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Im Bierviertel flüssiges Gold entdecken

Von Von Michael Polzer, 19. August 2017, 08:35 Uhr
Ewald Pöschko, Geschäftsführer der Braucommune Freistadt, im Herzen der Brauerei. Fotos: Erwin Pramhofer

Erlebte Bierkultur: Wenn das Ferienwetter einmal nicht nach Wunsch ausfällt, empfiehlt sich eine Erlebnistour durch eine der zahlreichen Brauereien im Mühlviertel.

Das Interesse am Bier als Genussmittel, aber auch als Kulturgut, geht im Mühlviertel weit über den Konsum hinaus. Zahlreiche Brauereien bieten mittlerweile Besuchern die Möglichkeit, sich dem historischen Gerstensaft näher zu widmen. Schließlich wird im Mühlviertel seit mehr als 500 Jahren Bier gebraut – und das vorwiegend mit regionalen Rohstoffen. Außerdem ist das Mühlviertel neben dem Waldviertel auch das größte Hopfenanbaugebiet Österreichs.

Da verwundert es nicht, dass sich, einzigartig in Österreich, die Brauereien in Freistadt, Schlägl, Hofstetten und das Biergasthaus Schiffner zum „Verein Bierviertel“ zusammengeschlossen haben, um mit der Gastronomie und dem Tourismus zu kooperieren. Gemeinsam mit den Wirten haben sich die Brauereien der Region zur „Bierweltregion Mühlviertel“ zusammengeschlossen, um beispielsweise Bierlieferungen an die Gastronomen gemeinsam abzuwickeln und so Wegzeit zu sparen oder ein Mühlviertler Bierlokal in Linz gemeinsam zu beliefern.

Einblicke ins Sudhaus

„Kultur, Tourismus und Bier gehören einfach zusammen“, betont Ewald Pöschko, Geschäftsführer der seit 1777 bestehenden einzigen Braucommune Europas (jeder Hausbesitzer in der Altstadt hält Anteile an der Brauerei) in Freistadt. „Im Jahr 2016 konnten wir rund 15.000 Personen bei diversen Modulen, die wir anbieten, begrüßen“, sagt Pöschko, dessen Unternehmen neben klassischen Brauhausführungen und Brau-Workshops für Kleingruppen auch Seminare zum Thema Schanktechnik anbietet. Bierfans, Wirte und Lehrer – etwa aus Tourismusschulen – sind begeistert von der Ausbildung zum Biersommelier, nach der man in Freistadt bei einer Prüfung durch externe Prüfer vom Braumeisterbund ein anerkanntes Zertifikat erhält.

In einem eigenen Brauhausshop können neben diversen Biersorten auch Fanartikel vom Rad-Dress bis zum Badetuch in der „Freistädter Bier-Optik“ erworben werden. „Gäste unseres Braugasthauses, vor allem aber Teilnehmer der Führungen schlagen hier gerne zu“, erzählt Pöschko. Vier Führer können im Brauhausshop für eine informative Runde von etwa eineinhalb Stunden gebucht werden. Jeden Donnerstag gibt es um 11 Uhr eine freie Führung, zu der sich viele spontan bei Schlechtwetter entscheiden.

„Wir sehen uns als regionaler Leitbetrieb verpflichtet, uns im gesellschaftlichen Leben einzubringen. Darum unterstützen wir neben der Sportunion ab heuer auch den Freistädter Fußballverein als Hauptsponsor. Das kulturelle und touristische Engagement zeigt sich nicht nur in Konzerten im Brauhof und der Brauhausgalerie: Wir werden auch bei der Finanzierung des neuen Stadtmarketings für Freistadt unseren Beitrag leisten“, beschreibt Pöschko die Unternehmensphilosophie.

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6  Kommentare
6  Kommentare
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( Kommentare)
am 19.08.2017 18:34

Wenn man bedenkt, wie hygienisch sauber heute die Bierproduktion abläuft. Nur so können wirklich Bierkreationen erzeugt werden, welche feinsten geschmacksrichtungen entsprechen, ohne irgend welchen Nebengärungen und deren störende Geschmäcker.

Unterschiedliche Malzverfahren, unterschiedliche Hopfensorten kreieren ein Produkt, welches auch bei unterschiedlicher Pflege durch das Wissen und der Erfahrung des Braumeisters zu einem Spitzenprodukt der Trinkkultur wird.

Ich bin kein Freund von Fremdzutaten in den Sud, um dadurch Geschmacksrichtungen zu erzeugen. Nein, das Lupolin der verschiedenen, edlen, zur richtigen Zeit geernteten Hopfensorten alleine, die Temperatur und Dauer entscheiden viel über den "Geschmack und Vollmundigkeit" des Bieres.

Ebenso ist die Temperaturhaltung während der Bierreife entscheidend für die Qualität des Edlen Gerstengetränks. Letztendlich, die Lagerung und die Temperatur beim Ausschank entscheiden darüber, welches Bier auch wirklich wertvoll ist.

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( Kommentare)
am 19.08.2017 10:21

xolarantum, xanthype, mike, capsaicin....
Weil manche das Autofahren nicht beherrschen und der Sucht der Raserei unterliegen, welche Tote fordert, soll deshalb nicht mehr über Auto- Motorsport berichtet werden?

Weil für manche der Alkohol ein Suchtmittel und kein Genussmittel, Lebensmittel, teil der Trinkkultur ist, soll deshalb nicht mehr über Biere, Weine... berichtet werden?

Wenn du ein Problem mit oder ohne Alkohol hast, dann solltest du diesen Artikel besser nicht lesen. Es ist in deinem eigenen Interesse.

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weinberg93 (16.479 Kommentare)
am 19.08.2017 15:18

Fortunatus, lass ihn doch!
Seine Probleme kennt eh jeder und er darf sich ruhig alle drei Tage zum Affen machen mit seinen holprigen Reimen.
Diese zu lesen amüsiert mich sogar.

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Vollhorst (4.973 Kommentare)
am 19.08.2017 15:36

Um diese lächerliche Hochstilisierung von Alkohol zum Kulturgut geht es doch. So manche Lobby macht tatsächlich gute Marketingarbeit und emotionale Werbung!

Autos werden sportlich, Fellnasen zum Kuschelgut, Hochtechnologieautos von gestern zur Verschrottungs-Dreckschleuder, und Alkohol wird zum Kulturgut. Na Prost!

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weinberg93 (16.479 Kommentare)
am 19.08.2017 15:46

Manche sind Antialkoholiker, manche saufen und wieder andere können Getränke mit einem gewissen Prozentsatz Alkohol genießen.
Zu letzteren gehörst du sicher nicht!

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xolarantum (2.762 Kommentare)
am 19.08.2017 09:12

höchste zeit... ALKOHOL wird uns vom oön-blattl wieder einmal als kultur verklickert,
sogar von goldschürfen ist (brauch-)dümmerisch die schreibe, es scheint, als ob jede intelligenz bereits versickert !

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