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Vorzeigeprojekt: Welser HBLW bildet als erste Schule Lebensretter aus

Von Erik Famler, 10. Mai 2024, 00:04 Uhr
Vorzeigeprojekt: Welser HBLW bildet als erste Schule Lebensretter aus
Walter Aichinger (v. l.), Christine Haberlander, Karin Reiter-Forstinger und Daniel Lieb

WELS. Rettungssanitäterausbildung wird 2026 fix in den Lehrplan aufgenommen.

"Mir ist die Idee während eines Nachtdienstes eingeschossen", schildert HBLW-Professor Daniel Lieb. Der geistige Vater der ersten Lebensretterschule Oberösterreichs absolvierte vor 13 Jahren im Rahmen seines Zivildienstes eine Notfallsanitäterausbildung. Seit damals arbeitet er ehrenamtlich beim Roten Kreuz.

Bei seiner Direktorin Karin Reiter-Forstinger trat der Pädagoge offene Türen ein. Und so kam es, dass in Wels gemeinsam mit der Bildungsdirektion, dem Roten Kreuz und der Landesregierung ein in Oberösterreich einzigartiges Schulprojekt entwickelt wurde: "Die Idee, die Rettungssanitäterausbildung an Schulen anzubieten, überzeugte uns von Anfang an. Wir würden uns freuen, wenn dieses Pilotprojekt noch viele Nachfolger findet", sagte Rotkreuz-Präsident Walter Aichinger. Am Mittwoch präsentierte er mit den beiden Lehrkräften und Gesundheitsreferentin Christine Haberlander in der HBLW den neuen Ausbildungsschwerpunkt.

Der neue Schulschwerpunkt beginnt offiziell mit dem vierten Jahrgang. Vorbereitet werden die Schüler aber schon im dritten Jahrgang. In den naturwissenschaftlichen Fächern findet eine Vertiefung statt. Sie erwerben Kompetenzen in der Sanitätshilfe und können sich zu Rettungssanitätern ausbilden lassen.

Praxisstunden bei Rotem Kreuz

Diese Ausbildung umfasst 100 Unterrichtsstunden Theorie und 160 Stunden Praxis. Der praktische Teil findet an einer der Ortsstellen des Roten Kreuzes statt. 2026/27 startet der erste Sanitäterkurs. Schon in diesem Jahr bekommen die Mädchen und Burschen der dritten Klassen einen vertiefenden Einblick in die Humanbiologie. Am Ende der Ausbildung steht die Abschlussprüfung zum Rettungssanitäter. "Sie ist freiwillig und kann am Anfang des fünften Schuljahres absolviert werden", betont Aichinger. Rund 70 Prozent der Rotkreuz-Zivildiener treten zu dieser Prüfung an. Bei den HBLW-Schülern sei mit einer ähnlich hohen Quote zu rechnen, sagt der Rotkreuz-Chef.

Keine Mehrkosten

Begeistert vom neuen Schulangebot zeigt sich auch LH-Stellvertreterin Haberlander: "Damit schlagen wir eine Brücke zwischen Bildung und Gesundheitswesen. Dieses Programm gibt den Jugendlichen nicht nur praktische Einblicke in den Rettungsdienst, sondern unterstützt sie auch in ihrer persönlichen und beruflichen Entwicklung." Dass der neue Schwerpunkt keine Mehrkosten verursacht, wird von den Beteiligten als angenehmer Nebeneffekt eingestuft.

Für Haberlander steht außer Frage, dass die neue Sanitäterausbildung Schülerinnen und Schüler für Gesundheitsberufe begeistern könne. Sie sei aber nicht der alleinige Grund, warum die von Professor Lieb erdachte Idee in ein Schulprojekt gemündet sei. "Wenn junge Menschen dazu befähigt werden, Leben zu retten, profitiert unsere Gesellschaft davon."

Nicht alles ist zumutbar

Noch ist nicht alles durchdacht. So tauchte etwa die Frage auf, was jungen Menschen im Praxistest beim Roten Kreuz zugemutet werden kann. "Wir sind eine lernende Organisation und haben darauf noch keine endgültige Antwort", sagt Direktorin Reiter-Forstinger. 

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Autor
Erik Famler
Lokalredakteur Wels
Erik Famler
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