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Mühlviertel

Impf-Skeptiker: Falsche Gerüchte um KH Freistadt

29. November 2021 02:46 Uhr

Impf-Skeptiker: Falsche Gerüchte um KH Freistadt
Das Klinikum Freistadt

FREISTADT. Im vor allem von Corona-Leugnern genutzten Nachrichtenkanal "Telegram" machte am Wochenende eine Kampagne rund um das Klinikum Freistadt die Runde.

Ein Nutzer berief sich darin auf "eine Bekannte", die im Krankenhaus arbeite und während eines Nachtdienstes bemerkt habe, dass Impfdurchbrüche nicht mehr im internen Patientendatenblatt gekennzeichnet würden. Dies sei ein Beispiel dafür, wie über den "Spitalsbetrug Geimpfte als ungeimpft ausgewiesen werden", heißt es in dem Beitrag. Diese Behauptung wird auch von einer Audiodatei gestützt, in der eine weibliche Stimme von einem großen Corona-Schwindel berichtet.

Bei diesen Behauptungen handle es sich um "echte Fake News", entgegnet Jutta Oberweger, Sprecherin der OÖ Gesundheitsholding. Nach wie vor werde im Klinikum Freistadt – so wie in allen Kliniken – der Impfstatus erfasst und dem Krisenstab gemeldet. Dieser veröffentlicht weiterhin täglich, wie viele der Patienten auf Normal- und Intensivstationen vollständig immunisiert sind und wie viele nicht.

Entstanden sein könnte das Gerücht, weil der Impfstatus im Freistädter Bettenmanagement-Plan, in den sehr viele Mitarbeitende Einblick haben, nicht mehr erfasst wird. In diesem Tool werden etwa Infektionskrankheiten eingetragen, da diese Information für den Schutz von Patienten und Belegschaft wichtig sei. Ob jemand geimpft oder ungeimpft ist, habe jedoch keine Auswirkung auf die Betreuung und werde deshalb dort auch nicht mehr vermerkt.

Nachforschungen laufen auch zur Urheberschaft des "völlig falschen Tondokuments", das speziell in einschlägigen Impfskeptiker-Kreisen verbreitet wird. (lebe)

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