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Aktionswoche: Schulweg ohne Auto zurücklegen

Von Thomas Fellhofer, 11. Juni 2024, 17:25 Uhr
Das Fahrrad steht als klimafreundliche Alternative zum Auto im Mittelpunkt der Aktionswoche. (MS Rohrbach/Hofer)

Die Schüler des Schulzentrums und des Gymnasiums Rohrbach nehmen Schulweg eine Woche lang klimafreundlich in Angriff

ROHRBACH-BERG. Auf Schusters Rappen oder per Fahrrad nehmen von 17. bis 21. Juni Rohrbachs Schüler ihren Schulweg in Angriff. Die Schüler des Pflichtschulcampus und des Rohrbacher Gymnasiums nehmen an der Mobilitätswoche teil, die Campus-Direktor Hans-Peter Indra ausgerufen hat. Dabei sollen die Schüler mit dem Fahrrad oder zu Fuß in die Schule kommen. Auch die Buskinder sollen motiviert werden, das letzte Stück zum Schulgebäude zu Fuß zurückzulegen. Neben Klimaschutz-Aspekten steht auch die Sicherheit am Schulweg im Mittelpunkt. "Wir möchten auch Integrationskinder einbinden. Diese werden vom Parkplatz der Wirtschaftskammer mit Begleitung in die Schule gebracht", freut sich Indra über den hohen Zuspruch zur Aktion.

Elterntaxis minimieren

Ein großes Ziel der gemeinsamen Aktion ist unter anderem die Minimierung der "Elterntaxis": "Täglich werden viele Schüler privat mit dem Auto in die Schule gebracht", weiß Indra. Dadurch entstehen mitunter unübersichtliche oder gar gefährliche Situationen vor dem Schulgebäude. Auch wenn Eltern in Rohrbach-Berg arbeiten, spreche nichts dagegen, dass deren Kinder zu Fuß, per Rad oder von weiter weg mit dem Bus zum Unterricht kommen.

Sichere Routen ausgearbeitet

Besonders viel Spaß macht es natürlich, den Schulweg gemeinsam in Angriff zu nehmen. "Wir älteren Semester erinnern uns noch gerne an den gemeinsamen Schulweg mit Freunden zurück. Diese Erfahrung geht den heutigen Kindern oft gänzlich ab", weiß Indra. Deshalb wurden in Zusammenarbeit mit der Polizei und der Klimaschutzinitiative "klimaaktiv" Routen für den Schulweg ausgearbeitet. Dort gibt es eigene Haltestellen mit fixen Treffpunktzeiten. Die Schüler können dort zusammenkommen, um gemeinsam mit dem Rad oder zu Fuß den Schulweg zurückzulegen. Pedi- oder Velobus nennen sich diese andernorts schon erprobten Konzepte.

"Die Kinder können das"

Anton Steyrl ist zuständig für die Verkehrserziehung im Gymnasium Rohrbach und wohnt selbst in Lanzersdorf. Er schwört auf einen motorlosen Schulweg und ist überzeugt: "Für die Kinder ist es fast eine Strafe, sie mit dem Auto bis vor die Schultür zu fahren." Natürlich würden sich manche Kinder alleine am Schulweg mit dem Fahrrad unsicher fühlen. Fahrgemeinschaften können Abhilfe schaffen: "Wenn man Kindern keine Verantwortung gibt, werden sie es nie lernen. Die können das."

Unterstützt wird die Initiative auch von Stadtbürgermeister Andreas Lindorfer, der den Weg zum Stadtamt übrigens selbst gerne mit dem Rad zurücklegt: "Ich bin sicher, dass viele Schüler die Möglichkeit hätten, mit dem Fahrrad oder zu Fuß in die Schule zu kommen." Freilich müsse man auch die nötige Infrastruktur zur Verfügung stellen. Er verweist darauf, dass etwa in Lanzersdorf ein neuer Radweg errichtet wurde.

Doch nicht nur die Kinder sind dazu in der Lage, sich auf die neue Situation einzustellen, sondern auch die Autofahrer: Wolfgang Sonnleiter, Kommandant-Stellvertreter der Polizeiinspektion Rohrbach, versichert: "Autofahrer stellen sich schnell darauf ein, wenn auf einer Strecke mehrere Radfahrer unterwegs sind."

Schülerlotsen eingesetzt

In der Mobilitätswoche selbst können die Teilnehmer übrigens auf Unterstützung von Erwachsenen vertrauen. Es werden Schutzwege eingerichtet, und Rohrbachs Senioren unterstützen die Aktion mit einem Lotsendienst – dieser hat sich schon im letzten Baustellensommer bestens bewährt. Seniorenbund-Sicherheitsreferent Hermann Stallinger koordiniert den Lotsendienst als erfahrener Polizist. Dieser sei als Unterstützung gedacht: "Man muss den Kindern vermitteln, dass Lotsen nicht dafür da sind, den Verkehr zu regeln. Sie sind in der Verantwortung, auch selbst aufzupassen."

Belohnung für Teilnehmer

Als zusätzliche Motivation, sich an der Aktion zu beteiligen, gibt es auch ein Belohnungssystem: Alle Schüler des Schulzentrums erhalten einen "Mitmachpass", der an jedem Schultag abgezeichnet wird. Im Gymnasium funktioniert die Registrierung sogar per Chip. Der Schulweg ist eingespeichert und wird beim "Einchecken" elektronisch ausgelesen. Alle, die fleißig mitmachen, bekommen nach der Mobilitätswoche eine Belohnung.

Infos und Routenvorschläge für Pedi- und Velobus gibt es unter
radlobby.at/oberes-muehlviertel/GesundZurSchule

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Autor
Thomas Fellhofer
Lokalredakteur Mühlviertel
Thomas Fellhofer

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