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Linz

Streit um Umkehrschleife bei Eisenbahnbrücke geht weiter

Von Erhard Gstöttner   02. März 2016 00:04 Uhr

Streit um Umkehrschleife bei Eisenbahnbrücke geht weiter

LINZ. Für die Linz AG, die seit Montag die Eisenbahnbrücke abreißen lässt, ist alles fix. Damit ab dem heurigen Herbst in der Nähe der noch bestehenden Brücke zusätzliche Straßenbahnen starten können, baut man eine Umkehrschleife.

Dieses Provisorium, das nach vier Jahren beseitigt wird, kostet 1,3 Millionen Euro. Zudem muss man 30 Bäume fällen.

Nützen soll dies vor allem Urfahr-Bewohnern und Schülern im Umkreis der gesperrten Eisenbahnbrücke. Damit ab heurigem Herbst zwischen 7 und 8 Uhr in der Früh tatsächlich, wie von der Linz AG geplant, sechs zusätzliche Tram-Garnituren fahren können, sei die Schleife die beste Lösung, sagt Albert Waldhör, der Geschäftsführer der Linz-Linien.

"Vorschlag kommt zu spät"

Die Linzer Baumrettungsinitiative hat nun einen Plan vorgelegt, bei dessen Verwirklichung keine Bäume weichen müssten. "Man muss die Schleife nicht so weit zur Reindlstraße ziehen", sagt Baumschützer und Architekt Günter Eberhardt.

Der Durchmesser der alternativen Umkehrschleife bliebe mit 50 Metern der gleiche. Bei der Linz AG heißt es, es sei zu spät, um noch umzuplanen. "Für eine neue Variante ist es zu spät, denn wir haben die Schienen schon bestellt. Die Bestellung können wir jetzt nicht mehr korrigieren", sagt Linz-Linien-Geschäftsführer Waldhör im Gespräch mit den OÖNachrichten. Wenn es gewünscht werde, könne die Linz AG aber an anderen Stellen neue Bäume als Ersatz für die gefällten pflanzen, sagt Waldhör.

Außerdem müssten die Straßenbahngarnituren bei der Kurz-Variante der Baumschützer in der Kurve halten. Das wäre für Menschen mit Behinderungen beim Ein- und Aussteigen beschwerlich, wendet Waldhör ein.

Bestehende Schleifen nutzen

Einwände, wonach es an der 800 Meter entfernten Sonnensteinstraße ohnedies eine Umkehrschleife gebe, sind für Waldhör nicht stichhaltig: "Das ist zu weit weg." Die geplante Schleife sei wichtig, da in der Nähe viele Wohnhäuser sowie das Peuerbach-Gymnasium und zwei Berufsschulen liegen.

Auch nicht sinnvoll wäre es, ab der Umkehrschleife beim Biesenfeldbad zusätzliche Garnituren einzusetzen, sagt der Linz-Linien-Geschäftsführer: "Das ist ebenfalls zu weit weg." Benutzer der Straßenbahnlinien 1 und 2 sagen hingegen, dass die Biesenfeld-Variante großen Nutzen bringen würde, da dann für Pendler, die bei der Haltestelle Freistädter-/Linke Brückenstraße auf die Tram umsteigen, mehr Platz im öffentlichen Verkehrsmittel wäre.

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