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Beliebter Pfarrer wird neuer Dechant

10. Juli 2020, 00:04 Uhr
Beliebter Pfarrer wird neuer Dechant
Paulinus Anaedu Bild: Diözese Linz

EFERDING/HARTKIRCHEN. Paulinus Anaedu, der aus Nigeria stammt, übernimmt das Dekanat Eferding.

Über Arbeitsmangel musste sich Pfarrer Paulinus, wie ihn alle nennen, schon bisher nicht beklagen. Er engagiert sich in fünf Pfarren im Raum Eferding. Mit September wird der 52-Jährige nun zum Dechant des Dekanates Eferding ernannt, er folgt in dieser Funktion Erich Weichselbaumer nach.

"Vor meiner Wahl habe ich eine Bedingung gestellt", sagt Paulinus Anaedu, "dass Eferding Probepfarre für den Zukunftsweg der Diözese wird." Bei dieser größten Reform in der mehr als 230-jährigen Geschichte der Diözese Linz sollen aus den derzeit 487 Pfarren mit 39 übergeordneten Dekanaten in Oberösterreich nur noch rund 40 Pfarren mit durchschnittlich 14 Pfarrgemeinden entstehen, die jeweils von Dreierteams geleitet werden. Hintergrund sind der gesellschaftliche Wandel und der zunehmende Priestermangel. Dieser trifft auch das Dekanat Eferding mit seinen zehn Pfarren stark, wo es derzeit nur mehr drei Priester gibt. Er hoffe, dass das neue Modell bald von Rom genehmigt werde.

Pfarrer Paulinus kam vor 16 Jahren aus Nigeria nach Österreich. "Es war Winter, es war kalt, aber man gewöhnt sich an alles. Zu Beginn hatte ich große Schwierigkeiten mit der Mundart, das ist eine ganz andere Sprache", erzählt er von seinen Anfängen in Österreich und lacht. Seit 2012 ist er Pfarrer von Hartkirchen und lebt dort im Pfarrhof. Die Gläubigen schätzen seinen Humor, seine offene Art auf Leute zuzugehen und nicht zuletzt die rhythmischen Messen.

"Man kann nicht überall sein"

Der beliebte Seelsorger gibt unumwunden zu, dass auch er unter dem Priestermangel und der Ämterkumulierung leide. "Nur eine Pfarre zu haben wäre toll, bei mehreren ist es nicht mehr so einfach, man kann nicht überall sein, das tut mir schon weh", sagt Paulinus, der derzeit Pfarradministrator von Hartkirchen, Aschach und Haibach sowie Pfarrprovisor von Prambachkirchen und Stroheim ist.

In Österreich hat er durchwegs positive Erfahrungen gemacht. "Vorurteile wegen meiner Hautfarbe sind Einzelfälle, die nehme ich nicht persönlich", sagt der neue Dechant. Auf die Frage, ob er nun der einzige Afrikaner in dieser Funktion sei, antwortet er: "Ich weiß es nicht, aber ich glaube ja", und setzt wieder zu seinem ansteckenden Lachen an. (krai)

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