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Mühlviertel

„Die Natur ist für mich der Spiegel des Lebens“

Von Christopher Buzas   14. Januar 2013 00:04 Uhr

„Die Natur ist für mich der Spiegel des Lebens“
Jedem Raum Leben einzuhauchen ist das Ziel von Bernhard Reingruber.

ASTEN. Schon in seiner Kindheit hat sich Bernhard Reingruber (35) der Botanik und dem Gärtnern verschrieben

Egal ob Wohnzimmer, Büro oder Fabrikhalle: es gibt keinen Raum, den Bernhard Reingruber mit seiner Firma „Florale Ästhetik“ nicht für bestimmte Anlässe gestaltet. Mittels Pflanzen, Sträuchern und anderen Materialien aus der Natur versucht der 35-Jährige für seine Auftraggeber die Zimmer zu dekorieren und zu verschönern. Mit den OÖNachrichten sprach Reingruber über seine Tätigkeit und seine Leidenschaft für Pflanzen und die Natur.

OÖNachrichten: Was ist in einem Raum anders, nachdem Sie ihn gestaltet haben?
Reingruber: Es geht eindeutig um die Lebendigkeit. Mein Ziel ist es, jedem Raum Leben einzuhauchen.

Was darf man unter dem Konzept der floralen Ästhetik verstehen?
Dabei geht es einerseits um eine gestaltende Verbindung zwischen Pflanzlichem und dem jeweiligen Ort, Anlass und Personen. Der Punkt ist, ein Erlebnis mit der Natur zu schaffen.

Wie gehen Sie vor, wenn Sie Räume gestalten, was sind Ihre Grundsätze?
Ich setze mich mit dem jeweiligen Raum auseinander. Der jahreszeitliche Bezug ist sehr wichtig für mich. Das heißt, ich verwende nur Pflanzen, die für die jeweilige Jahreszeit typisch sind. Im Winter sind meine Gestaltungen dadurch karger. Ich binde bei meiner Arbeit das gesamte pflanzliche Spektrum ein. Das beinhaltet Früchte, Zweige, Laub oder auch Blüten in verschiedenem Zustand.

Sie arbeiten täglich mit allen Arten von Pflanzen. Was bedeuten Ihnen diese?
Die Natur ist für mich der Spiegel des Lebens. Da ist alles dabei, von der Geburt bis zum Abschied, das finde ich schön.

Wie sind Sie auf die Idee gekommen, eine eigene Firma für florale Gestaltungen zu gründen?
Ich habe schon früh gewusst, dass ich beruflich etwas mit Pflanzen machen möchte. Mit acht Jahren bin ich unter dem Klettergerüst gesessen und habe dort gegärtnert. Mit zwölf Jahren war für mich klar, dass ich eine Ausbildung als Florist, Gärtner und Landschaftsgärtner machen möchte. Das habe ich dann auch getan. 2001 habe ich mein Unternehmen gegründet. Zusätzlich habe ich dann noch Raum- und Designstrategien an der Kunstuniversität in Linz studiert.

Wie passt Floristik und Design denn zusammen?
Das verbindende Element ist für mich das gestalterische. Wenn man sich auf eine Pflanze konzentriert, dann sagt sie einem, wie man sie gestalten kann. Das ist ähnlich wie bei einem Bildhauer.

Vielen, die keine gärtnerische Ausbildung haben, passiert es ja, dass Pflanzen nicht so gedeihen, wie sich die Besitzer das vorstellen, und dann letztendlich sterben. Passiert das einem Fachmann auch?
Ja, das passiert mir genauso. Das gehört aber dazu. Ich finde das gerade spannend an der floralen Gestaltung, dass in der Natur alles einen Anfang und ein Ende hat.

Wie lange brauchen Sie, bis Sie einen Raum eingerichtet haben?
Das ist abhängig vom Umfang des Auftrages. Es gibt Veranstaltungen, da arbeitet man zwei bis drei Monate daran. Zwar nicht durchgehend, aber von der Idee bis zur Umsetzung.

Haben Sie mehr Privat- oder Firmenkunden?
Das ist gemischt, aber ich habe schon eher mehr Firmenkunden. Ich bin im gesamten deutschsprachigen Raum unterwegs, etwa in Deutschland oder der Schweiz.

Bernhard Reingruber hat sein Unternehmen 2001 gegründet. Ihm zur Seite stehen seine Lebensgefährtin und ein Freund. Mehr unter www.bernhardreingruber.at

 

 

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