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Oberösterreich

Wieder Schneewarnung für Oberösterreich: Feuerwehr erwartet einsatzreiches Wochenende

11. Januar 2019 17:16 Uhr

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LINZ. Nachdem sich die Lage in weiten Teilen Oberösterreichs am Freitag entspannt hat, setzten am Abend wieder Schneefälle ein. Für Oberösterreich gilt wieder eine Schneewarnung. Die Feuerwehr geht von zahlreichen Einsätzen am Wochenende aus.

Für das Wochenende sind weitere Schneefälle prognostiziert, die Feuerwehr ist gerüstet ( mehr dazu lesen Sie weiter unten ). Auch das Bundesheer setzt seinen Assistenzeinsatz in Rosenau am Hengstpass, Spital am Pyhrn, Edlbach und Ebensee fort. Zusätzlich werden 40 Soldaten in den Bezirk Kirchdorf entsandt. 

Einmal mehr ist die Nordseite der Alpen von Vorarlberg bis ins Mostviertel vom Neuschneezuwachs betroffen, wie die ZAMG am Freitag in einer Aussendung betonte. Dazu kommt erneut kräftiger Wind auf, der den Neuschnee stark verweht. Damit kann auch die Lawinengefahr wieder deutlich steigen.

Zehn Zentimeter Neuschnee werden in der Nacht auf Samstag erwartet. Bei minus ein bis plus drei Grad wird es tagsüber zwar kaum regnen oder schneien, der Wind wird aber wieder Fahrt aufnehmen.

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"Unnötige Autofahrten vermeiden"

Ab Samstag gilt im Süden Oberösterreichs wieder die orange Warnstufe. Auch das Landesfeuerwehrkommando Oberösterreich schickte am Freitagnachmittag eine Warnung aus. Entlang der Kalkalpen von Mondsee über das innere Salzkammergut, Spital am Pyhrn bis Rosenau sei wegen der zu erwartenden Niederschläge eine Beeinträchtigung der Infrastruktur möglich. Es könne zu Problemen im Straßenverkehr, bei der Stromversorgung und der Telekommunikation kommen. 

Die Schneelast auf Bäumen und Dächern steigt aufgrund der zusätzlichen Niederschläge an, es besteht auch aufgrund des starken Windes hohe Baumbruchgefahr. Unnötige Autofahrten sollten vermieden werden, so das LFK Oberösterreich. 

Feuerwehr rüstet sich für das Wochenende

Ein Großaufgebot an Einsatzkräften wird es am Wochenende geben. Katastrophenzüge aus den Bezirken Braunau, Eferding, Grieskirchen, Linz-Land, Steyr-Land, Vöcklabruck und Wels-Land werden am Samstag zur Unterstützung in die betroffenen Gebiete Ebensee, Gosau, Rosenau, Spital, und Oberwang verlagert.

Weit über 1.000 Feuerwehrfrauen und -männer sind für die Arbeiten am Samstag bereits fixiert und werden mit entsprechendem Gerät in den frühen Morgenstunden in Marsch gesetzt. Ziel ist die größtmögliche Befreiung der Dächer in Voraussicht auf die weiteren prognostizierten Schnee- und Regenfälle.

"Mehr als 2000 Einsätze geleistet"

Für die Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren war der Freitag ein fordernder Tag. 120 Feuerwehren mit rund 1.400 Kräften standen im Einsatz, vor allem in den Bezirken Gmunden und Kirchdorf an der Krems. 

In Rosenau sind, neben den regionalen Kräften, vier Katastrophenzüge zum Abschaufeln von Dächern eingesetzt, im Salzkammergut stehen die Feuerwehren entlang des Traunsees zur Entlastung der Dächer im Einsatz. Weitere Feuerwehren sind im Mondseeland sowie im Mühlviertel mit den Schneelasten beschäftigt. 

"Seit Beginn der Schneeeinsätze standen inzwischen 530 der insgesamt 900 Feuerwehren in Oberösterreich im Einsatz, zum Teil auch mehrfach alarmiert. Bis zum heutigen achten Tag der Schneelage wurden bereits mehr als 2.000 Einsätze geleistet", sagt Landes-Feuerwehrkommandant Wolfgang Kronsteiner, "überwältigende 19.000 Feuerwehrfrauen und -männer standen dabei bisher im Einsatz".

Bis zu einem Meter Neuschnee

"Am Sonntag erwartet uns dann der nächste ergiebige Niederschlag. Die Schneefallgrenze pendelt zwischen 400 und 700 Metern", sagt Haslhofer. Bis Dienstag werden in Lagen oberhalb von 700 Metern Neuschneemengen von 20 bis 80 Zentimeter erwartet – auf den Bergen erneut bis zu einem Meter. Dazu weht starker Wind. Besserung ist aber in Sicht: Am Mittwoch beruhigt sich das Wetter. 

Lawinenwarnstufe zurückgesetzt

In weiten Teilen Oberösterreichs hat sich die Lage im Laufe des Freitags entspannt. Die Lawinenwarnstufe in den alpinen Bereichen wurde auf vier zurückgesetzt. 

Auch auf den Straßen besserte sich die Lage. Hallstatt und Obertraun waren wieder mit dem Auto zu erreichen. Im Bahnverkehr war die Pyhrnstrecke am Nachmittag eine Stunde lang gesperrt, damit ein Hubschrauber die Bäume entlang der Bahnstrecke von der Schneelast befreien konnte. Auch die Salzkammergutbahn war wegen Lawinensprenungen gesperrt – zu den Details

Da sich auch das Wetter besserte und Flüge zuließ, tat sich ein Fenster auf, um die Lawinensituation aus der Luft zu begutachten, Lawinen abzusprengen und Personen zu evakuieren - so barg das Bundesheer eine 66-köpfige deutsche Schülergruppe, die am Hochberghaus festgesessen war (mehr dazu lesen Sie hier).

Mittwoch und Donnerstag werden ruhiger

In tiefen Lagen wird der Schneefall laut ZAMG zeitweise in Regen übergehen. Am Dienstag werden die Niederschläge abklingen und für Mittwoch sowie Donnerstag sind längere Pausen in Sicht.

Problematisch kann es laut ZAMG mit den Schneelasten auf den Gebäudedächern werden. Auf Gebäuden, die nach der aktuellen Norm gebaut sind, lag die Schneelast am Freitag bei 30 bis 40 Prozent der Normschneelasten. Bis Dienstag dürften es den Meteorologen zufolge dann 50 bis 60 Prozent, vereinzelt bis zu 80 Prozent sein.

Anders ist die Situation bei Gebäuden, die nach der niedrigere Werte vorschreibenden Schneelastnorm im Zeitraum 1983 bis 2006 gebaut wurden. Hier können die Normlasten in den schneereichen Regionen überschritten werden, warnte die ZAMG. Speziell bei Flachdächern und Hallen sei Vorsicht geboten.

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