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Linz bekommt eine Fahrradstrategie

Von Julia Popovsky, 21. Oktober 2022, 16:38 Uhr
Das neue Strategiepapier soll in rund sechs Monaten vorliegen. Bild: VOLKER WEIHBOLD

LINZ. Auch ein Belohnungssystem für Radler mittels App wird eingeführt.

Grünes Licht für die Linzer Fahrradstrategie gab es am Donnerstag vom Stadtsenat. 50.000 Euro sind für die Erstellung des Strategiepapiers veranschlagt, die Finanzierung erfolgt über den städtischen Klimafonds. In sechs Monaten sollen die Ergebnisse vorliegen, für Vizebürgermeister Verkehrsreferent Martin Hajart (VP) sollen diese einen wichtigen Meilenstein auf dem Linzer Weg hin zur Fahrradstadt markieren. Als Vorbilder sollen dabei Best-Practice-Beispiele aus den Niederlanden oder Deutschland dienen.

Erarbeitet wird die Fahrradstrategie vom Österreichischen Institut für Raumplanung. Teil davon ist etwa die Erstellung eines Idealplans des innenstädtischen Radwegenetzes, die Verknüpfung mit überregionalen Radwegen, die Verbesserung der Fahrrad-Park-Situation und bewusstseinsbildende Maßnahmen. Auf Basis der erhobenen Daten sollen konkrete Projekte entwickelt werden, die in den kommenden drei Jahren sukzessive realisiert werden sollen. Als Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Umsetzung der Fahrradstrategie nennt Hajart „einen klaren politischen Willen mit einer verbindlichen Zielsetzung“. 

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Motivationsanreize setzen

Ein weiteres Projekt, das auf Schiene gebracht wurde, ist „Bike Benefit“. Hierbei wird die Nutzung der Fahrrad-Navigations-App „Bike Citizens“ mit einem Belohnungssystem kombiniert – mit dem Ziel, mehr Menschen für das Fahrradfahren zu motivieren.

Die registrierten Nutzer sammeln mit ihren täglichen Wegen, die sie mit dem Fahrrad zurücklegen, die fiktive Währung „Fineros“. Diese kann per Gutschein schließlich in lokalen Partnerbetrieben eingelöst werden. Welche das konkret sein werden, ist noch entschieden. Starten soll das Projekt im Frühjahr 2023, die Belohnungsanreize soll es, so Hajart, über die Dauer der dreimonatigen Sperre des Mona-Lisa-Tunnels im Sommer hinaus, geben. Auch dieses Vorhaben wird vom Klimafonds unterstützt, die Kosten belaufen sich auf 56.000 Euro.

Umsetzung des Radweges auf der Florianerbahn-Trasse

Projekte zur Förderung des Radverkehrs würden auch schon vor dem Vorliegen des neuen Strategiepapiers weiter vorangetrieben, sagt Hajart. So soll im kommenden Jahr das Projekt „Klimaachse Linz Ost-West“ in der Lederergasse Fahrt aufnehmen. Unter Einbeziehung der Bürger soll dort die Infrastruktur für Radler und Fußgänger verbessert werden.

Bewegung soll zudem in die Umsetzung des Radweges auf der ehemaligen Florianerbahntrasse kommen, die rechtlichen Grundlagen seien nun gegeben. Gestartet werden soll, je nach Witterung, noch heuer oder Anfang 2023. Ausbaupläne gibt es darüber hinaus für das City-Bike-Verleihsystem, konkret im Linzer Osten. 

Ebenfalls für 2023 steht auf Hajarts Agenda die Schaffung von attraktiven Fahrradrouten alternativ zur Landstraße, Pläne werden hier etwa für Schubertstraße und die Herrenstraße gewälzt. So soll etwa der City-Radweg in der Schubertstraße verbreitert werden. Wichtig sei auch, so Hajart, gefährliche Kreuzungssituationen zu entschärfen. Entsprechende Gemeinderatsbeschlüsse für diese beiden Projekte fehlen allerdings noch.

Grüne: "Dringend notwendig"

Die Grünen begrüßen die jüngsten Entwicklungen. "Immer mehr Menschen treten in die Pedale anstatt aufs Gaspedal. Dass dieser Entwicklung mit der Erarbeitung einer Fahrradstrategie Rechnung getragen wird, ist höchst an der Zeit und auch dringend notwendig, um den Radverkehr in Linz vom Pannenstreifen auf die Überholspur zu bringen", sagt Klubobmann Helge Langer. Wichtig sei, dass der Prozess breit angelegt werde und auch Linzer Radexperten in die Erarbeitung der Strategie mit einbezogen werden. Mit dem "Bike Benefit"-Projekt werde wichtige Bewusstseinsarbeit geleistet, heißt es weiter.

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Autorin
Julia Popovsky
Redakteurin Linzer Nachrichten
Julia Popovsky
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26  Kommentare
26  Kommentare
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gamwol (1.216 Kommentare)
am 23.10.2022 20:21

Mir san de Radlfahrer mittlerweile ziemlich wurscht, da ich mit Klimaticket mit Öffis untetrwegs bin. Nur von den Gehsteigen (besonders auf der Landstraße) gehören sie verjagt. UNERTRÄGLICH.

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transalp (9.816 Kommentare)
am 24.10.2022 10:34

Gamwol:
Typisch egoistisches Denken:
Nur weil SIE offensichtlich nicht Radfahren, sollen diese "verjagt" werden?
So nach dem Motto:
"Ich bin da, der Rest is ma "wurscht""?
Ja, gehts noch?

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transalp (9.816 Kommentare)
am 24.10.2022 10:36

Und: Welche "Gehsteigen
besonders auf der Landstraße"???

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transalp (9.816 Kommentare)
am 23.10.2022 16:32

"....auf dem Linzer Weg hin zur Fahrradstadt ..."
Hm, das kommt uns allen doch bekannt vor?
Schon vor vielen Jahren gab es solche Ziele. Erreicht wurde hingegen kaum was.
Also nix Neues.
Wieder nur eine weitere Luftblase, äh, Ankündigung?
.
Zudem:
"...Als Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Umsetzung der Fahrradstrategie nennt Hajart „einen klaren politischen Willen mit einer verbindlichen Zielsetzung“...."
---- Und genau daran ist es meines Erachtens bisher immer gescheitert!
Die Vorgänger Hajarts haben nix zusammengebracht, und auch von der Linzer SPÖ vermisse ich den echten Willen bisher...

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weinberg93 (16.270 Kommentare)
am 23.10.2022 15:50

Was ist denn das für ein vermurkstes Konzept wenn nicht einmal der Rathaus-Lobhudler positive Worte dafür findet?

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benzinverweigerer (14.598 Kommentare)
am 23.10.2022 14:06

Nach der 100% vermurksten Anbindung der "Eisenbahnbrücke" und der "WestRING"-Brücke ohne Radweg, glaube ich gar nichts mehr, solange es nicht da ist.

Die Eisenbahnbrücke wurde dermaßem dämlich eingebunden, dass sogar die Autos fernbleiben.
Urfahrseitig kommt man mit dem Auto ja gar nicht mehr sinnvoll zur Brücke...

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benzinverweigerer (14.598 Kommentare)
am 23.10.2022 14:09

"West-RING" deshalb, weil der Nordtunnel, das Wichtigste daran, aus Kostengründen gestrichen wurde.
Übrig bleibt eine irrsinnig aufwendig eingebundene Brücke anstatt einer relativ einfachen Lösung wie in Aschach.
Die unnütze Mühlkreisbahn unter unter die Fahrbahn zu verlegen war wohl keine Option....

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nichtschonwieder (7.316 Kommentare)
am 23.10.2022 16:35

Benz...
...und ein Einbahnsystem Rudolfstraße - Kaarstraße (verlängern und untertunnelieren bis zur Westbrücke). Aber so weit denken die Verantwortlichen ja nicht.

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Linz2013 (2.985 Kommentare)
am 22.10.2022 21:47

Es freut mich, das mit Verkehrsreferent Hajart hier endlich Schwung rein kommt.

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pnm75 (464 Kommentare)
am 22.10.2022 14:23

Die 1000te leeren Worthülsen, schade um die Zeit.

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Gugelbua (31.615 Kommentare)
am 22.10.2022 14:01

wenn schon soviel darüber diskutiert wird,
wie? wann? wo?
wirds meistens ein politischer Murks😉

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Natscho (3.563 Kommentare)
am 22.10.2022 10:44

Es geschehen noch Zeichen und Wunder.
Die Worte "Linz", "Verkehr" und "Strategie" hört man nicht oft. noch viel seltener im Kombination mit "Fahrrad"

ich hoffe das beste

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Peter2012 (5.911 Kommentare)
am 22.10.2022 10:25

Wo gibt es sichere Fahrradwege?

Salzburgerstraße, Landwiedstraße, Kremstal Straße, .....
alles Fehlanzeigen!!!

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Peter2012 (5.911 Kommentare)
am 22.10.2022 10:20

E-Bikes gehören viel mehr gefördert als E-Autos und E-Bikes sollten einen besonderen Klimabonus bekommen!!!

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pprader (1.661 Kommentare)
am 22.10.2022 09:40

Brauchbare Infrastruktur wäre viel wichtiger als ein Belohnsystem.

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nichtschonwieder (7.316 Kommentare)
am 22.10.2022 09:20

Damit noch mehr Kampfradler ungehemmt durch Linz rasen.

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Natscho (3.563 Kommentare)
am 22.10.2022 10:45

Rasen tun vor allem autos. vor allem nachts.

eine gute Radinfrastuktur sorgt für lebenswerte Städte

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jetztreichtsameise (8.121 Kommentare)
am 21.10.2022 21:43

YEEESSSSS!
Wann das alles kommt, was man sich da zusammenreimen tut.....
Allein, mir fehlt da ein bisserl der Glaube.
Merke: Bevorzugung der Radfahrer in der Innenstadt kann nur bedeuten, dem Autoverkehr Flächen und Rechte abzuzwacken. Und ob da EIN privat auch radfahrender ÖVP Korr. Parteimitglied ausreicht???

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Floh1982 (2.324 Kommentare)
am 21.10.2022 18:36

Radfahrer brauchen keine Almosen, sondern sichere Radwege und mehr Wertschätzung seitens der Verkehrspolitik. Vor wenigen Monaten hat ein Linzer SPÖ-Gemeinderat die Teilnehmer einer Fahrraddemo dazu aufgerufen, zu Hause zu bleiben, damit sich die Autofahrer nicht gestört fühlen. Wieso hat er nicht stattdessen die Autofahrer dazu aufgerufen, das Auto stehen zu lassen? So etwas kommt den Politikern in der "Klimastadt" nicht in den Sinn. Das zeigt wieder einmal die geringe Wertschätzung der Linzer Politik gegenüber Leuten die sich umweltschonend fortbewegen!

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xolarantum (2.762 Kommentare)
am 21.10.2022 17:59

keine noch so gefährliche kreuzung ist gefährlicher als der radweg über die nibelungenbrücke...

hier könnte sich dieser ambitionierte polit-bursche einen (kleinen) meilenstein setzen, im falle eine verbässerung

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dr.haus (245 Kommentare)
am 21.10.2022 17:59

Es braucht kein Belohnungssystem. Die Leute wollen eh fahren. Nur ist halt die Radinfrastruktur ein Witz. Und bitte nicht schon wieder was mit Stratetgie oder mit Apps! Baut einfach Radwege!

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Gugelbua (31.615 Kommentare)
am 21.10.2022 16:54

wie setzt man es in echt um?🥺
funktionierts bei Regen, Eis und Schneematsch auch ?

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dereisernefelix (578 Kommentare)
am 21.10.2022 17:49

na sicher funktioniert das. es gibt ka schlechtes wetter, nur a falsches g'wand.

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NeujahrsUNgluecksschweinchen (25.529 Kommentare)
am 21.10.2022 20:30

Ganz sicher braucht es in Linz jedoch einer Ritterrüstung für Drahtesel-Reiter:innen, um unbeschadet die unzähligen Konfliktsituationen zu überstehen.

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dereisernefelix (578 Kommentare)
am 22.10.2022 08:54

sei net so zimperlich ...

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NeujahrsUNgluecksschweinchen (25.529 Kommentare)
am 22.10.2022 13:54

Am Asphalt aufbirnen tut aber weh...

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