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Linz misst als erste Stadt Ultrafeinstaub in der Luft

Von Christian Diabl, 04. Mai 2023, 13:50 Uhr
Lastenrad misst Ultrafeinstaub in der Linzer Luft
Von links: Hans-Martin Neumann (Direktor Planung, Technik und Umwelt), Klimalandesrat Stefan Kaineder, Andreas Windhager (Abteilung Umwelttechnik) und Klimastadträtin Eva Schobesberger präsentieren das Messfahrrad, das mobile Messfahrten möglich macht. Bild: Werner Dedl

LINZ. Ultrafeinstaub kann gesundheitsschädlich sein, ist aber kaum erforscht. Linz sammelt nun als erste Stadt Österreichs Daten und will auf deren Grundlage Gegenmaßnahmen entwickeln.

"Wir wollen einfach wissen, wo diese Partikel herkommen", sagt Gerald Binder von der Abteilung Umwelt der Stadt Linz. Er meint Ultrafeinstaub und ultrafeine Nanopartikel, kurz UFP. Ihren Gehalt in der Linzer Luft will die Stadt Linz messen, die Hauptverursacher identifizieren und Gegenmaßnamen entwickeln - als erste Stadt in Österreich. 

Starke gesundheitliche Auswirkungen vermutet 

"Gerade Ultrafeinstäube und Nanopartikel haben ein großes Potenzial für Wech-selwirkungen mit dem menschlichen Organismus", sagt Klimastadträtin Eva Schobesberger (Grüne). UFP sind mit einem Durchmesser zwischen 1 und 100 Nanometer die kleinsten Partikel des Feinstaubs. Zwar gibt es noch keine konsistenten Aussagen zu ihren gesundheitlichen Auswirkungen und auch noch keine Grenzwerte. Allerdings können UFP bis in die Lungenperipherie vordringen, weshalb Wissenschaftler annehmen, dass sie stärker auf die Gesundheit einwirken. "Das ist ein Thema, mit dem wir uns als Stadt beschäftigen müssen", sagt Hans-Martin Neumann, Direktor des Geschäftsbereich Planung, Technik und Umwelt. 

Mit dem Messrad unterwegs

Seit Jahresbeginn ist eine fixe Messstation in der Anzengruberstraße in Betrieb. Zusätzlich sollen auch mobile Messungen vorgenommen werden. Ab Juni wird ein zum Messrad umgerüstetes Lastenrad gezielt Messpunkte anfahren, wo eine Partikelkonzentration zu erwarten ist. "Wenn etwa CO2, SO2 oder Kohlenwasserstoffe dabei sind, kann man auf die Verursacher rückschließen", sagt Binder. Mögliche Kandidaten sind Verkehr, Hausbrand, Luftfahrt, Kraftwerke und Industrie. Ergebnisse sollen 2024 vorliegen.

Linzer Pionierarbeit

Es solle "ein Stück Pionierarbeit" geleistet werden, sagt Umweltlandesrat Stefan Kaineder (Grüne), der auf die Situation in den 1970er- und 1980er-Jahren verwies, als die Linzer Luft sprichwörtlich schlecht war. Seither wurde sehr viel zur Verbesserung unternommen und auch erreicht. Die Grenzwerte für Feinstaub wurden im gesamten Jahr 2022 nur zweimal überschritten. Allerdings lag das laut Kaineder nicht nur an den eigenen Maßnahmen, sondern vor allem am immer noch veränderten Mobilitätsverhalten durch Corona und den technischen Fortschritt bei den Fahrzeugen. 

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Christian Diabl
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38  Kommentare
38  Kommentare
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thila (380 Kommentare)
am 05.05.2023 12:33

Feinstaub PM10 dringt nur bis in den Nasen-Rachenraum. PM2,5 oder noch kleiner dringt bis in die Luftröhre, Bronchien und Alveolen ein. PM2,5 gelangt ins Blut und kann Schlaganfälle und Herzinfarkt auslösen. Der Feinstaub PM2,5 schwebt lange in der Luft und wird durch Winde großräumig verteilt, daher wird es schwierig die Quellen des Feinstaubes zu eruieren.

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0x00 (2.024 Kommentare)
am 05.05.2023 09:50

Die Grünen sollten mal die heiße Luft messen, die sie jeden Tag emittieren.

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Linz2013 (3.027 Kommentare)
am 05.05.2023 10:09

0X00, Sie scheinen die Grünen nicht zu mögen. Für wie wahrscheinlich halten Sie es, dass alles was von den Grünen kommt kommt falsch ist?

Feinstaub reduziert die Lebenserwartung - in Ö sind es 8 Monate. In Linz werden es mehr sein, weil das bedingt durch Verkehr und Industrie schlechte Rahmenbedingungen hat.

Hier kann man alles nachlesen:

https://www.umweltbundesamt.at/fileadmin/site/publikationen/rep0020.pdf

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Linz2013 (3.027 Kommentare)
am 05.05.2023 10:14

Auf Seite 9 der angeführten Studie sieht man es:

Wer in Linz lebt, stirbt durch Feinstaub im Schnitt um 14 Monate früher.

Nur in Graz sind es mit 17 Monaten noch mehr.

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StevieRayVaughan (2.708 Kommentare)
am 05.05.2023 10:15

Sie geben also nicht auf, zu versuchen, wutbürgerische Blaunschildpensis mit Fakten beeindrucken - sehr löblich!

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( Kommentare)
am 04.05.2023 20:41

Kommt dann als nächstes die Ultrafeinstaubsteuer?
Oder die Nanosteuer?

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StevieRayVaughan (2.708 Kommentare)
am 04.05.2023 20:29

Wie durchschaubar:

Die Stadt Linz misst Ultrafeinpartikel und will deren Herkunft erforschen - und - wie zu erwarten - die nicht nur politisch ungebildeten Blaunschildpensis betreiben ihr übliches Grünenbashing....

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CptWildDuck (748 Kommentare)
am 05.05.2023 09:06

ganz nach dem Motto: was ich nicht weiß, macht mich nicht....
Also nur nicht forschen, weil wenn nicht geforscht wird, braucht man auch keine unangenehmen Ergebnisse fürchten, weil es gar keine Ergebnisse gibt.

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clz (653 Kommentare)
am 04.05.2023 20:17

Es ist schon eine interessante Geschichte, denn je kleiner die Teilchen sind, desto leichter können sie in die Lunge vordringen und dort Schaden anrichten. PM 2,5 ist schon schädlicher als PM 10.
Da hat der Neumann sicher Recht, wenn er findet, dass sich die Stadt damit beschäftigen muss.

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NeujahrsUNgluecksschweinchen (25.657 Kommentare)
am 04.05.2023 18:23

Geht das überhaupt oder sind die Filter viel zu schnell von Unmengen an konventionellen Feinstaub verschmutzt?
Gegen den (und in Folge EU-Sanktionszahlungen) tut man ja nichts.

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reibungslos (14.293 Kommentare)
am 04.05.2023 19:08

Für diese kleinen Teilchen gibt es keine Filter. Die Messung erfolgt optisch und durch elektrische Aufladung. Im Detail ist es ein kompliziertes Verfahren.

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nichtschonwieder (7.430 Kommentare)
am 04.05.2023 17:26

Und was genau soll das bringen?
Dass Staub in der Luft liegt, weiß jeder. Und dass sichnichts in Luft auslöst, auch. Also was solls außer neue Forderungen der GrünlingInnen.

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Linz2013 (3.027 Kommentare)
am 04.05.2023 21:12

Alter Grundsatz: "Man kann etwas nur steuern, wenn man es misst".

Somit ist das ein guter erster Schritt. Feinstaub kostet uns Lebenszeit.

Beispiel Deutschland: Feinstaub kostet dort jeden Bundesbürger im Schnitt ein Lebensjahr.

Quelle: https://www.zeit.de/wissen/gesundheit/2019-01/epidemiologie-stickoxide-lebenszeit-risiko-umweltmedizin?utm_referrer=https%3A%2F%2Fwww.startpage.com%2F

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Zeitungstudierer (5.536 Kommentare)
am 04.05.2023 16:57

Da wird ein neues Ferkel (von den Grünen) gezüchtet, das man als Sau wieder durch das Dorf treiben kann!
Das wird wieder lustig werden, wenn das Ferkel zur Klimasau gewachsen ist!
Wahrscheinlich sind die Nanopartikel dann schuld, das jetzt so viele Menschen die falschen Parteien wählen!

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Linz2013 (3.027 Kommentare)
am 04.05.2023 21:13

Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass Feinstaub Lebenszeit kostet. In Deutschland sind es statistisch 1 Jahr.

Siehe https://www.zeit.de/wissen/gesundheit/2019-01/epidemiologie-stickoxide-lebenszeit-risiko-umweltmedizin?utm_referrer=https%3A%2F%2Fwww.startpage.com%2F

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her (4.386 Kommentare)
am 04.05.2023 16:25

Find ich gut - wenn den Messungen dann Taten zur Minderung folgen

(denn im Gegensatz zur Klimakonservierung spielten EUropäische oder gar nationale Massnahmen hier eine Rolle)

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rudolfa.j. (3.581 Kommentare)
am 04.05.2023 16:02

Gibt's dann neue grüne Schikanen??

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capsaicin (3.777 Kommentare)
am 04.05.2023 15:57

keine kunst, ham ja gmua

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Gabriel_ (3.380 Kommentare)
am 04.05.2023 15:25

Eigentlich eh keine schlechte Sache...

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maierei (1.127 Kommentare)
am 04.05.2023 15:21

Bei dem Bild kommen mir nur die vier Reiter der Apokalypse in den Sinn

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shockflyer (186 Kommentare)
am 04.05.2023 14:18

reicht der normale Feinstaub nicht?

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soling (7.432 Kommentare)
am 04.05.2023 14:13

Den Kaineder haben wir gebraucht wie einen Kropf.
Ist ja nicht sein Geld, welches da verbraten wird. Am Ende wird er fordern die Voest zu schließen.
Womit haben wir diese Grünlinge nur verdient?

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CedricEroll (10.556 Kommentare)
am 04.05.2023 14:42

Sehr viele Grüne wollen in Wahrheit die gesamte Linzer Industrie weg haben. Das trauen sie sich aber selten laut zu sagen, weil sie wissen, dass sie sich damit komplett ins Out schießen würden.

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NeujahrsUNgluecksschweinchen (25.657 Kommentare)
am 04.05.2023 18:26

Ich habe einen Lachkrampf bei der heurigen SP-Mai-Parole gekriegt: "wir bleiben stolze Industriestadt. Umweltfreundlich und lebenswert."

Die Industrie macht ihre Hausübungen, die Verkehrs(nicht)politik nicht.

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CedricEroll (10.556 Kommentare)
am 05.05.2023 11:06

Sie sind wie die Klima-Kleber. Industrie, Energie, Landwirtschaft, Heizen? Alles egal! Es zählt nur der Verkehr. Und da nur in den Städten. Und da nur hinsichtlich Autos. Und da nur bei Verbrennern. Die Antipathie gegenüber dem motorisierten Individualverkehr ist das einzige Motiv. Mit einer seriösen und umfassenden Klima-Analyse hat das nichts zu tun.

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SeppLinz (266 Kommentare)
am 05.05.2023 06:29

Find ich nicht. Eher wollens eine zukunftsträchtige Industrie die auch gut mit der Umwelt kann. Das würde Sinn machen.

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CedricEroll (10.556 Kommentare)
am 05.05.2023 11:03

Was Sie "finden", ist irrelevant. Es zählt, was real gedacht und gesagt wird. Und davon habe ich jede Menge mitbekommen.

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transalp (9.885 Kommentare)
am 04.05.2023 14:42

NaNa, Soling, beruhigen Sie sich.
Und- warum sollte er "fordern die Voest zu schließen"?
So ein Schmarrn.
Gerade dort wurde und wird stets sehr viel in neue Anlagen investiert.

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clz (653 Kommentare)
am 04.05.2023 17:21

Die Industrie macht sicherlich einen erklecklichen Anteil an der Luftverschmutzung in Linz aus (siehe Hochöfen). Aber wir täten auch schön schaun, wenn die Industrie samt ihren Arbeitsplätzen und dem damit einhergehenden Wohlstand wegfielen.
Sollen wir dann auf Tourismus machen?
Das leuchtet sicher auch dem Herrn Kaineder ein.

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nichtschonwieder (7.430 Kommentare)
am 04.05.2023 17:28

CLZ...
Da bin ich mir nicht sicher....

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CedricEroll (10.556 Kommentare)
am 05.05.2023 11:12

Der Anteil des Co2-Ausstoßes der Linzer Industrie beträgt 10%. Nicht 10% von Linz. Nicht 10% von Oberösterreich. 10% von GANZ Österreich! Der Schlüssel ist also, bei der Industrie anzusetzen. Dennoch versteifen sich die angeblichen "Klima-Experten" von Klima-Klebern bis Grüne nur auf den motorisierten Individualverkehr in Städten. Weil ihnen Fahrradfanatismus über alles andere geht.

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StevieRayVaughan (2.708 Kommentare)
am 05.05.2023 11:54

Eine etwas ignorante Sichtweise: "In Linz müssen wir beim Verkehr gar nichts tun, da Treibhausgasausstoß der Industrie so groß ist..."

Tja - und welche Möglichkeiten zur Verringerung des industriellen Anteiles sehen Sie da? Das Projekt CO2-reduzierte Stahlerzeugung der VA muss ja erst einmal umgesetzt werden (E-Ofen mit "grünem Strom", Direktreduktionsanlage) muss ja noch umgesetzt werden.

Fakt ist, dass der Straßenverkehr macht etwa ein Fünftel der EU-Emissionen an treibhausschädlichen Gasen ausmacht. Personenkraftwagen sind mit einem Anteil von 60,6 Prozent an den gesamten CO₂-Emissionen des EU-Straßenverkehrs ein großer Umweltverschmutzer.

Wenn man da was ändern kann, kann das viel bewirken.

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CedricEroll (10.556 Kommentare)
am 05.05.2023 12:29

Dass ist eine falsche Unterstellung, die allein auf Vorurteilen beruht. Ich habe NIRGENDS geschrieben, dass man beim Verkehr nichts tun sollte. Es ist dagegen keine Unterstellung, dass die Grünen NUR über den Verkehr reden.

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Natscho (3.642 Kommentare)
am 05.05.2023 12:50

das ist falsch
https://www.nachrichten.at/wirtschaft/kaineder;art15,3801317

Im Gegensatz zum Verkehr herrscht bei Industrie und Wirtschaft allerdings weniger Diskussionsbedarf.
Beim Thema Induvidualverkehr steht der PKW jedoch selbst bei der SPÖ immer noch im Zentrum allen Denkens.

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Natscho (3.642 Kommentare)
am 05.05.2023 11:56

Oben sagst du noch, die Grünen wollen die Industrie abschaffen, und jetzt schießt du selbst gegen sie? spannend.
Der Verkehr verschlingt übrigens 36 % des Energieverbrauches in Österreich.

Aber es geht bei sanfter Mobilität nicht (nur) vorrangig um Klimaschutz, sondern auch um Lebensqualität.
Es sterben jedes Jahr hunderte im Straßenverkehr und tausende mehr werden verletzt (die meisten davon innerorts)
Lärm beinträchtigt die psyche, Feinstaub und Abgase die Gesundheit.

Autogerechte Städte werden für Pendler gebaut, denn lebenswert sind sie nicht.

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CedricEroll (10.556 Kommentare)
am 05.05.2023 12:30

Verkehr und Fahrradfahren. Sonst nichts. Danke für die Bestätigung.

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Natscho (3.642 Kommentare)
am 05.05.2023 12:48

Nein auch öffentlicher Verkehr, Warenverkehr auf Schienen usw.
Induvidualverkehr und unnötig Hoher LKW Transitverkehr sind es jedoch, die die Lebensqaulität spürbar einschränken.

Da dies die Arbeitende Bevölkerung und und die Unterschicht überproportional betrifft (können sich selten das EFH im Speckgürtel leisten), sollte das eigentlich ein Kernanliegen der Sozialdemokratie sein.

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CedricEroll (10.556 Kommentare)
am 05.05.2023 13:05

Der öffentliche Verkehr war IMMER ein Kernanliegen der Sozialdemokratie. Dazu benötigt es keine grünen Zurufe. Und erzählens mir nichts über Speckgürteln, die sich die "arbeitende Bevölkerung" nicht leisten kann. Denn das sind ja erstens grüne Hochburgen. Siehe Puchenau, Ottensheim, Gallneukirchen, ... Und sagen Sie zweitens damit, dass Grüne nicht arbeiten?

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