Schubertiade Wels feiert 20-Jahre-Jubiläum
WELS. Die von Tenor Michael Nowak kuratierte Veranstaltungsreihe verbindet Musikgenuss mit einem sozialen Auftrag . Junge aufstrebende Künstler und die Lebenshilfe werden unterstützt
WELS. Die Welser Schubertiade, die Hörgenuss auf hohem Niveau bietet, geht ins zwanzigste Jahr ihres Bestehens. Start der Jubiläumssaison ist am 2. und 4. Dezember mit zwei Weihnachtskonzerten mit dem Bach Chor und dem Chor NowaCanto in der Kirche St. Franziskus (Beginn: 19.30 Uhr). Mitgestalten wird den Abend auch eine Gruppe der Lebenshilfe, die von der Schubertiade bereits mehrfach unterstützt wurde.
"Wir wollen auch in Zukunft qualitativ hochwertige Veranstaltungen mit der Gemeinnützigkeit verbinden", betont Schubertiade-Leiter und Tenor Michael Nowak bei einer Pressekonferenz, die musikalisch von der ukrainischen Nachwuchssängerin Maria Tkach eingeleitet wurde. Die Studentin der Anton Bruckner Privatuniversität erhielt 2300 Euro aus dem Erlös der vergangenen Musiksaison für ihre musikalische Ausbildung. Seit der Gründung der Schubertiade wurden Privatpersonen und Institutionen bereits mit der stolzen Summe von 96.000 Euro unterstützt.
"Wir wollen auch künftig dem treu bleiben, was wir bisher gemacht haben, und möchten uns auch bei den Sponsoren und für den Rückhalt durch die Stadt bedanken, ohne die das alles nicht machbar wäre", sagte Nowak. Kulturreferentin Christa Raggl-Mühlberger betonte, dass die Schubertiade mit ihrem Anspruch, Kunst mit sozialem Engagement zu verbinden, etwas Besonderes sei, das sie gerne unterstütze.
Gegründet wurde die Konzertreihe von Marianne und Alfred Ecker im Jahr 2004. Kurz vor dem Tod des Initiators im Oktober 2015 versprach Nowak, die Schubertiade im Sinne von Alfred Ecker weiterzuführen. 2016 wurde ein ehrenamtlich geführter Verein "Freunde der Schubertiade Wels" gegründet. Unterstützt wird Nowak in der Leitung von seiner gesamten Familie, vor allem aber von seiner Frau Judith Graf, einer erfolgreichen Sopranistin.
Am Programm stehen 2024 ein Kammermusikkonzert mit dem Atalante Quartett (9. Februar) in der Landesmusikschule, ein Saxophon-Orchesterkonzert im alten Schlachthof (8. März) und das Festkonzert zum Jubiläum "Stabat Mater" von A. Dvorak in der Kirche Hl. Familie (20. April). (krai)