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Zwei Wartberger leisten ein Jahr Gedenkdienst in Los Angeles

Von René Laglstorfer, 07. Dezember 2011, 00:04 Uhr
Zwei Wartberger leisten ein Jahr Gedenkdienst in Los Angeles
M. Pesendorfer (li) und S. Preinsdorfer mit der Direktorin des Museum of Tolerance, Liebe Geft. Bild: privat

WARTBERG/LOS ANGELES. Bundesheer oder Zivildienst? Diese Frage stellt sich derzeit noch jedem jungen Österreicher. Stephan Preinsdorfer (22) und Markus Pesendorfer (23) aus Wartberg/Krems haben sich für eine dritte Variante entschieden: den Gedenkdienst im Ausland.

Noch vor der Stellung beim Bundesheer hat Stephan Preinsdorfer davon geträumt, einmal ein Jahr im Ausland zu verbringen. Dass er diesen Traum mit dem Zivildienst verbinden kann, hat er damals noch nicht geahnt. „Ich wollte etwas für Menschen, mich selbst und mein Land tun. Als ich dann zum ersten Mal vom Auslandsdienst gehört habe, ist mir sofort klar gewesen: Das ist es.“ Seinem langjährigen Freund Markus Pesendorfer, der bereits sechs Jahre mit Jugendgruppen gearbeitet hat, ist es ähnlich ergangen: „Als ich von Verwandten vom Auslandsdienst erfahren habe, ist alles sehr schnell gegangen.“

Traumziel Kalifornien

Die USA und Kalifornien haben die beiden am meisten gereizt. Schließlich ist ihre Wahl auf das Museum für Toleranz in der kalifornischen Millionen-Metropole Los Angeles gefallen. Die traditionsreiche Einrichtung setzt sich mit Rassismus, Vorurteilen und der Geschichte des Holocausts auseinander und gehört zum Simon- Wiesenthal-Zentrum, das nach dem österreichischen KZ-Überlebenden und späteren Kämpfer für die Gerechtigkeit benannt ist. „Der Holocaust hat für mich immer wie eine unglaubliche Geschichte aus einer fernen Zeit gewirkt“, sagt Pesendorfer über seine Motivation für den Gedenkdienst. Ein möglicher Weg, zu vermeiden, dass sich die Geschichte wiederhole, sei, junge Menschen mit dem Geschehenen zu konfrontieren und die verstaubten Geschichtsbücher aus der Schule mit Leben zu erwecken.

Tägliche Arbeit im Museum

Genau das machen die beiden Wartberger bei ihrer täglichen Arbeit im Museum: Sie führen Schulgruppen und Besucher auf Englisch und Deutsch durch die Holocaust-Ausstellung und das Toleranzzentrum, das viel über Intoleranz erzählt.

Sie übersetzen historische Dokumente, helfen in der Bibliothek und im Archiv mit und haben bei öffentlichen Vorträgen die Ehre, zahlreiche Holocaust-Überlebende nicht nur kennenzulernen, sondern sogar vorzustellen. Noch bis Herbst 2012 absolvieren die beiden Wartberger ihren Gedenkdienst in Kalifornien.

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