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Theater im Glashaus: "Wir Menschen haben den Bezug zur Natur verloren"

Von Reinhold Gruber, 06. Dezember 2019, 00:04 Uhr
Theater im Glashaus: "Wir Menschen haben den Bezug zur Natur verloren"
Christian Scharrer und Karin Schmid spielen die beiden im Gewächshaus eingesperrten Menschen. Bild: Wolfgang Dorninger

LINZ. Was passiert, wenn zwei Menschen in einem Glashaus eingeschlossen sind, aus dem es keinen Ausweg gibt? Auch weil in der Welt draußen kein Leben mehr möglich ist, so wie wir es uns vorstellen?

Diese Fragen sind der Ausgangspunkt des Theaterstückes "86400 – von der einen Welt zur anderen" des Theatervereins Stellwerk in Linz. Ausgedacht haben sich die Geschichte um den menschlichen Umgang mit den globalen Herausforderungen unserer Zeit Karin Schmid, Christian Scharrer und Dominik Hohl. Scharrer führt auch Regie. Die OÖN haben mit ihm gesprochen.

OÖNachrichten: Was war die Inspiration zu dem Stück?

Christian Scharrer: Zum einen war es das Hörspiel "Die Mondnacht" von Stanislaw Lem, wo zwei Raumfahrer vor ihrer Rückkehr zur Erde mit einem Sauerstoffproblem konfrontiert werden, von dem aber nur einer weiß, während der andere duscht. Da geht es viel um die Frage, ob man sich selbst der Nächste ist. Zum anderen war es das gescheiterte "Biosphere"-Projekt, wo man acht Menschen in einen Gebäudekomplex einsperrte, um ein sich selbst erhaltendes Ökosystem zu schaffen.

Bei Ihnen ist der Schauplatz ein Gewächshaus.

Ja, und wir sind glücklich damit. Denn hier gibt es fast nur Primeln, die nicht aufgeblüht sind.

So kann man sich besser auf die zwei Menschen konzentrieren.

Ja. Der Text ist knapp. Was reden die Menschen auch noch viel, wenn sie merken, dass die Ressourcen wie Nahrung, Wasser, Boden oder Sauerstoff großteils erschöpft sind? Es geht um die Selbstreflexion. Begünstige ich den Klimawandel durch mein Reiseverhalten? Unsere Darsteller geben Anstöße zum Nachdenken.

Sie zeigen also auf, warum die Umwelt am Boden liegt?

Es geht nicht darum, jemanden für sein Verhalten zu verteufeln. Aber die Liste der Entscheidungen, mit der jeder Einzelne von uns seinen Beitrag zur Ressourcenverschwendung in der Welt leistet, wäre so lange, dass man tagelang spielen müsste. Aber: Wir spielen hier nicht mit dem erhobenen Zeigefinger. Hier verbinden sich Horror, Science-Fiction und viel schwarzer Humor. Einige Absurditäten sind schon enthalten.

Was sollen die Besucher von dem Stück mitnehmen?

Es geht um Denkanstöße und dass die Menschen vielleicht später überlegen, was sie selbst dazu beitragen, welchen Bezug sie zu Wasser und Nahrung haben. Die Menschen haben den Bezug zur Natur verloren. Sie legen sich in eine Erdkiste, um die Verbindung zur Erde künstlich hervorzurufen. Bei uns können sie die Erde riechen.

Theater 6., 7., 8. und 9. Dezember, jeweils 19.30 Uhr, "Thurnermeisterhof", Bancalariweg 41 in Linz, Karten: stellwerk@gmx.at oder unter Tel. 0660/576 72 61 (12 bis 19 Uhr)

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Autor
Reinhold Gruber
Lokalredakteur Linz
Reinhold Gruber

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