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Wels

Welser Schauspielerin wandelt auf den Spuren von Angelina Jolie

Von Von Erik Famler   23. März 2018 00:15 Uhr

Laura Przybilla bastelt an einer internationalen Schauspielkarriere.
Laura Przybilla bastelt an einer internationalen Schauspielkarriere

WELS/NEW YORK. Laura Przybilla gewann bei US-Filmfestival Auszeichnung für beste weibliche Hauptrolle

Die Welserin Laura Przybilla wird in der New Yorker Schauspielschule Lee Strasberg als großes Talent gefeiert. Seit drei Jahren besucht sie das renommierte Theater- und Filminstitut, das Hollywoodstars wie Christoph Waltz, Angelina Jolie, Scarlett Johansson zu Weltruhm verhalf.

Im Vorjahr spielte Laura die Hauptrolle in der New Yorker Premiere des Theaterstücks „Twin Restaurants“. Seit kurzem ist sie ständiges Ensemblemitglied der Love Creek Productions Theatergruppe.

In der Vorwoche landete die Welserin ihren bisher größten Erfolg. Für die Hauptrolle in dem Film „An Unreliable Narrator“ wurde sie zur besten Hauptdarstellerin des Strasberg Film Festivals gewählt: „Die Auszeichnung hat mich total überrascht. Es ist eine große Ehre. Vor allem, weil Lee Strasberg auf Schauspiel spezialisiert ist und so viele große Schauspieler dort starteten“, freut sich die Welserin. In dem Film spielt sie eine lesbische Filmemacherin, die mit ihrer Freundin Schluss gemacht hat und über ihre zerbrochene Beziehung einen Film dreht. „Es ist ein interessantes Konzept, weil in dem Film ein Film gedreht wird und das Publikum nicht gleich weiß, was der Film im Film ist“, sagt die 23-Jährige.

Den Wunsch, Schauspielerin zu werden, hatte Laura Przybilla erstmals mit 17: „Mir war damals besonders langweilig. Ich hatte keine Freizeitbeschäftigungen und wollte deshalb ein Auslandsjahr in den USA machen. Meine Familie hat mich unterstützt und ich habe dann zehn Monate in Belton, Missouri, verbracht. Dort habe ich eine kleine Rolle im Schulmusical ,The Wizard of Oz’ bekommen. Das war meine erste Begegnung mit dem Theater.“

Als Kind sei sie schüchtern gewesen: „Ich hatte zu viel Angst, ausgelacht zu werden. Da ich aber Tausende Kilometer von zu Hause weg war, fühlte ich mich zum ersten Mal so frei, das zu machen, was ich wirklich wollte.“

Die Eltern waren über Lauras Pläne anfänglich nicht besonders begeistert: „Die ganze Familie war skeptisch. Sie wollte, dass ich in Österreich bleibe und hier auf die Schauspielschule gehe.“ Noch ist die Welserin nicht ganz angekommen. Demnächst läuft ihr Künstlervisum für die USA ab. Die Entscheidung über eine Verlängerung steht noch aus.

Was sie in New York erlebt und erfahren hat, gibt Laura in jedem Fall ein gutes Rüstzeug für ihren weiteren Lebensweg. „Falls ich nicht in den USA bleiben kann, wird sich ganz unerwartet irgendwo anders eine Tür öffnen. Es gibt so viel Möglichkeiten und Chancen in diesem Leben. Man muss sich nur umsehen.“

Das Leben in New York beschreibt sie als hektisch: „Alles läuft total schnell ab. Jeder ist ständig damit beschäftigt, hundert Dinge zu tun. Man kann Touristen gleich erkennen, weil sie so langsam unterwegs sind.“

In ihren drei Jahren im „Big Apple“ knüpfte Laura zahllose Kontakte. Man lerne hier ständig neue Leute kennen, sagt sie. Amerikaner wären sehr sozial, in Kaffeehäusern und Buchläden sprächen einen wildfremde Menschen an: „Meinen besten Freund habe ich in einem Buchladen kennengelernt. Meine österreichischen Freunde finden das sehr komisch, aber hier ist es normal.“

Von einer internationalen Filmkarriere in Hollywood ist Laura noch weit entfernt. Mit einem US-Star stand sie allerdings schon vor der Kamera. Und das kam so: „Ich hörte davon, dass man eine rothaarige Frau für einen Comedian in einem Musikvideo suchte und habe mich beworben. Ich habe zunächst nicht gewusst, dass es Steve Martin ist. Ich spielte darin die Freundin von Bill Hader, den ich sehr verehre. Für mich war es eine großartige Erfahrung.“
 

Zur Person:

Laura Przybilla wurde in Kärnten geboren. Als sie acht war, übersiedelten ihre Eltern nach Wels. Die Mutter arbeitete als Ärztin im Klinikum, der Vater war dort Sozialarbeiter.

Nach dem Besuch des Wallerer Gymnasiums wechselte Laura in die HBLW und später in die HAK I, wo sie 2012 mit gutem Erfolg maturierte. Danach arbeitete sie ein Jahr in der neu gegründeten Ordination ihrer Mutter in Lambach. Von ihrem achten bis zum 14. Lebensjahr turnte Laura im Welser WTV. Die junge Schauspielerin hat noch eine Schwester, zwei Stiefschwestern und einen Halbbruder. Schwester Anna macht gerade den Turnus im Welser Klinikum und feiert sportliche Erfolge als Triathletin.

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