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Weltspiegel

Schweres Erdbeben erschüttert West-Türkei und Samos

Von nachrichten.at/apa   30. Oktober 2020 15:15 Uhr

Schweres Erdbeben erschüttert West-Türkei und Griechenland

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ANKARA. In der West-Türkei und in Griechenland hat es ein schweres Erdbeben mit mehreren Toten und vielen Verletzten gegeben: Laut ZAMG wurde eine Magnitude von 7,0 registriert. Auf der griechischen Insel Samos ist es zu einem Tsunami gekommen, in Izmir sind mehrere Gebäude eingestürzt.

Dem türkischen Fernsehsender TRT zufolge kamen in nach bisherigen Informationen mindestens 14 Menschen ums Leben, mindestens 419 wurden verletzt. Nach dem Erdbeben waren in der Westtürkei mehrere Gebäude eingestürzt und Menschen verschüttet worden. Auch auf der griechischen Insel Samos kam es zu Schäden und einem Tsunami. Dort wurden Medienberichten zufolge vorerst acht Verletzte im Krankenhaus behandelt. 

Sowohl auf Samos als auch an der türkischen Westküste trat nach dem Beben das Wasser in Form eines Tsunamis über die Ufer, auch gab es bereits mehrere Nachbeben. Griechische Fernsehsender zeigten Bilder von der überfluteten Küstenpromenade, wo das Wasser Autos wegschwemmte. Nach Berechnungen des deutschen Geoforschungszentrums (GFZ) in Potsdam erreichten die Wellen Höhen von mehr als 1,5 Metern; sie könnten an der Küste womöglich bis zu drei Meter hoch auflaufen.

Nach Angaben der türkischen Katastrophenschutzbehörde von Freitagabend starben in der Westtürkei mindestens zwölf Menschen, auf Samos starben zwei Jugendliche.

Warnung vor weiteren Tsunami

Auch auf Bildern aus dem türkischen Seferihisar waren überflutete Gassen zu sehen. Experten warnten im Interview mit TRT vor einem möglichen weiteren Tsunami. Erdbeben-Institute berichten bereits über erste Nachbeben weiter westlich des Hauptbebens, mehrere davon über der Stärke 4,0.

Das Hauptbeben hatte nach Angaben der nationalen türkischen Katastrophenbehörde eine Stärke von 6,6. Die für Erdbeben zuständige US-Behörde USGS und die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik in Österreich gaben die Stärke des Bebens sogar mit 7,0 an. Das Beben soll griechischen Medien zufolge rund 30 Sekunden und damit sehr lang gedauert haben. 

Bis Athen und Istanbul zu spüren

Verschiedenen Berichten zufolge war das Beben in der türkischen Metropole Istanbul und bis in die griechische Hauptstadt Athen zu spüren. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan richtete sich in einem Tweet an die Bevölkerung. Man stehe den vom Erdbeben betroffenen Menschen mit allen Mitteln bei. In Griechenland war der stellvertretende Bürgerschutzminister auf dem Weg nach Samos.

Das Video zeigt, wie sich das Meer zurückzieht:

Das Epizentrum des Bebens habe in der Ägäis vor Seferihisar in der türkischen Provinz Izmir gelegen, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu Ajansi am Freitag. Der türkische Nachrichtensender TRT zeigte Bilder von einem eingestürzten Gebäude in Izmir und berichtete von Panik auf den Straßen während des Bebens. Telefonverbindungen seien unterbrochen gewesen, der Strom fiel aus. 

Auf Fernsehbildern waren größere Staubwolken zu sehen, die über der Stadt hingen. Der Gouverneur von Izmir sagte im Interview mit dem Fernsehsender, bisher könne man keine genauen Informationen über Opfer oder Schäden machen. Das Beben hat sich Anadolu zufolge um 14.51 Uhr Ortszeit zugetragen.

EU bietet Hilfe an

EU-Ratspräsident Charles Michel hat der Türkei und Griechenland nach dem schweren Erbeben in der östlichen Ägäis Hilfe angeboten. "Ich bin in Gedanken bei allen, die betroffen sind", schrieb Michel am Freitag auf Twitter. "Die EU hält sich bereit, Unterstützung zu leisten."

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