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Bürgermeisterin bekommt Baby: Weder Karenz noch Mutterschutz

Von Hannes Fehringer, 08. November 2011, 00:04 Uhr
Kerstin Suchan wird bei ihrer Wahl auf VP-Stimmen verzichten müssen
Bürgermeisterin Kerstin Suchan (SP) Bild: feh

ST. VALENTIN. Mit 36 Jahren ist Kerstin Suchan (SP) eine der jüngsten Bürgermeisterinnen in Österreich. Die Stadtchefin ist schwanger und erwartet im April ein Baby von ihrem Lebensgefährten. Das Rathausamt ist ein Fulltime-Job, aber Karenz und Mutterschutz stehen ihr als Politikerin nicht zu.

Egal ob es ein Mädchen oder ein Bube wird, Kerstin Suchan freut sich mit ihrem Lebensgefährten Martin Mayr auf ihr erstes Kind. Die freudige Nachricht vom Nachwuchs bedingt aber auch für die SP im Rathaus eine Umstellung: Vizebürgermeister Ferdinand Bogenreiter (SP) wird nach dem Geburtstermin im April öfter für die Rathauschefin einspringen müssen und trotzdem nicht vorübergehend ersetzen.

Als Amtsinhaberin kann Suchan nämlich gar keine Babypause einlegen, will sie nicht den Beruf gänzlich aufgeben. „Wir haben das bereits von einer Juristin des Gemeindevertreterverbandes checken lassen“, sagt Suchan. Weil sie sich im Gegensatz zu ihren Vorgängern Manfred Mießner und Wilhelm Wimmer nicht von der Stadtgemeinde anstellen ließ, steht ihr keine Karenz geschweige Mutterschutz zu. „Es zeigt sich hier, dass die Gesellschaft eben doch noch sehr stark auf Männer in den Funktionen aufbaut“, sagt Suchan, „dass Bürgermeisterinnen auch Frauen sein können, die Kinder zur Welt bringen, an das hat der Gesetzgeber bisher nicht gedacht.“

Eine Stadt wie St. Valentin zu führen, mit einem Bauhof, Wasserwerken und Kläranlagen, geht nicht locker nebenher aus dem Handgelenk. Die Tätigkeit erfordert eine Managerin in Vollzeitbeschäftigung. Suchan wird, wenn Mutter und Kind nach der Geburt wohlauf sind, wenige Tage nach der Entbindung schon wieder für die Rathausbelange erreichbar sein. „Es wird da keine lange Pause für mich geben.“ Mit Datenvernetzung will Suchan während der Stillphase Amtsgeschäfte von ihrem Computer zu Hause erledigen.

Die Gemeindeordnung gestattet einem Bürgermeister eine Abwesenheit bis zu drei Monaten. Dafür muss der Ortschef aber außer Landes und nicht leicht erreichbar sein. Für Suchan ist auch dieses Hintertürl nicht gangbar, weil sie mit Mann und Kind ja in St. Valentin bleibt und immer in der Stadt zugegen ist. „Außerdem will ich keine solche Lösung“, sagt Suchan.

Die Bürgermeisterin kann sich zumindest auf ihre Familie verlassen, wenn sie einen Babysitter braucht. Ihre Mutter und künftige Oma ist mit 56 Jahren im besten Alter, um auf das Enkerl aufzupassen. Suchan will aber jede mögliche Minute bei ihrem Kind sein. Kinderwagen und Babytragtasche werden im St. Valentiner Rathaus im Frühling kein ungewöhnlicher Anblick sein: „Bei manchen Veranstaltungen wird man mich halt mit meinem Kind sehen.“ Nur Zeltfeste wird die junge Familie dann wohl eher meiden.

 

Mit 28 Jahren jüngste Ortschefin

Die VP-Kandidatin Martha Löffler aus Furth bei Göttweig in Niederösterreich war im Jahr 2003 bei ihrer Wahl mit 28 Jahren Österreichs jüngste Bürgermeisterin. Mit 35 Jahren Lebensalter am Wahltag wurde Kathrin Kühtreiber (VP) in Hagenberg im Mühlviertel zur jüngsten Gemeindechefin in Oberösterreich gewählt. Kerstin Suchan (36) aus Sankt Valentin ist kein zweiter Fall bekannt, bei dem eine Bürgermeisterin wie sie eine Babypause benötigen würde.
 

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23  Kommentare
23  Kommentare
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( Kommentare)
am 08.11.2011 23:27

Schon mehrere Parlamentarierinnen wurden Mütter, schon vor 20 Jahren. Zuletzt Eva Glawischnig.

Auf die Bürgermeisterinnen hat man vergessen ?
Irgendwann wird auch eine Landeshauptfrau Mutter werden.

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( Kommentare)
am 08.11.2011 22:46

schon gezwungen dieses amt auszuüben und/oder auch noch schwanger zu werden?

das werde ich morgen meinem weit entfernten chef mitteilen ...
so geht das nicht, dass ich auch noch arbeite während der arbeitszeit ... und ich lass´ mich dazu auch nicht mehr zwingen!

nicht nur der zwang ist ... brrrrrrrrrrrrrrrrrrt,.-

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( Kommentare)
am 08.11.2011 14:58

Könnte der verstorbene Bürgermeister Willi Wimmer (ein echter Sozialist) diesen mitleidserregenden Artikel lesen, würde er sich im Grab umdrehen. Zur Abwechslung könnte einmal Vizebürgermeister Bogenreiter den "Fulltime-Job" übernehmen. Oder scheitert das daran, dass er zuwenig "Action-Mensch" ist?

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am 08.11.2011 13:35

wollte sie - gehört hier in der Schlagzeile noch ergänzt! Über diesen unnötigen Artikel (der wohl dazu dienen sollte Mitleid zu erregen???)kann man nur den Kopfschütteln! Erbärmlich!

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marchei (4.374 Kommentare)
am 08.11.2011 13:01

Wo ist sie dann angestellt? Wohl eher freiberuflich tätig...
Und wer soll dann die Karenz zahlen? Keiner, denn wenn ich mein eigener chef bin ist ja wohl klar, dass ich mich nicht in Karenz schicken kann um mich dann selbst zu vertreten.
Sowas sollte man sich vorher überlegen, man kann nicht alle Vorteile wollen und die Nachteile nicht wollen...

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stanley_beamish (1.198 Kommentare)
am 08.11.2011 11:47

ich kenn unzählige frauen, die in ihrer selbständigkeit keine karenz haben.....

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Internerdhoernchen (4.967 Kommentare)
am 08.11.2011 11:37

dass ihr Lebensgefährder in Karenz geht?

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137603 (553 Kommentare)
am 08.11.2011 10:55

sie bekommt eine AUFWANDSENTSCHÄDIGUNG, das ist alles VORHER bekannt und nun maulen!
obs nun gut oder schlecht ist sei dahingestellt, die regelung ist nun mal so.
und das gejammere möchte ich hören wenn alle bgmstr fix angestellt werden mit allen nebengebühren und zulagen

denken, dann jammern

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observer (22.304 Kommentare)
am 08.11.2011 11:30

sondern um das gesamte System. Mich interessiert auch nicht, ob sie sich anstellen hat lassen oder nicht und wie hoch ihre Aufwandsentschädigung ist.Es gibt jedenfalls keinen Grund allgemein die Regeln bzgl. Karenzierung von politischen MandatarInnen zu ändern, muss ja niemand für so eine Funktion kandidieren. Man kann ja auch "regulär" wo arbeiten. Wenn jemand für so ein Amt kandidiert und womöglich dann sehr lange Zeit es nicht ausübt, grenzt es nämlich sehr an WählerInnentäuschung, ganz egal welcher Partei diese Person angehört.

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observer (22.304 Kommentare)
am 08.11.2011 09:53

stellen sich einer Wahl , um ein angestebtes - meist sehr gut dotiertes Amt auf Zeit (bis zur nächsten Wahl zumindest) zu erhalten. Sie könnten ja auch sonstwo als Angestellte etc. arbeiten, meist nur nicht mit soviel Gehalt (no na). Können sie dieses Amt längere Zeit nicht ausfüllen, müssen sie eben zurücktreten und anderen Platz machen. Das sind die Spielregeln und jede(r), ob Mann oder Frau, kennt sie und es besteht nicht der geringste Anlass, sie zu ändern. Was soll also das Gejeiere und Gejammere ?

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feuerkogel (6.578 Kommentare)
am 08.11.2011 08:50

..und für was gibts einen vizebürgermeister oder gar zwei?

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suzieQ (5.403 Kommentare)
am 08.11.2011 08:43

die helikopterartig um ihre Kinder kreisen, den einzigen Sinn für ihre Existenz in derMutterschaft sehen, bei denen sieht man eh was daraus wird. Die bekommen einen Vogel, werden hysterisch und terrorisieren Lehrer und Direktoren.
Und die armen Kinder werden bedauernswerte Weicheier.

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( Kommentare)
am 08.11.2011 10:01

Ich glaube man sollte es schon jeder Frau für sich entscheiden lassen, wie sie mit ihrer Mutterschaft umgeht, wie lange sie bei ihrem Kind daheim bleibt...usw.; das hat nichts, aber absolut nichts mit (zitiere) "Hysterie" zu tun, die "ständig um ihre Kinder kreisen.".... eher umgekehrt, dasss jene Mütter die zu WENIG Zeit für ihre Kinder haben, dann über ihre Kinder wachen und glauben sie vor allem schützen zu müssen...
Frau Bürgermeisterin wird sicherlich wissen was sie zu tun hat, alles andere kann uns egal sein!!!

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thor42 (1.500 Kommentare)
am 08.11.2011 10:23

sehr dummer Beitrag. Die richtigen Worte sind sogar hier verpönt.

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hepusepp (6.259 Kommentare)
am 08.11.2011 08:14

beste lösung gewählt! sie hätte andere möglichkeiten gehabt sich anstellen zu lassen. außerdem ist das doch komplett egal ob sie karenz oder mutterschutz geniest, viele mütter müssen aus finanziellen gründen auch arbeiten gehen.

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grazygirl50 (614 Kommentare)
am 08.11.2011 08:05

finde es vollkommen richtig, dass Frauen im" Politischen Amt "keinen BAby- Karrenz anspruch haben! Warum auch? solang Männer nicht im gleichen Masse den Karrenzanspruch verpflichend annehmen müssen,ist es für Frauen eine Diskriminierung von diesen Gebrauch zu machen!! In der Gesellschaft wird es "hinterwälderisch" als Fortschritt gehandelt,wenn Frauen noch immer bei ihren Kindern zu hause bleiben wollen? Im Pensionsalter unterstützt diese Frauen niemand!Frustriert und ohne Weiterbildung Jahre daheim bei den Kindern zu bleiben ,ist "neandertalermässig" rückschrittlich! Nun sollen endlich mal die Männer daheim bleiben,damit die Frauen konstruktiv die Politik und Gesellschaft ändern können-sozial und gleichberechtigt handeln liegt in den Händen der Frauen-die Gier,Macht und Geldwahnsinn -Männerpolitik seit hunderten von Jahren hat uns dorthin gebracht,wohin wir jetzt gekommen sind!Finanzieller Bankrott, Betrug und die Umwelt ist kaputt!

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staatsbuergerin (2.279 Kommentare)
am 08.11.2011 07:18

Bürgermeisterinnen gab, sind die Regelungen auf Männer zugeschnitten. Es kann doch kein Problem sein, diese anzupassen.

Ich finde es gut, dass junge Frauen dieses Amt ausüben.

An den Artikeverfasser:
es wird wohl ein Mädchen oder ein Bub und nicht ein BubE werden. Und woher leiten Sie ab, dass 56 Jahre das richtige Alter für eine Oma ist, um auf ein Baby aufzupassen?

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adhoc (4.106 Kommentare)
am 08.11.2011 06:22

mütter ein vorbild an ihr:
priorität 1=beruf
priorität 2=kind!!!
kinder sind ein geschenk, verdienen besonders in so jungen jahren noch sehr viel zeit und zuneigung, und nicht die vielen - oft unvermeidbaren - blicke der öffentlichkeit...wie stillen im rathaus, usw...
der artikel soll wohl als abschreckendes beispiel dienen.
da gibts eben keine alternativen. entweder ich will ein kind , oder karriere.

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suzieQ (5.403 Kommentare)
am 08.11.2011 08:41

Sterben die reaktionären Mutterkreuzler langsam aus. Auf das "Kind aufpassen" ist eben nicht für jede Frau der alleinige Lebenszweck.

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( Kommentare)
am 08.11.2011 06:12

ist ohnehin nur für weicheierInnen !

fazit:
hats früher net geben und braucht man auch heute nicht...

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( Kommentare)
am 08.11.2011 07:28

muss schon weh tun!

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reibungslos (14.699 Kommentare)
am 08.11.2011 11:11

hat es auch keine Pensionen und keine Krankenkassen gegeben. 5 Ziegen und eine Lehmhütte reichen für eine Familie zum Leben - zumindest in Afghanistan oder im Tschad.

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gerald160110 (5.621 Kommentare)
am 08.11.2011 05:29

mitteilen? das der beruf und die karriere an erster stelle steht und erst danach das kind und wäre sie in einem ordentlichen beschäfftigungsverhältnis, dass sie aber aus bestimmten gründen ausgeschlagen hat, hätte sie sehr wohl anspruch auf karenz! ... und deshalb sollen wir sie jetzt bewundern??? danke, nein!

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