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Chronik

Wieder mehr als 2.000 Neuinfektionen in Österreich

Von nachrichten.at   10. September 2021 10:46 Uhr

FILE PHOTO: A health worker takes a swab sample from a man to test for the coronavirus disease (COVID-19), at the Fiumicino Airport in Rome
(Symbolbild)

WIEN. In Österreich sind in den vergangenen 24 Stunden 2.341 Corona-Neuinfektionen gemeldet worden, wieder deutlich mehr als im Sieben-Tages-Schnitt (1.785).

Zudem gab es zehn weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus. Die Zahl der aktiven Fälle stieg auf 20.021 - so viele wie zuletzt Anfang Mai. Auch in den Spitälern gab es einen Anstieg: 668 Patienten werden dort aktuell versorgt. Um vier mehr als am Vortag, wie die Zahlen des Innen- und Gesundheitsministeriums zeigen.

Damit bewegt sich die Zahl an Covid-19-Patienten, die in Spitälern behandelt werden müssen, auf dem höchsten Niveau seit 22. Mai (679). Einen leichten Rückgang um fünf Patienten gab es unterdessen auf den Intensivstationen, auf denen nunmehr 183 Personen behandelt werden.

Aktuell liegen in der Bundeshauptstadt 213 Patienten in Krankenhäusern, 67 müssen intensivmedizinisch behandelt werden. 64 waren es am Dienstag, davon waren laut Stadt Wien 61 nicht vollständig geimpft. Von den damals 138 Covid-Patienten auf Normalstationen waren 111 und damit etwas mehr als vier Fünftel nicht vollimmunisiert.

In Oberösterreich sind aktuell 123 Menschen in Spitälern, 30 auf Intensivstationen, in Niederösterreich sind es 96 beziehungsweise 32, in der Steiermark 86 bzw. 22 und in Tirol 40 bzw. acht. Das Land Salzburg meldete aktuell 37 Patienten in Spitälern, zehn auf Intensivstationen, Kärnten 35 bzw. fünf und Vorarlberg 20 bzw. acht. Am wenigsten Covid-19-Erkrankte müssen im Burgenland stationär behandelt werden. 18 Menschen liegen dort in Spitälern, eine Person wird intensiv behandelt.

Die Sieben-Tages-Inzidenz ist landesweit binnen sieben Tagen von 114,2 auf 139,9 Fälle je 100.000 Einwohner gestiegen. Die meisten Neuinfektionen wurden mit 746 in Wien gemeldet. In Oberösterreich kamen 473, in Niederösterreich 447 Fälle dazu. Die Steiermark meldete 204, Tirol 175 (im Vergleich zu 115 im gleichen Zeitraum davor), Salzburg 141, Vorarlberg 66, das Burgenland 45 und Kärnten 44 Neuinfektionen.

Gleichzeitig ging es am Mittwoch im Vergleich zum Vortag mit den Impfzahlen wieder etwas bergauf. 14.370 Österreicherinnen und Österreicher ließen sich eine Impfdosis verabreichen, am Mittwoch waren es 13.138 gewesen. Binnen der letzten Woche wurden somit 78.856 Impfdosen verabreicht. Anfang Juni wurden am Spitzentag noch über 143.000 Menschen geimpft. Insgesamt haben laut den Daten des E-Impfpasses 5.583.675 Menschen bereits zumindest eine Teilimpfung erhalten: Das sind 62,5 Prozent der Bevölkerung. Exakt 5.280.942 und somit 59,1 Prozent der Österreicher sind unterdessen voll immunisiert.

Eine Vollimmunisierung, die laut Experten vor einem schweren Verlauf der Krankheit schützt, haben im Burgenland 66,9 Prozent der Bevölkerung erhalten, gefolgt von Niederösterreich (62 Prozent), der Steiermark (59,7 Prozent), Vorarlberg (58,4 Prozent), Tirol (57,7 Prozent), Wien (57,6 Prozent), Salzburg (55,6) und Kärnten (55,2 Prozent). Schlusslicht ist weiterhin Oberösterreich mit 54,5 Prozent an Vollimmunisierten.

Die effektive Reproduktionszahl ist im Vergleich zur Vorwoche leicht gestiegen und liegt nun bei 1,11. Das geht aus dem Update der Experten der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) und der TU Graz hervor. Bei 1,07 lag der R-Wert in der Vorwoche - er bezieht sich jeweils auf die vorangegangenen 13 Epidemietage. Ein Wert von 1,11 bedeutet, dass 100 Infizierte statistisch gesehen 111 weitere Menschen mit dem Coronavirus anstecken. Die tägliche Steigerungsrate stieg gegenüber 2,6 Prozent in der Vorwoche auf aktuell 4,3 Prozent. Die AGES wies darauf hin, dass die Reproduktionszahl in allen Bundesländern über eins liegt. Für die Analyse wurde der Beobachtungszeitraum von 27. August bis 8. September mit 21.487 Fällen in dieser Zeitperiode herangezogen.

Seit Pandemie-Beginn hat es in Österreich bereits 705.913 positive SARS-CoV-2-Tests gegeben. Als genesen gelten 675.060 Menschen. Insgesamt wurden in den vergangenen 24 Stunden 125.429 PCR-Tests gemeldet, die Positivrate betrug 1,87 Prozent. Dieser 24-Stunden-Wert liegt damit über dem Schnitt der vergangenen Woche von 1,7 Prozent. Insgesamt wurden in Österreich damit nahezu 100 Millionen Antigen- und PCR-Tests durchgeführt (99.993.936).

Junge Infizierte in Wien

Von den aktiven Corona-Fällen in der Bundeshauptstadt waren zu Wochenbeginn 28 Prozent Unter-20-Jährige. Immerhin acht Prozent hatten den zehnten Geburtstag noch vor sich. Den Ungeimpften waren 78 Prozent und damit fast vier Fünftel der aktiven Fälle in Wien zuordenbar. Sechs Prozent der Betroffenen waren ein Mal, 15 Prozent zwei Mal geimpft. Diese Zahlen gab die Stadt Wien auf APA-Anfrage bekannt.

Die Sieben-Tages-Inzidenz - die Neuinfektionen in den vergangenen sieben Tagen je 100.000 Einwohner - lag am Montag in Wien bei den Nicht-Vollimmunisierten bei 335,6. Das war bereits höher als die Rekordwerte, die im heurigen März für nicht vollständig Immunisierte ausgewiesen wurden. Sie war damit deutlich mehr als fünf Mal so hoch wie bei den Vollimmunisierten, bei denen sich die Sieben-Tages-Inzidenz binnen drei Wochen von 32,1 auf 61,0 fast verdoppelt hatte.

Zumindest zu Wochenbeginn waren statistisch betrachtet die Wiener Seniorinnen und Senioren weiterhin unterdurchschnittlich von Corona betroffen, was auf die wesentlich höheren Impfquoten in diesen Altersgruppen und die im Vergleich zur Jugend geringeren Spezialkontakte zurückzuführen sein dürfte. Von den am Montag gemeldeten 6.121 aktiven Fällen machten die über 60-Jährigen acht Prozent aus, die über 80-Jährigen gerade ein Mal zwei Prozent. Demgegenüber waren 40 Prozent der Betroffenen zwischen 20 und 40 Jahre alt.

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