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Stadt Linz hat eine eigene Währung: Schon 6000 Giblinge sind in Umlauf

LINZ. Mit den Scheinen kann in Betrieben in- und außerhalb von Linz bezahlt werden.

Stadt Linz hat eine eigene Währung: Schon 6000 Giblinge sind in Umlauf

Bild: cb

Mit einer eigenen Währung machen die Linzer Stadtwerkstatt und verschiedene Partner auf sich aufmerksam. Das Geld trägt den Namen „Gibling“ und ist seit kurzer Zeit im Umlauf. Bezahlt werden kann damit in verschiedenen Lokalen, Geschäften und Museen in Linz, Graz und Wien. „Wir möchten noch weitere Partner gewinnen“, sagt Franz Xaver, Vorstandsmitglied der Stadtwerkstatt. Durch die Währung sollen nicht zuletzt die teilnehmenden Betriebe bekannter gemacht werden.

Das System hinter dem Gibling ist schnell erklärt: In der Stadtwerkstatt sowie bei anderen Wechselstellen können Euro in Giblinge eingetauscht werden. Dieser ist in Ein-, Zwei- und Zehn-Gibling-Scheinen erhältlich. Der Wechselkurs ist 1:1, für einen Euro erhält man einen Gibling, der jedes Jahr von einem Künstler gestaltet wird. Auf der Rückseite der „Community-Währung“ (zu Deutsch Gemeinschaftswährung) befindet sich ein Ablaufdatum, da die Gültigkeit des Giblings jeweils ein Jahr beträgt.

Wer das Geld nach dem Ablaufdatum noch nicht ausgegeben hat, kann dieses in neue Scheine tauschen. Wer dies macht, muss aber mit einer fünfprozentigen Wertminderung rechnen. Auch Partnerbetriebe, die sich Giblinge in Euro rückwechseln lassen, müssen die Wertminderung in Kauf nehmen. Diese Umlaufsicherung wird für die Honorierung der Künstler und die Administration verwendet. „Wir überlegen aber, dass wir auf drei Prozent Umlaufsicherung heruntergehen, weil die Leute glauben, dass wir uns bereichern. Das ist aber nicht der Fall“, sagt Xaver. Die Umlaufsicherung soll auch dazu beitragen, dass das Geld nicht zu Hause gehortet, sondern ausgegeben wird, um die Wirtschaft zu stärken.

Mit der Akzeptanz der Giblinge zeigt sich Xaver zufrieden. Derzeit sind rund 6000 Euro in Gibling-Form im Umlauf, bald soll die 10.000-Euro-Schallmauer durchbrochen werden.

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Artikel Christopher Buzas 04. Dezember 2012 - 00:04 Uhr
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