakt geblieben sein. Das berichtete die "Süddeutsche Zeitung" (SZ) gestern Abend in ihrer Online-Ausgabe. Ihr liegen Audioaufnahmen von Treffen zwischen Gudenus, der Russin und ihrem Vertrauten vor.

Presseaussendung als "Geste des guten Willens"

Bei einem Treffen im August soll besprochen worden sein, dass Ibiza nicht wie erhofft verlief. Die angebliche Investorin sei "relativ angepisst" gewesen, so der Vertraute zu Gudenus. Wieder sollen Deals diskutiert worden sein, der Mann – wie die Russin wohl ein Lockvogel – wünschte sich eine "Geste des guten Willens", um ihr Zuversicht zu geben "hinsichtlich dieser Strabag-Geschichte, was da auf Ibiza diskutiert wurde".

Vereinbart wurde laut SZ, dass die FPÖ am 4. September 2017 eine Pressemitteilung veröffentlicht, in der Haselsteiner zum Thema gemacht werden sollte. Strache hatte in Ibiza angekündigt, dessen Firma keine Aufträge mehr zu geben.

Gudenus sagt offenbar zu und schickt ein E-Mail an den Vertrauten. Darin: der Link zu der veröffentlichten Presseaussendung mit dem Titel "Auch Haselsteiner soll seine Polit-Netzwerke offenlegen". Die Meldung ist noch immer auf dem OTS-Portal abrufbar. Auch über ein weiteres Treffen mit der Russin wurde gesprochen, dazu kam es offenbar aber nicht.

 

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