Lade Inhalte...

Weltspiegel

Marokko will nach Spanien geflüchtete Kinder zurücknehmen

Von nachrichten.at/apa   01. Juni 2021 20:18 Uhr

Im Mai waren tausende Menschen von marokkanischem Gebiet aus in die nordafrikanische Enklave Ceuta in Spanien geflohen.

RABAT/MADRID. Nach Kritik aus Spanien hat Marokko angekündigt, sich stärker um die Rücknahme unbegleiteter marokkanischer Kindern zu bemühen, die sich illegal in der EU aufhalten.

König Mohammed VI. habe den Behörden eine entsprechende Anweisung erteilt, teilten das Außen- und das Innenministerium am Dienstag mit. Marokko habe in der Sache zwar bereits mit Staaten in der EU zusammengearbeitet, die Verfahren in einigen Ländern hätten eine Rückführung aber verzögert.

Im Mai waren tausende Menschen von marokkanischem Gebiet aus in die nordafrikanische Enklave Ceuta in Spanien geflohen, was zu Streit zwischen den beiden Ländern führte. Die meisten Migranten, die nach Ceuta gelangten, waren schnell wieder nach Marokko zurückgeführt worden. Hunderte unbegleitete Minderjährigen bleiben aber zurück. In spanischen Medien hatte es zuletzt geheißen, Marokko nehme Migranten nicht im Einklang mit früheren Kooperationsabkommen zurück.

Spaniens Ministerpräsident Pedro Sanchez hatte am Montag erklärt, Marokko habe den Migranten-Ansturm auf die spanische Exklave als politisches Druckmittel provoziert. Die Beziehungen zwischen beiden Ländern sind angespannt, weil Spanien einen Anführer der Separatistenorganisation Polisario zu einer Krankenhaus-Behandlung einreisen ließ. Die Polisario kämpft für die Unabhängigkeit der Westsahara-Region von Marokko. Spanien hatte bis 1975 die Kolonialherrschaft über die Westsahara.

Lädt
turned_in

info Mit dem Klick auf das Icon fügen Sie das Schlagwort zu Ihren Themen hinzu.

turned_in

info Mit dem Klick auf das Icon öffnen Sie Ihre "meine Themen" Seite. Sie haben von 15 Schlagworten gespeichert und müssten Schlagworte entfernen.

turned_in

info Mit dem Klick auf das Icon entfernen Sie das Schlagwort aus Ihren Themen.

turned_in

Fügen Sie das Thema zu Ihren Themen hinzu.

mehr aus Weltspiegel

6  Kommentare expand_more 6  Kommentare expand_less