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Steyr

Gerhard Haderer setzte in Steyr ein Zeichen für Europa

Von Gerald Winterleitner 19. Mai 2019 16:45 Uhr

An die 600 Menschen zogen vom Wieserfeldplatz über den Museumssteg zur Kundgebung beim Leopoldibrunnen.

STEYR. Die überparteiliche Initiative „Uns reichts“ mobilisierte auch beim zweiten Marsch, diesmal vom Wieserfeldplatz ins Stadtzentrum, wieder Menschenmassen. An die 600 Steyrer Bürger marschierten friedlich mit und erhoben ihre Stimme gegen den Nationalismus.

„Wir sind bereit, die Demokratie zu verteidigen“, sagte Karikaturist Gerhard Haderer gestern Vormittag beim Fest für Europa auf dem Steyrer Stadtplatz. „Uns reichts – Initiative für eine menschliche Politik“ hatte nach dem überwältigenden Erfolg der Premiere am 23. März neuerlich zu einer Demonstration aufgerufen. Damals hatten sich rund 1500 besorgte Menschen friedlich dem Marsch angeschlossen und ein nachhallendes Signal gesetzt. Diesmal waren es an die 600 – Frauen und Männer, Junge und Alte, als aufbegehrende Zivilgesellschaft über Parteigrenzen hinweg –, die eine Woche vor der EU-Wahl Europa nicht dem Nationalismus und dem Misstrauen überlassen wollten.

Video: Demonstration in Steyr

 

Haderer, neben Schauspieler Franz Froschauer einer der Gastredner bei dieser Kundgebung, nahm mit Verweis auf den Rücktritt des Vizekanzlers eine Anleihe beim Fußball: „Seit gestern wissen wir, dass der Videobeweis absolut notwendig ist.“ Haderer zitierte am Ende seiner Rede auch den von ihm sehr geschätzten Unternehmer Heinrich „Heini“ Staudinger, der für seine deftige Wortwahl bekannt ist: „Die Mehrheit der Österreicher sind keine Arschlöcher.“ Damit holte er sich tosenden Abtrittsapplaus.

Froschauer ließ im Anschluss bei seiner Brandrede keinen Zweifel offen, was er nun als Notwendigkeit erachtet: „Arbeiten wir gemeinsam an der Idee Europa, damit die rechten Recken dort bleiben, wo sie hingehören: ins Eck.“

Es sei wichtig, dass die Zivilgesellschaft Engagement zeige, betonte Aktivistin Ruth Pohlhammer: „Für ein menschenfreundliches, tolerantes, friedliches Europa.“

Video: Ruth Pohlhammer im Interview

 

Alfons Rodlauer, einer der Initiatoren von „Uns reichts“, ergänzte: „Wenn es um die Grundfesten der Demokratie geht, müssen wir sie verteidigen. Wir werden uns wieder zeigen.“ Auch nach der EU-Wahl wird dies so sein: Das nächste Mal bereits am Samstag, 22. Juni.

Video: Alfons Rodlauer im Interview

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