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LED-Lampen: Das leuchtende Vorbild

Von Leander Bruckbög   21. April 2012

Als die EU der altbekannten Glühbirne den Todesstoß versetzte, schien das Zeitalter der Energiesparlampe angebrochen. Die im Fachjargon klingend Kompaktleuchtstofflampe genannte Lichtquelle hatte allerdings seit ihrer Einführung Schwierigkeiten, die Konsumenten zu begeistern. Die Kunden blieben „ihrer“ guten, alten Glühbirne treu, und viele kauften 60-Watt-Birnen in Massen, bevor das EU-Produktionsverbot im September des Vorjahres das Ende einer 130-jährigen Ära einläutete. Die beiden Jahre zuvor waren bereits jeweils die 100- und 75-Watt-Varianten vom Markt genommen worden.

Umstrittene Energiesparlampe

Bei der Kompaktleuchtstofflampe handelt es sich, wie der Name verrät, um eine verkleinerte, weiterentwickelte Form der Leuchtstoffröhre. Schon seit 1980 sind diese Energiesparlampen im Handel erhältlich, waren anfangs jedoch noch zu groß und konnten auch punkto Leuchtkraft, Farbe und Lichtausbeute nicht mit der konventionellen Glühbirne mithalten.

Über die Jahre hinweg wurde die Technik immer weiter verfeinert und viele Schwachstellen ausgemerzt. Geblieben ist das für Leuchtstoff charakteristische Flackern und die nach wie vor merkliche Anlaufzeit, bis die volle Leuchtkraft erreicht ist. Für Verunsicherung bei den Käufern sorgte auch der technisch bedingte Quecksilbergehalt. Warnungen vor Gesundheitsgefährdungen durch zerbrochene Energiesparlampen sind aber oftmals übertrieben: Geht eine Lampe zu Bruch, reicht es, den Raum zu lüften. Neue Lampen sind oft mit einer Schutzschicht überzogen, die das Zerbrechen erschweren. Dennoch sollte eine Energiesparlampe nicht mit dem Hausmüll entsorgt werden.

LED auf der Überholspur

Nach dem Ende der Glühbirne schien also der Weg frei für die Energiesparlampe. Doch der rasante Fortschritt in der LED-Technologie droht das zu verhindern. Leuchtdioden zeichnen sich durch ihre enorme Lebensdauer aus. Eine Diode hält bis zu 100.000 Stunden, während Energiesparlampen nach bis zu 15.000 Stunden kapitulieren und die klassische Glühbirne oft nur 1000 Stunden durchhält. Hinzu kommt die gute Energieausbeute, da LEDs nur wenig Energie in Form von Wärme abstrahlen. Die LED-Technik hat sich daher bereits in anderen Bereichen durchgesetzt. So werden in Bildschirmen immer öfter LEDs verbaut, egal ob Computer-Monitor, Smartphone-Display oder Fernseher. Auch in der Autoindustrie kommen zunehmend LEDs anstatt klassischer Halogenlampen zum Einsatz.

Im Wohnbereich ist der Preis der größte Nachteil der LED-Technik. Dieser schrumpft aber dank des starken Preisdrucks aus dem LED-Vorreiterland China stetig. Qualitativ hochwertige LED-Lampen, die von der Lichtleistung einer herkömmlichen 60-Watt-Glühbirne entsprechen, sind ab etwa 30 Euro erhältlich. Solche Lampen machen sich derzeit nur bezahlt, wenn sie oft und lange eingeschaltet werden.

Vorsicht bei Billigangeboten

Allzu preiswerte LED-Lampen sind nicht empfehlenswert. Oft kommen hier billige LEDs zum Einsatz, die anstelle eines Metallkühlkörpers lediglich mit einer Plastikhalterung versehen sind, was die Lebensdauer deutlich senkt.

LED-Birnen werden immer billiger, und so wird bald der letzte Nachteil gegenüber der Energiesparlampe verschwunden sein. Sie droht, wieder vom Markt verdrängt zu werden, bevor sie sich richtig durchsetzen konnte. Den Erzeugern gefällt dieser Trend ganz und gar nicht. Schließlich wollen die Entwicklungskosten, mit denen die Energiesparer in den vergangenen Jahren stetig verbessert wurden, erst wieder eingenommen werden.

Vielfältige Möglichkeiten

Ein Vorurteil verbindet LED- und Energiesparlampe: Im Gegensatz zur Glühbirne haben beide den Ruf, eher kaltes Licht abzugeben. Mittlerweile gibt es aber sowohl bei LED- als auch bei Energiesparlampen kaum mehr einen Unterschied zur Lichttemperatur einer Glühbirne. Es gibt sogar spezielle LED-Lampen, deren Farbe sich mittels Fernbedienung beliebig ändern lässt. Die Möglichkeiten im LED-Bereich sind vielfältig und noch längst nicht ausgeschöpft. Die Lichtquelle der Zukunft setzt gerade erst dazu an, alle Bereiche unseres Lebens zu erobern.

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